Saisonstart 2021-3
Der Saisonstart wird - so ist es mittlerweile schon Tradition - mit den netten Bekannten aus der Ukraine, Sascha und Alexej, begangen.
Nachdem Sascha und Alexej dreimal an die Türe von GerryG geklopft haben, öffnet er ihnen endlich. Er ist sichtlich verschlafen. Was los sei, fragte Alexej, bekanntlich der redseligere der beiden Kumpanen.
Man habe bis in die Puppen den Pokalsieg gefeiert. Tatsächlich den ersten Triumph in der Torrausch-Geschichte von GerryG. Doch auch danach galt es, einige schwierige Prüfungen zu meistern.
Die Vorbereitungen im vorderen Osten Europas und an der Adria verliefen harmonisch, sodass der Start nicht schwer fiel. Dennoch galt es, einige Hürden zu überspringen. Dies gelang auch mit Bravour - doch die letzten Wochen forderten auch bei einem erfahrenen und professionellen Hasen wie GerryG ihren Tribut. Ein Termin nach dem anderen mit potenziellen Sponsoren und Gönnern galt es zu absolvieren. Einige davon wurden leicht und locker übersprungen, bei anderen galt oder gilt es immer noch, die Untiefen der russischen Bürokratie souverän zu umschiffen. Dass es dabei zu Kollateralschäden kommen könnte, ist durchaus denkbar und das werden die nächsten Wochen zeigen.
Wichtig dabei ist, dass alle Beiteiligten professionell handeln. Leider kann man das nicht bei jedem voraussetzen. Jüngste Beispiele finden sich auch bei der zurückliegenden Bundestagswahl.
Eine solche Professionalität wie die Saisonvorschau sie regelmäßig zeigt, wäre dabei einigen Beteiligten zu wünschen. So wurde ZSKA Moskau mit Platz 8 abgestraft. Anders als letzte Saison wird nun der abermalige Pokalsieg prognostiziert. Trifft die Vorhersage mit einer ähnlichen Genauigkeit wie dieselbige der letzten Saison ins Schwarze, so können am Ende nur eine Top-Platzierung in der Liga und das krachende Aus im Pokal für ZSKA Moskau zugute stehen.
Über Ersteres würde man sich selbstverständlich sehr freuen, da dies auch nach dem ersten Titel der Anspruch sein muss. Über Letzteres wäre man selbstverständlich äußerst betrübt, ist der Kubok Rossii doch das Steckenpferd, den GerryG nach etlichen Anläufen und trotz einer vom Ligaleiter gezeichneten Zielscheibe auf seinem Rücken, endlich in der zurückliegenden Saison gewinnen konnte. Der Lohn jahrelanger Arbeit, auch wenn Netsrac als zweitem Finalteilnehmer hier ebenfalls höchste Anerkennung für den gelieferten Kampf gebührt. Wann gab es schon einmal eine dreifache Verlängerung im Elfmeterschießen?!
Die neue Saison startet nun mit zwei Heimspielen und einem Auswärtsspiel. Um nicht sofort in einen Abwärtsstrudel hineinzugeraten, gilt es, die Spiele mit der gebotenen Ernsthaftigkeit - oder eben Professionalität - anzugehen und keine Zweifel daran aufkommen zu lassen, wer der Herr im Hause ist. Wie letzte Saison möchte man möglichst lange die Nase in den Zugwind halten, ohne dass einem jemand von weiter vorne ins Gesicht furzt. Die kommenden Gegner sollten also gewarnt sein.
Krise beim Meister
Was war das für eine Saison... Überschwänglich und als Belohnung brachte er das Team nach der obligaten Meisterfeier mit einem Bus 6 Stunden nach Satka. Man sollte die Auszeit geniessen und im nahegelegenen Siratkul Nationalpark die Natur Russlands geniessen. Klar, hatte der Trainer daran gute Erinnerungen, denn seine jetzige Frau brachte in damals während des Perseidenschauers hin und genoss den klaren Sternenhimmel.
Es endete im Desaster. Die Spieler fanden ihr Glück im Alkohol und auch nach einem Monat fehlen von 3 Spielern jegliche Spur. Die neue Saison steht in den Startlöchern und man konnte erfolgreich Ersatz finden. Auch wenn die Polizei unermüdlich (nachdem man einige Demonstranten niedergeschlagen hat) nach den drei Vermissten sucht.
Nach diesen Turbulenzen und des Ergebnisses muss man eigentlich Mission Titelverteidigung anstreben, doch der Kopf ist woanders und die Konkurrenz wird einen zweiten Meistertitel in Folge nicht gönnen. Eine gewisse Skepsis ist hier angebracht.
Platz acht
Im Altai werden in dieser Saison kleinere Brötchen gebacken. Die Mannschaft spielt seit langem keinen Hurra Fußball mehr. Es ist wenig verwunderlich, dass die Fans wegbleiben. Warum der Trainer immer noch an der Seitenlinie steht ist auch niemandem klar. Man munkelt GerryG hat abgelehnt, der Verein sei dem ambitionierten Trainer aus Moskau zu klein. So bleibt ein Leben in Tristesse. Ein Trainer ohne Mut oder Zuversicht. Nicht einmal Frau Wontora kommt zum Interview vorbei. So bleibt nur der Onkel mit seinen Worten und glasklaren Gedanken...oder sind es die Getränke. Wie dem auch sei der Verein wird als heißer Kandidat für den Abstieg gehandelt. Im Altai will davon niemand etwas wissen. Es soll endlich mal wieder mehr her. Platz acht würde da vollkommen entgegen kommen.
Geht wieder los !
Na dann befülle ich mal die Zeitung mit Leben...eine weitere Saison in einer der stärksten Ligen Europas steht an und in Perm wünscht man sich endlich mal wieder ein Titel. O.K...das ist sehr schwer,klar,aber aufgrund der letzten Saison kann man die Anhängerschaft sogar verstehen. In der abgelaufenen Saison sprang am Ende ein Vizemeister und ein Vizepokalsieger heraus.Sehr gutes Abschneiden ohne Titel,würde ich es mal kurz und schmerzlos zusammenfassen. Sind wir das neue Vizekusen ? Egal,die Zielsetzung ist kein Titel und Coach Netsrac betonte nochmal vor den Journalisten auf dem Trainingsgelände,dass man auf europäischer Bühne etwas weiter kommen möchte als in den letzten beiden Saisons. Trotz guter Taktiken scheidete man eher unglücklich oder aufgrund des Torverhältnisses aus.
In diesem Sinne,allen Trainern eine kurzweilige Saison und dem Ligaleiter weiterhin optimale Motivation zum Führen dieser Liga !!!
Für die Galerie
Schnell noch ins Horn geblasen, die Pferde gesattelt und die sieben Sachen gepackt. Doch halt, beinahe wurde der Tippzettel für die anstehende zweite Woche verschlafen. Dabei geht es doch gegen zwei von GerryG's Lieblingsgegnern in Person von Iceman und sf5078. Die Duelle mit den beiden bergen hohes Frustrationspotenzial; gönnt doch keiner der drei Haudegen dem anderen die Torrausch-Butter auf dem Brot.
Privat sieht es ganz anders aus, hier herrscht nahezu unendliche Harmonie. Auch wenn man das von den Front Offices unserer Kandidaten nicht unbedingt behaupten kann, machte Barnaul wie bereits investigative Berichte aus dem weiten Osten andeuteten, eben jenes Front Office GerryG in der Sommerpause ein Angebot. Dieses Angebot beinhaltetete neben freier Hand beim Kader auch ein Offshore-Konto in Timbuktu. Klugerweise lehnte GerryG das Angebot ab und heute hörte man die Freude über diese Entscheidung aus dem Büro des Trainers schallen. Anschließend erklang noch ein bisschen Lob über die gelungene Taktik am heutigen Tage ... Moment, ist da etwa schon jemand siegesgewiss? Möglich ist alles, das zeigen die aktuellen Leistungen.
Doch bekanntlich kommt Hochmut vor dem Fall und bereits am ersten Spieltag munkelte man von Verschwörungen in Moskau, als der britische Aggressor ausgerechnet - ausgerechnet! - gegen GerryG drei und gegen den Iceman ein Tor setze. Man munkelte von freundlichen Linien, einer Ratte in den eigenen Reihen und die Leitungen des kalten Krieges glühten wieder rot. Der Kreml ist nun an der Sache dran und wird weitere Nachforschungen anstellen. Vielleicht kommt nächste Woche bereits einiges ans Licht.
Krise nach Krise
Die nächste Krise erreicht den Meister. Nach dem weltweiten Absturz von Facebook und Instagram konnte der Verein keine Posts posten und likes ergattern. Somit fehlt nun das Selbstvertrauen und die Bestätigung, dass man alles richtig macht. Laut Trainer Iceman wird das nun massive Auswirkungen auf den nächsten Spieltag haben. Einige mögen nun "First world problems" monieren, aber in Swerdlovsk hat man nun Angst vor einem Butterflyeffekt. Ohne Selbstvertrauen gibt es keine Siege und ohne Siege fehlt das Publikum und das könnte einen finanziell eher seicht aufgestellten Verein wie Ural in grosse Probleme stürzen. Immerhin funktionierte die russische Version von Facebook (VK) und so kann vielleicht noch eine Krise abgewendet werden. Die Jekaterinburger stehen vor dem Abstellgleis.
Plan
Der Plan für die kommenden drei Spiele ist zurecht gelegt. Die Analyseabteilung hat ihre Arbeit getan. Mit minimalem Aufwand werden wir neun Punkte erzielen und somit den Anschluss an die Spitze herstellen. Dafür werden die beiden Heimspiele gewonnen, zwischendrin fährt das sibirische Räumkommando in den Ural um die Überreste der Meistertruppe aus dem Weg zu räumen. Der Ausverkauf beim Eismann mit Bofrost-Tiefpreis Angeboten ist beendet. Der Aderlass war riesig. Die eigene Jugend kann die Lücken nicht wie gewünscht schließen. So werden ein paar tiefgekühlte Erbsen unter das Kopfkissen des Kühllaster-Fahrers gelegt, damit dieser möglichst ungeruhsame Nächte hat. Wie Sie lesen können verfolgt man seit man im Altai einen Plan, das ist was ganz Neues im Dreiländereck.
Mit dabei...
...ist Jekaterinburg in den vorderen Tabllenrängen. Auf Platz 2 präsentiert sich der aktuelle Meister und ist in Schlagweite mit dem Tabellenersten. Die Industriestädter sind also zurzeit noch auf Kurs. Auch die Heimspiele werden im Moment gewonnen, was bekanntlich das 1 mal 1 ist zur Titelverteidigung. So geschah dies auch am letzten ZAT gegen Kasan und Barnaul. Auswärts blieb man diesmal ohne Tore.
Es sind nur zwei Spiele gespielt und bei trainer Iceman sieht man die Stirnrunzeln, wenn man nun auf ZAT 3 schaut. Nicht nur einen, sondern gleich zwei Zuffis muss man dort bespielen. In der Vergangenheit stellten sich gerade diese Vereine als Nemesis des Trainers heraus. Entsprechend ärgerlich ist es, dass diese beiden Vereine zu diesem ZAT frei wurden. Man gibt sich aber kämpferisch und hofft gegen Lokomotive und Spartak Moskau gewinnen zu können. Das letzte Duell erfolgt zuhause gegen Tabellenführer St. Petersburg.
Kurz vor dem Urlaub
Kurz vor dem Urlaub bereitet sich ZSKA Moskau in Madrid auf den nächsten ZAT vor. Vielleicht entdeckt man dort sogar den ein oder anderen alten Mythos? Auf jeden Fall werden die Erinnerungen an die lange Zeit in Spanien wach werden.
Diese kleine Abwechslung soll die Köpfe der Spieler und des Trainerteams weiterhin unbekümmert und frei halten. Bisher (Ausnahme: Das 2:3 am ersten ZAT) klappt es doch recht gut. Doch das 2:3 stand wie letzte Woche bereits angedeutet, unter keinem guten Stern. Gerüchten zufolge nutzt der englische Sir nicht allzu feine Spionagemethoden, weswegen er gegen die technisch unterlegenen Russen genau richtig setzen konnte.
Mit Oldschool-Fußball aus der Zarenzeit ist dagegen aktuell Viktor mit Zenit St. Petersburg erfolgreich. Er führt die Liga souverän an. Einige Fans befürchten schon eine ähnliche Dominanz wie einst Netsrac, den lange keiner ernst nahm und der in seinen beiden zurückliegenden Meistersaisons irgendwann nicht mehr einzuholen war.
Daher gilt es am nächsten ZAT für ZSKA gegen eben jene St. Petersburger: Klotzen, nicht kleckern.
Doch auch die anderen Spiele wollen, wenn möglich, gewonnen werden. Das trainerlose Krasnodar kommt da beinahe gelegen, wenn auch undankbar. Doch als letzter Gegner des ZATs reist Amkar Perm an. Netsrac hat, wie sein Zeitungsartikel zeigt, das Pokalfinale noch nicht vergessen und sich sicherlich die ein oder andere Gemeinheit ausgedacht. Moskau wird dagegen halten müssen. Irgendwie riecht es nach dem ersten Unentschieden der noch jungen Saison in diesem Spiel.
Saison nimmt langsam Fahrt auf !
Der Saisonstart kann als gelungen bezeichnet werden,denn Amkar konnte im Gegensatz zur letzten Saison den Startblock gut und geschmeidig verlassen und schwimmt vorne mit im Hauptfeld der Liga.
Ein erste Standortbestimmung kann man wohl nach dem nächsten ZAT vollziehen,wenn man dann schon wieder gegen jeden Gegner einmal spielen musste.
Außerdem startet der Pokal in seine neue Spielzeit und in Perm kommt sofort das denkwürdige 11er-Schiessen im Finale der letzten Saison zum Vorschein, als man letztendlich nicht das bessere Ende für sich hatte. Das Interesse der Fans wird sich wohl eher der Moskau-Gruppe widmen...ein Derby jagt das andere....
Ansonsten fragt man sich noch,was sind die Ziele in dieser Saison ? naja,ein Titel,egal in welchem Wettbewerb wäre mal wieder schön und falls nicht,wolle man auf den 3 Hochzeiten bis weit in die Nacht tanzen und die Saison könnte dann auch ohne Titel als gelungen bezeichnet werden.
Heim hui...
...auswärts pfui, so lassen sich die momentanen Ergbnisse treffend zusammenfassen. Vor heimischen Fans besticht die Mannschaft Spiel für Spiel mit Leichtigkeit und kleinen Kabinettstückchen. Auswärts präsentiert sich die Mannschaft weiterhin ohne Form. Man könnte auch sagen ohne Tor, oder auch Torabschluss. Dies soll sich am nächsten ZAT ändern. Um die Auswärtspartien besser simulieren zu können trainiert die Mannschaft unter möglichst realen Bedingungen, nämlich im städtischen Affengehege des Zoos. Um der Monotonie vorzubeugen ist bereits ein Umzug ins Gehege der Löwen geplant. Die Mannschaft freut sich demnach wenig auf die lange Spielpause. Vielleicht ist jedoch gerade dies Anreiz mehr Gas zu geben und drei siegreiche Spiele zu bestreiten. Denn falls nicht hat der Trainer noch ein Ass im Ärmel, nämlich die Verpflichtung des hessischen Brechers vom Untermain als Abschlusstrainer. Sein Können stellt dieser Woche für Woche, auf zugegebenermaßen überschaubarem Niveau, zur Schau.
Sondereinsatz
Ein ganzes Hub ... Hub ... Hubschrauber-Einsatz-Sonderkommando trat diesen Mittwoch auf die Türmatte von GerryG. Mitten drin und nicht nur dabei die ukrainischen Bekannten Sascha und Alexej und sogar schon vorher die weißrussischen (oder seit neuestem: Belarussen) Bekannte Konstantin und Vitali, die ganz neu für den Trainer des Armeeclubs waren.
Vielleicht schlägt der Onkel härtere Töne an, nachdem GerryG immer wieder spät setzte. Das zwar einigermaßen erfolgreich, doch der Erfolg macht GerryG erfahrungsgemäß leichtsinnig und übermütig. Der aktuelle Spieltag gegen die sehr schwer einzuschätzenden Gegenüber Sir Topse, Grimson 84 und dem sowieso unbeliebten Computer droht daher zu drei "Trap-Games" zu verkommen. Deswegen wurde Sam Hawkins eingeladen, der die Mannschaft entsprechend einstellte und vorbereitete. Hoffen wir, dass die Spieler aufmerksam waren und die Ratschläge auch anwenden werden.
Mal vor, mal zurück
So geht es im Moment im Tableau mal einen Schritt nach vorne, anschließend wieder einen oder gar zwei zurück. Momentan sieht es gut aus, mit einem fünften Platz am Ende der Saison wäre man zufrieden. Das wären immerhin vier Plätze besser als im vergangenen Jahr. Gleichzeitig würde es auch die erneute Qualifikation für Europa bedeuten, diese wurde erstmals in der Amtszeit von sf5078 im Altai verpasst. Gut ist auch, dass es keine Neueinsteiger gibt, je nach Konstellation ist es möglich, dass sich fast alle menschengesteuerten Teams für den EC qualifizieren, ein Team muss Dynamo hinter sich lassen. Das klingt zwar machbar, doch nach der vergangenen Saison ist sich in Barnaul niemand mehr so sicher, ob sf5078 noch der richtige Mann auf der Kommandobrücke ist.
Tabellenführer!
Was im Pokal nicht klappt, klappt in der Liga. Ural übernimmt nach ZAT 3 die Tabellenführung. Natürlich ist es eine Momentaufnahme und die Konkurrenz ist mit einem Punkt Rückstand auch nicht weit entfernt. Dennoch ist es erfreulich zu sehen, dass man immerhin mithält.
Der ZAT verlief eigentlich bei weitem nicht nach Plan. Zwar gewinnt man beide Heimspiele an diesem ZAT und dies erst noch mit Gegenwehr. Zenit St. Petersburg besiegte man mit 4:2 und auch Zuffi Lokomotive Moskau konnte man mit 2:1 besiegen. Den perfekten ZAT gab es aber wider erwartens leider nicht. denn es war der zweite Zuffi, die Ural ein Bein stellten. Zwar nimmt man einen Punkt mit beim 3:3 gegen Spartak Moskau, aber die Reserven wird so eine Ausbeute nicht freuen. 7 Punkte gab es also an diesem ZAT.
Am nächsten ZAT gibt es schon das nächste Duell gegen einen Zuffi. Zuhause wartet nämlich FK Krasnodar. Daneben gibt es das Heimduell gegen Dynamo Moskau und auswärts gegen Amkar Perm.
Blutrache?
Wild, wilder, Barnaul?
Jedenfalls lässt die Ankündigung sf5078's Ungutes erahnen. Spukte der Trainer der Sibiriesker (?) doch durchaus häufiger vor der Vergangenheit große Töne, ließ er diesen, zumindest in der Hinrunde, eher selten Taten folgen. Dennoch - Duelle gegen sf5078 sind immer etwas Besonderes, da der Trainer sehr schwer bis gar nicht auszurechnen ist. Irgendwie hat man in Moskau auch das Bauchgefühl, sf5078 würde dieses Mal nicht bluffen.
Das Bauchgefühl meldetete sich schon zum zweiten Male diese Saison; bereits den letzten ZAT titulierte der Trainerstab als potenziellen "Trap-Spieltag". Und siehe da: Auswärts gegen Kasan wähnte man sich bei einem Zwischenstand von 2:1 schon in Siegeslaune, bevor Rubin eiskalt zweimal zuschlug und eine äußerst ärgerliche 2:3 Auswärtsniederlage in den Büchern des Armeeclubs niedergeschrieben werden musste. Sam Hawkins' Ratschläge wurden also in diesem Spiel nicht befolgt. Immerhin eines der verbliebenen zwei Spiele wurden zum einen mit zitternden Knien gewonnen (1:0 gegen Dynamo Moskau), nur um im letzten Spiel zum anderen gegen den Zuffi wieder Beine aus Wackelpudding zu bekommen und 0:1 gegen Lokomotive Moskau zu verlieren. In Kombination mit der vorangegangenen 2:3-Niederlage wiegt diese Pleite doppelt schwer.
Zu all dem musste GerryG voller Entsetzen feststellen, dass sein Team am Ende der Rückrunde - außer gegen Perm - gegen ALLE anderen menschlichen Teams sein letztes Spiel auswärts antreten muss.
Das grenzt schon an Wettbewerbsverzerrung; die Reserven für die Rückrunde müssen immens sein, um bei der starken russischen Trainergilde etwas Zählbares mitnehmen zu können.
Vielleicht rät es sich daher auch, so schnell wie möglich damit anzufangen. Neben dem Heimspiel gegen sf5078 stünde am kommenden ZAT auswärts Ural Jekatarinburg mit Iceman und zu Hause der verpöhnte Zuffi mit Spartak Moskau zur Verfügung.
Welche Taktik wird GerryG wählen? Es ist - ganz entgegen der sonstigen Gepflogenheiten des ehemaligen Armeeclubs - an die Öffentlichkeit gelangt, dass über die Ausrichtung intern noch Uneinigkeiten herrschen; was wohl auch die regelmäßigen Besuche weißrussischer (bzw. belarussischer) und ukrainischer Bekannter erklären würde.
Wie gewonnen...
...so zerronen. Die kurze Liason mit der Tabellenführung ist nach nur einer Woche wieder beendet. Dennoch können sich die Swerdlovsker nichts vorwerfen lassen, haben sie doch die Pflicht erfüllt und dies erst noch mit grösster Effizienz. Gegen zuffi Krasnodar gab es einen 3:2 Heimsieg und gegen Dynamo Moskau mit 1:0. Auswärts wäre aber gegen Amkar mehr drin gewesen.
So mehren sich wieder die achso schnell kritischen Stimmen in Jekaterinburg wieder. Wenn man die Leistungen des echten Teams sehen würde, wäre man in torrausch ob dieser Tabellenlage eigentlich wohl froh. Man ist allerdings Titelverteidiger und der Druck bleibt hoch. Der Trainer denkt von ZAT zu ZAT und auf dem Menu stehen: Dynamo Barnaul und Rubin Kasan auswärts, sowie ZSKA Moskau zu Hause.
Wild, Wild, Siberia
Den Trapper Sam Hawkens einladen...da kann man in Süd- Sibirien nur müde drüber lachen. In Vorbereitung auf den Torrausch Klassiker gegen ZSKA reaktivierte sf5078 Stephen Hawking aus den unendlichen Weiten des Weltalls um von ihm zu erfahren, wie man das Schwarze Loch GerryG zerstrahlen kann. Die Grundlagen dieser Quantenfeldtheorie geht weiter über das praktische Verständnis von GerryG hinaus, somit dürfte es ein leichtes sein den zweiten Auswärtssieg der Saison gegen einen der stärksten Konkurrenten zu feiern. Sollte dies gelingen würde man sich in der Spitzengruppe behaupten, die Blutsbrüderschaft wäre damit wohl endgültig aufgehoben..."wenn ich mich nicht irre, hihihi“. Wild, Wild, Moskov...here we come again...far from distant Siberia...came for your blood.
Outplayed
Tja, an der Heim-Null werden sich auf ewig die Geister scheiden. Ob diese nun eine besonders clevere Idee war, sei mal dahingestellt. Sf5078's Ärger ist nachvollziehbar, doch der schwarze Peter liegt ebenso bei ihm. Müsste er doch wissen, dass GerryG stets unberechenbar bleibt. Zudem wurde im Zeitungsartikel angekündigt, dass man sparen müsse; bestreitet man doch fast alle letzte Spiele gegen menschliche Gegner in der Rückrunde auswärts. Des Weiteren stand es zu befürchten, dass sf5078 ausnahmsweise von seinem - zugegebenermaßen logischen und simplen - Muster abweicht, um in der Endabrechnung vor GerryG zu stehen. Zumal der vorherige Zeitungsartikel nichts Gutes verheißt. Sf5078 hätte also lediglich seinen großen Worten Taten folgen lassen können und einen Auswärtsangriff starten sollen. Eine 1 hätte gelangt. Eine 4 wäre noch schöner gewesen. Hätte er als großen Erfolg verkaufen können.
Leider gestaltete sich insgesamt der letzte ZAT für ZSKA Moskau nicht so erfolgreich wie erhofft, was zudem auch an der extrem vorsichtigen Setzweise der russischen Trainer liegt. Sie sollten sich vielleicht mal an der belgischen Liga ein Beispiel nehmen und einfach drauflos ballern. Gegen Barnaul zum Beispiel. Oder gegen den Meister Jekaterinburg. Hauptsache nicht gegen ZSKA.
Auch am nächsten Spieltag hat der Armeeclub sich Sparmaßnahmen aufgelegt, sodass die Gegner auf viele Punkte hoffen können. Hoffentlich geht das langfristig gut.
Vielen Dank auch an den Onkel für die Aufklärung der Pokalverwirrung. Seine Irritation ob der späten Setzung kann ich ebenfalls gut nachvollziehen. Leider ist es momentan etwas stressig, sodass zumindest ich keine sofortige Besserung geloben kann. Außerdem sind Sascha, Vitali und ich mittlerweile so gute Freunde geworden ...
Bei aller Liebe...
Bei aller Liebe...zuhause eine NULL setzen und dann sagen "ausgegeuckt"- das geht jawohl ein bisschen weit.
Bei aller Liebe...wer zuhause nicht fähig ist 0,8 seines prall gefüllten Kontos zu opfern hat nicht mal 0,1 Punkte verdient.
Bei aller Liebe...wer zuhause mit einer 0 NULL Meister werden will, der zählt Nachts im Bett wohl auch Einhörner.
Bei aller Liebe...eine NULL zuhause ist die Höchststrafe, die man gegen mich setzen kann. Das grenzt an Körperverletzung.
Bei aller Liebe...sollte man jetzt nicht abheben und sagen, das war geplant, die Meisterschaft sei jetzt reine Formsache.
Bei aller Liebe...sollte man bei einer Heim-NULL, ich wiederhole Heim-NULL davon sprechen, dass das ganze System sich gegen einen verschworen hat, da man ja soviele Auswärtspartien habe.
Bei aller Liebe...wer es zuhause nicht schafft eine Bude gegen mich zu schießen dem bleibt meine Liebe verwehrt.
Bei aller Liebe...bitte Onkel Dimitry und Tante Tatjana gebt dem Mann mehr Klares, anders ist dieses Leid nicht zu ertragen.
Doppelt gegen Perm
0:1, 0:1 - die zweite 0:1-Niederlage quasi hintereinander (an zwei ZATs) - Gerüchten zufolge tobte GerryG ob der Dreistigkeit von Perm-Profitrainer Netsrac. Schlau ausgeschaut hat er die Hauptstädter da. Dass es zum Rückrundenauftakt die direkte Chance zur Revenge gibt, mutet wie der gesamte Spielplan (wie bereits in vorherigen Artikeln erwähnt) ziemlich komisch an, kommt jedoch durchaus gelegen. GerryG kann erstens zweimal an denselben Ort reisen und kommt zweitens mit einer guten Portion Wut im Bauch an. Ein langweiliges Spiel sollte Netsrac besser nicht erwarten. Dieses Mal werden sich die Hauptständter zur Wehr setzen.
Generell ging das Mojo von GerryG in den letzten beiden Wochen ein wenig abhanden. Erste Patzer reihten sich ein (so wie ein rätselhaftes 0:0 ...) und man grüßt von da, wo die Sonne kaum hinscheint ... Der unteren Tabellenhälfte. Diesen Missständ gilt es so schnell wie möglich zu beheben. Außerdem wäre es erstrebenswert, das Torverhältnis aufzuhübschen. Der Nachteil dabei ist, dass die Reserven schwinden. Doch so ist das nun einmal im Laufe einer Saison, so geht es allen.
Neben Netsrac auswärts reist Rubin Kasan in die russische Hauptstadt. Wie immer ein kniffliger Gegner, für das Trainerteam sich ebenfalls genaustens eine angepasste Spezialtaktik überlegen muss. Zum Auftakt der Rückrunde geht es zudem noch ins Stadtderby gegen das trainerlose Spartak Moskau.
Rückrundenauftakt
Zum Auftakt der Rückrunde begrüßen wir im Stadion des himmlischen Friedens, ganz tief im Süden Sibiriens bei frostigen Temperaturen die Vereine von Jekaterinburg und Dynamo Moskau. Beide Gegner sind in der Regel die sibirische Kälte nicht gewohnt, spielen sie doch auch im Training auf Rasenheizung. Von solchen Annehmlichkeiten ist die Mannschaft aus Barnaul weit entfernt. Dank Tante Svetlana und Onkel Dimitry reicht es wenigstens zum Warmtrinken. Trainiert wird auf Beton mitten auf dem zentralen Platz der Stadt-das einzige Rechteckige Feld welches noch frei von Schneemassen ist. Für die Heimspiele liegt eine Sondergenhemigung zur Austragung der Spiele auf Beton vor. Die Altai-Männer freuen sich auf die Begegnungen. Ganz sicherlich werden die Fans einige Tore ihrer Mannschaft zu sehen bekommen, ist die Mannschaft doch heimoffensiv die Beste der Liga.
Aus dem Winterschlaf erwacht
Ungewöhnlich still war es in der Swerdlovsker Presseabteilung. Zu oft hat man die Regierung kritisiert und prompt musste man das unrühmliche Label "ausländischer Agent" auf die eigene Zeitung packen. Entsprechend verzichtete man wohl, auch aus Zeitgründen vorerst auf eine Veröffentlichung von Zeitungsartikeln in den letzten zwei Wochen. Sportlich läuft es Ural gar nicht mal so schlecht. Man ist auf Platz zwei, hat allerdings bereits 4 Punkte Rückstand auf die Spitze. Momentan kristallisiert sich heraus, dass wohl das auf Platz 7 stehende ZSKA Moskau wohl der Hauptfavorit auf den Titel ist und ihre Taschen vollgepackt in die letzten 15 Spiele starten kann.
Ausgerechnet gegen dieses ZSKA trifft man nun auswärts am nächsten ZAT. Zudem stehen auch Dynamo Moskau (zuhause) und Zuffi FK Krasnodar (auswärts) auf dem Plan.
- ausländischer Agent
Worten Taten folgen lassen
Letztes Mal spuckten beide Trainer vor dem Spiel des Jahres große Töne. Dabei wurde anscheinend vergessen die jeweiligen Mannschaften auf das Tore schießen vorzubereiten. Doch jetzt muss alles anders werden. Es folgen keine großen Worte, keine Kampfansagen oder andere Trash-Talk Methoden. GerryG will Meister werden, jammert jede Woche und vergisst dabei nicht das Schimpfen auf den ach so ungerechten Spieltag. Halten wir fest mit dem weitaus besten Rest-TK hat G. seinen Höhepunkt in der eigenen Hand. An dieser Stelle sei aber auch die Ambition von Dynamo Barnaul erwähnt. Wir wollen ebenfalls oben mitmischen und da ist G. uns ein gehöriger Dorn im Auge. Da hilft nur diesen Dorn am kommenden ZAT zu ziehen.
... und wieder gegen Barnaul
Und wie schon letzte Woche geht es in der folgenden Woche Schlag auf Schlag weiter gegen Dynamo Barnaul. Dynamo Barnaul - da war doch was? Klar, das schon jetzt legendäre 0:0-Heimunentschieden in Moskau zum Ende der Rückrunde, das Onkel Dimitry mit Fragezeichen im Gesicht und sf5078 mit kochendem Herzen zurückließ.
Ein 0:0 wird es in der Neuauflage (abermals in Moskau) ziemlich sicher nicht mehr geben. Hat GerryG doch etwas gut zu machen und muss dringend etwas fürs Torverhältnis zu tun. Unbemerkt von allen spielt sf5078 eine extrem cleane Saison (fast so clean wie Christoph Daums Haarprobe) und hat sich nach Ansicht des Moskauer Trainerstabs noch keinen Patzer in der Liga geleistet.
Die gesamte russische Liga und ihre Eliten verfahren da allerdings recht ähnlich. Wie bereits letzte Woche angeklungen, setzen alle extrem vorsichtig; einzig Zenit St. Petersburg haut traditionell auf die Pauke. Hier ist Vorsicht geboten: Letzte Saison reichte es - irgendwie und trotz stetig geringer Reserven - bis zum Schluss, um im Meisterschaftskampf mitzumischen. Auch Iceman mit Ural Jekatatinenburg hat aus seinen Fehlern der Vergangenheit gelernt und setzt seine Tanks sparsamer ein, sodass Onkel Dimitry im Zeitungsartikel zwar Iceman als Meisterschaftskandidaten anklingen lässt, sich aber zu keiner einzigen wirklichen Namensnennung durchringen lässt.
Dies entspricht durchaus dem bereits geschilderten Eindruck ZSKA Moskaus; und wer weiß, vielleicht können vor dem letzten ZAT alle Teams noch Meister werden?! Es ist und bleibt unfassbar eng und spannend ...
Bleibt es so bis zum Ende der Saison, käme das schlechte Torverhältnis den Moskauern in die Quere. Dagegen gilt es also dringend, etwas zu tun. Jedoch müssen auch die zahlreichen Auswärtsspiele in der Rückrunde Berücksichtigung finden. Wie bereits angesprochen, spielt ZSKA seine letzten Spiele gegen die menschlichen Gegner allesamt auswärts. Ein klarer Wettbewerbsnachteil.
Die einzige Ausnahme dieser Regel bildet das Team von Amkar Perm, dem man dieses Wochenende ein fieses 2:2 Auswärts-Unentschieden abluchsen konnte. Hierüber ist die Freude in Moskau wahrscheinlich größer als in Perm, auch wenn ein Dreier gerade auswärts natürlich noch schöner gewesen wäre. Ganz stark war auch die erfolgreiche Abwehr des versuchten Angriffs von Rubin Kasan auf das Heimspiel von GerryG am vergangenen ZAT. Grimson 84 probierte beim 5:3 des Armeeclubs alles, musste sich aber dennoch GerryG geschlagen geben. Es war das bisher beste Spiel der Saison.
Dieses Tempo gilt es in den Heimspielen beizubehalten; es darf kein Zweifel aufkommen, dass ZSKA Moskau höchstens gegen die Computergegner zu Hause Punkte abgeben wird. Das Auswärtsspiel gegen Spartak Moskau (0:2) belegte die traditionelle Schwäche von GerryG gegen eben jene KI, auch wenn der Weggang von markus ZSKA im Pokal sehr gelegen kommt. Daher gilt es auch hier, die Pace hoch zu halten.
Favorit? - I wo!
Seit letzter Woche erklären insbesondere sf5078 und Iceman GerryG zum designierten Meisterschaftsfavoriten. Woher sie diese Idee nehmen, bleibt jedoch schleierhaft. Der Onkel sieht jedenfalls eher den Eismann in Favoritenstellung.
GerryG muss dagegen - bei zugegebenermaßen eindrucksvollen Reserven - erstmal sieben (!) Punkte auf den ersten Platz aufholen. Und dazwischen liegen noch Ural Jekatarinburg (sechs Punkte Vorsprung auf ZSKA) und Barnaul (punktgleich mit ZSKA, doch dazu später mehr).
Aufgrund der aktuellen Tabellenkonstellation scheint es, als wollen die beiden Trainergranden von sich selbst ablenken. Insbesondere Iceman dürfte scharf auf die Titelverteidigung sein. Doch aus zuverlässigen Geheimdienst-Quellen (garantiert keine Doppelagenten) weiß GerryG, dass auch sf5078 den Meistertitel in Russland anstrebt. Gerüchten zufolge ist dieses Ziel das einzige, was den notorischen Tiefstapler noch im kalten Russland hält.
Weiteren, jedoch unbestätigten Gerüchten zufolge zieht es sf5078 ins ebenfalls verschneite, aber sehr wohlhabende Ausland, um dort ein Revival der ursprünglichen spanischen Liga anzustreben. Ob die Treuhandkonten unter dem strengstem Bankgeheimnis Europas dabei ebenfalls eine Rolle spielen, kann jedoch nur gemutmaßt werden.
Sportlich könnte es sf5078 diese Saison tatsächlich gelingen, sein Ziel zu erreichen. Den aufmerksamen Beobachtern ist schon längst aufgefallen, was für eine tadellose Runde sf5078 spielt. Dafür gebührt ihm nach der letzten Saison großer Respekt.
Schließlich ist sf5078 mit seinem Team Dynamo Barnaul das einzige Team Russlands (!), das sich weder auswärts noch zu Hause (!!!) auch nur einen einzigen Patzer geleistet hat. Des Weiteren verfügt sf5078 über kaum weniger Reserven als ZSKA ...
Zudem hat sf5078 noch das Rückspiel gegen ZSKA Moskau in Hinterhand. Dieses könnte und wird vermutlich auch - insofern kann man sf5078 durchaus Recht geben - ausschlaggebend sein, wer der beiden Trainerfreunde am Ende vor dem anderen steht: Der Meister oder sein Lehrling - eine uralte, seit jeher spannende Frage.
Was das anschließend tabellarisch ausgedrückt heißt, steht in den Sternen geschrieben. Schließlich gibt es auch noch andere, die um den Titel mitmischen wollen.
Damit GerryG mit ZSKA Moskau am Ende möglichst weit oben auf dem Podest steht, gilt es nun, die angesammelten Reserven sinnvoll einzusetzen. Heißt übersetzt: Die restlichen Heimspiele müssen gewonnen werden - und falls jemand einen Angriff darauf startet, darf dieser nichts bringen. Es wird also teuer für die Gegner. Für Moskau positiv beim kommenden munteren Scheibenschießen: ZSKA tut etwas fürs eigene Torverhältnis (und verschlechtert das der Gegner ;) ). Ob das dann tatsächlich zum Titel reichen wird, wird man sehen.
Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist gemacht: Ural Jekatarinburg wurde am vergangenen Spieltag vollkommen dominiert. Der Sieg war deutlich, teuer ... aber nötig (siehe das nach wie vor viel zu gute Torverhältnis Jekatarinburgs).
Davor schaute man Barnaul aus, das zwar - wie geschrieben - eine sehr saubere, aber bisher auch durchschaubare Saisontaktik fährt (Achtung in Zukunft!). Etwas ärgerlich mutet die abermalige Auswärtsniederlage (0:2) gegen das computergesteuerte Lok Moskau an. Hier wäre diese Saison bereits öfter mehr für GerryG und sein Team drin gewesen. Sollte ZSKA auswärts harmlos bleiben, muss man sich wohl wie so oft mit Blech zufrieden geben. Andere Teams haben da bereits mehr Vorarbeit geleistet und befinden sich in einer besseren Ausgangslage, um ganz vorne anzugreifen.
In den Schlussspurt
Die Hinrunde der Rückrunde wird bereits morgen Abend abgeschlossen. Ural steht immernoch auf Platz 2 und konnte die Lücke zum Leader Zenit von 4 Punkte auf einen Punkt reduzieren. Dennoch mag darüber nach wie vor kaum Freude einkehren. Der Rest der Tabelle atmet praktisch wortwörtlich in den Nacken der Swerdlovsker. Dies obwohl man 6 Punkte statt der erwarteten 3 holen konnte am letzten ZAT. So gab es gegen den designierten Erzfeind FK Krasnodar einen 4:2 Auswärtssieg. Mit dem 3:0 gegen Dynamo Moskau machte man die 6 Punkte voll. Immerhin freut man sich, dass man den Meisterschaftsfavoriten ZSKA Moskau 6 Tore abknöpfen konnte bei der blamablen 0:6 Auswärtsniederlage.
Es wird am Schluss auf jeden Punkt ankommen. Das letztjährige Ziel mit 66 Gesamtpunkten wird man wohl oder übel verpassen. Zu gross sind die 22 Punkte Differenz, zu klein sind die noch 12 zu spielenden Spiele (6 Heimspiele). Dennoch wird man aufs äusserste gehen.
Der große Favorit lauert...
...und verhält sich still wie ein Mäuschen, wenn die Katze davor sitzt. Doch hat ZSKA einiges zu feiern. Die Psychospielchen bei Veteran sf5078 haben sich ausgezahlt, das war wohl der billigste Heimsieg den Gerry je erzielt hat. Böse Zungen sprechen gar von einem Geschenk. Ach wie gut, dass noch nicht aller Tage Abend ist und das Rückspiel schneller folgt als Gerry lieb ist. Der Eismann hat ihn schon hinten im Feld ausgemacht und auch sf rechnet fest mit der ersten Meisterschaft GerryGs. Das Punktekonto ist gut gefüllt, noch besser sind nur die Reserven. So bleibt die Frage in den Raum zu stellen: Kann GerryG auch Favorit? Im Altai ist man gespannt wie der knappe Heimerfolg gegen Dynamo für die Zukunft genutzt werden kann. In Zukunft wartet aber auch Barnaul noch einmal auf den designierten Meister.
Ja moin
Ural schafft es dank einer hauchdünnen Führung an die Spitze der Liga. Platz 4 ist nämlich nur ein Punkt hinter den Swerdlovskern und die restlichen zwei sind sogar Punktgleich. Zurzeit spricht die Tordifferenz aber für die Jekaterinburger. Durch das unerwartete und unverständliche Ausscheiden in der Europa League, kann man sich wieder auf die nationale Geschäfte konzentrieren und möchte dort wieder gute Ergebnisse erzielen. So Unmöglich die Ausgangslage erscheint angesichts der anrollenden ZSKA Moskauer.
Am letzten ZAT schaffte man gegen einen anderen Moskauer, nämlich Spartak nur ein 3:3. Zu wenig gegen ein untrainiertes Team. Immerhin gewann man das zweite Heimspiel mit 4:0 gegen Amkar Perm.
Morgen geht es zuhause gegen Dynamo Barnaul - ebenfalls ein Reservenmonster - sowie auswärts gegen Zuffi Lokomotive Moskau und Zenit St. Petersburg.
Ab in die Vollen
Am nächsten ZAT beginnen für alle Teams in Russland die Wochen der Wahrheit.
Für ZSKA Moskau im Speziellen geht es los mit einem Heimspiel gegen den offensiven Zuffi. Ein Ärgernis, das es nichtsdestotrotz aus dem Weg zu räumen gilt. Ob dies sf5078 mit seinen nebulösen Andeutungen zum Zuffi gemeint hat, bleibt offen.
Anschließend reist ZSKA nach Kasan. Der immer schwer einzuschätzende Grimson 83 hatte in der Vergangenheit ein gutes Händchen gegen GerryG; hat allerdings deutliche Reservenachteile. Wagt der Armeeclub einen erneuten Auswärtsangriff, nachdem man am vorherigen ZAT endlich zum zweiten Mal erfolgreich war - allerdings gegen einen Zuffi. Im letzten Spiel des kommenden ZATs kommt Amkar Perm. Netsrac hat diese Saison nicht ganz so ein starkes Händchen; ihn gilt es jedoch ebenso wie Grimson 83 nicht zu unterschätzen.
Wer den vorherigen Artikel aufmerksam verfolgt hat, dem sollte die Marschroute des Armeeclubs klar und deutlich vor Augen sein.
Ohnehin rechnen die Verantwortlichen der Hauptstadt eher damit, dass es zumindest für das Team von GerryG am vorletzten ZAT ans Eingemachte geht. Dann nämlich folgen die brutal schweren Auswärtsspiele in Barnaul und in Jekatarinburg. Gerade in Barnaul sollte es keinen überraschen, wenn nicht wesentlich mehr Tore fallen als im 0:0 der Hinrunde in Moskau. Sogar ein 7:7 erscheint im Bereich des Möglichen.
Und sicherlich ist der Anstieg in der Tabelle von ZSKA Moskau auch nicht Iceman verborgen geblieben; der trotz leicht geringerer Reserven als Meister nicht nur ein Wort im Titelkampf mitreden wird.
Doch bevor man bereits an den nächsten Schritt denkt, muss der Fokus auf dem 10. ZAT liegen. Sollte es gelingen, hier mit sechs Punkten herauszugehen, kann man sich immer noch den Kopf darüber zerbrechen, wie man den beiden oben genannten Meisterschaftsanwärtern ein Bein stellen kann. Aktuell hat man in Moskau noch nichts erreicht und es gilt, bescheiden zu bleiben.
Wie manche sich aufregen
Zu manchen gehört auch sf5078, in diesem Fall ist der Artikel jedoch jmd. anderem gewimet. Wobei er gleich mehreren Kontrahenten gleichzeitig gewidmet sein könnte.
Manager, Trainer, Physiotherapeut...alles das ist sf5078 bei Barnaul. In guten wie in schlechten Zeiten. Zu Beginn waren diese gut, am Ende eher schlecht. Sf5078 regte sich auf, fluchte wie ein Rohrspatz und stellt immer wieder ernüchtert fest, dass es nicht DIE Taktik oder DIE Gegner gibt. Das gilt auch für das Thema Zuffi. Natürlich rege ich mich tierisch über die drei des Zuffi auf, dennoch verbietet es mir der Respekt vor dem Spiel, den Mitspielern und den Verantwortlichen bei Torrausch auch nur die leiseste Kritik zu äußern. Festzuhalten ist, es handelt sich immer noch um ein Spiel- bei dem Zuffi eben auch mit Zufallsgeneratoren. Daher ist es mehr als unangebracht in solchen, vermeintlich schlechten Situationen, Kritik am System zu äußern. Wer dies tut sollte sich erstmal der Herausforderung stellen selbst Hand anzulegen, eine Liga zu führen.
Der erwartete Fall
Lange konnte man sich oben halten und nun erfolgte der Fall. Tabellenführer und wahrscheinlicher Meister... ZSKA Moskau. Den Tag soll man bekanntlich nicht vor dem Abend loben. Es stehen noch 6 Spiele an, die jedem Team alles abverlangen werden. Jekaterinburg, mittlerweile auf den 4ten Platz zurückgefallen, werden alles daran setzen zumindest auf die Champions League Qualiplätze zu landen. Ein kurzer Blick auf die 5 Jahreswertung verrät... Platz 4 ist dafür mindestens nötig. Ein machbares Ziel nach diesem ZAT.
Man gewann auswärts gegen Zuffi Lokomotive Moskau und verlor, auch praktisch erwarteterweise gegen Dynamo Barnaul mit 1:4. Man sparte seine Tore für die letzten 6 Spiele, welche es in sich haben werden. Zuhause geht es gegen Krasnodar und den Fastmeister ZSKA und auswärts geht es gegen Dynamo Moskau. Besonders letzterer dürfte noch grössere Konkurrenz auf Platz 4 sein.
Die Anspannung steigt
... und der Zeitungsartikel lässt noch auf sich warten. Iceman und sf5078, nehmt euch in Acht! Selbst der Onkel kann seine Aufregung nicht mehr zügeln und verschiebt vor lauter Anspannung den ZAT auf Donnerstagmorgen. Dann hoffentlich mit unterhaltsamen Spielberichten. Endlich haben die russischen Schreiber Zeit gefunden und hauen in die Tasten.
Doch selbst wenn der Onkel am 11. ZAT noch keine Schreibmaschine findet: Die russische Saison 2021-3 steuert auf einen atemberaubenden Endspurt zu. Nicht nur im Pokal (an dieser Stelle ein Wink mit dem Zaunpfahl nach St. Petersburg), sondern auch - oder gerade! - in der Liga.
ZSKA Moskau hat sich im Laufe der Saison immer weiter gesteigert und sich in der Rückrunde zu einer Tormaschine gewandelt, die nur schwer zu stoppen ist. Insbesondere in den Heimspielen versuchten die Gegner gar nicht mehr ihr Glück und sogar gegen die computergesteuerten Teams war das Glück GerryG und seinen Mannen hold.
Zwei Spieltage vor Schluss steht man genau da, wo man am Anfang der Saison zu exakt diesem berechneten Zeitpunkt stehen wollte.
... Moment, exakt berechnet? Heißt das etwa, GerryG WOLLTE genau an diesem Ort zu diesem Moment stehen?
Beweisen kann das keiner; zuzutrauen wäre es dem Kopfmenschen GerryG jedoch ohne jeden Zweifel. Allerdings wissen wir alle: Den vorgetretenen Pfad gilt es, zu gewissen Zeiten zu verlassen und auf Abweichungen zu reagieren. Soll heißen: Sicherlich lief nicht alles nach Plan, das Resultat bis hierhin entspricht jedoch den eigenen Erwartungen und Berechnungen.
Es folgt nun der schwerste Teil der Heldenreise: Die Früchte der Arbeit zu ernten. Wie GerryG die gesamte Saison gebetsmühlenartig wiederholte, meint es der Spielplan ganz und gar nicht gut mit dem Moskauer Armeeclub. Es folgen nur noch zwei Heimspiele, beide gegen computergesteuerte Teams - von denen zudem im schlimmsten Falle eines offensiv eingestellt sein wird. Dieses zweifelhafte Vergnügen musste GerryG am vergangenen ZAT bereits einmal bestreiten; nur um in der Folge über einen gewohnt harmlosen Computer-Gegner enttäuscht zu sein.
Wer dagegen die Heimspiele gebunkert hat, ist sf5078. Ganz entsprechend seines TKs ist davon auszugehen, dass der Lehrmeister alle verbliebenen sechs Spiele gewinnt - und selbst wenn es nur fünf sind, bekäme ZSKA Moskau Probleme.
Der zweite im Bunde ist nicht nur ein Favorit der heute startenden Darts-WM, sondern auch der russischen Liga. Die Rede ist natürlich von Iceman, der mit drei Heimspielen im Rücken und ebenfalls ansehlichen Reserven auflaufen kann. sf5078 hat sogar vier Heimspiele, ZSKA Moskau, wie geschrieben, kümmerliche zwei (gegen Computer).
Ein Außenseiter im Bunde ist tatsächlich auch noch aufgetaucht: Dank der Leichtsinnigkeit von Amkar Perm blickt Dynamo Moskau mit dem England-Legionär Sir Topse zumindest mit der Nasenspitze über die Tischkante. Zwar gehört auch einiges an Näschen und Cojones dazu, so kurz vor Schluss auswärts eine Zwei zu setzen; noch vielmehr muss die drei Anwärter aufs Treppchen jedoch die Naivität des eigentlich so routinierten Netsrac verwundern. Vielleicht handelte es sich ja um einen Fall von Altersmilde. Interessanterweise könnte Netsrac am letzten ZAT noch eine entscheidende Rolle einnehmen.
Doch bevor man sich in Moskau zu sehr mit den anderen beschäftigt, richtet man zum Abschluss den Blick lieber auf sich selbst. Man ist weit gekommen, steht an der Stelle, die man sich erhofft hat und muss nun mit ordentlich Antrieb den Turbo starten. An Treibstoff (Nitro aus dem Reservetank!) und Motivation darf es nicht scheitern. Es bahnt sich ein Herzschlagfinale an, wie wir es schon am Wochenende mit den bunten, im Kreis fahrenden Autos bewundern durften. In der Pole Position befindet sich der Armeeclub - Ausgang derzeit leider noch unbekannt.
Natürlich gibt es in solchen Situationen aus Prinzip nur zwei Möglichkeiten: Abhauen oder draufhauen.
Wir spielen auf Sieg
Die Mannschaft liegt neun acht Punkte hinter dem designierten Meister. Die Schale kann GerryG eigentlich nur noch aus der Hand geben, wenn er sich vor Angst vor lauter Auswärtspartien in die Hose sche***. In einer Sache hat er allerdings zu Recht Angst. Das Auswärtsspiel in Barnaul wird für ihn das schwerste der Saison. Die ganze Mannschaft ist heiß dem Armeeklub auf dem Weg zur Meisterschaft ins Stolpern zu bringen. Die weiteren Spiele werden nicht weniger fahrlässig angegangen. Endlich muss der perfekte ZAT her um am Ende noch ein entscheidendes Wörtchen in puncto Meisterschaft mitreden zu können. Sollte es schlecht laufen ist der Traum bereits nächste Woche in Lummerland. Der Countdown wird spannend, Dynamo zeigt sich hochmotiviert für den Endspurt.
Last Order bei Tante Emmaskova
Ist Dynamo schon reif für die Meisterschaft? Ich denke nein. Aber wer weiß das schon, den i"n Russland sein möglich alles", wie Onkel Dimitri Datei würde...aber nun muss einkaufen ich im Tante Ernma Laden um die Ecke, weil kommen Onkel Vitali aus Kiew zu Besuch heute, und bringen Bruder Vladimir mit.
Champions League in Gefahr
Vor dem letzten ZAT läuten in Jekaterinburg die Alarmglocken. Nein, es ist nicht Covid, nein, es ist nicht der repressive Staat - man droht die Champions League zu verpassen. Drei Spiele vor Schluss steht Ural nämlich nur auf dem 5ten Tabellenplatz und muss einen Platz gut machen für die Champions League Quali. Viel vorzuwerfen hat man sich eigentlich nicht. Gegen Krasnodar gewann man zuhause mit 3:1 und gegen den Kronfavoriten ZSKA Moskau gar mit 7:0. Entsprechend holte man sich die 6 Pflichtpunkte am letzten ZAT.
Auch wenn es nur drei Punkte bis zur Spitze sind, ist Mission Titelverteidigung nicht mehr im Fokus der Jekaterinburger. Nur noch die Champions League. Hierfür gilt es Punkte zu sammeln und dies gegen unangenehme Gegner. Auswärts geht es gegen Zuffi Spartak Moskau und Amkar Perm, zuhause spielt man gegen Rubin Kasan. 6 Punkte möchte man sich mindestens holen!
Saisonende !
Die letzten 3 Spieltage stehen an und für Altmeister Netsrac und Amkar Perm geht mit einer durchwachsenen Saison über die Ziellinie. Dank der immer noch guten Position in der 5-jahreswertung wird es aller Vorraussicht für einen Platz in der Europa League reichen.
Zusammengefasst sind wir alerdings unter unseren Möglichkeiten geblieben.Ein Champions League -Platz wurde verfehlt,die Gruppenphase im russischen Pokal wurde nicht überstanden und in der Champions League wurde erneut die Gruppenphase nicht geschafft. Naja,einziger Lichtblick war nach dem Abstieg in die EL das Erreichen des Viertelfinale,was glaube ich doch als ein kleiner Erfolg gewertet werden kann.
In den letzten 3 Spieltagen können wir daher entpsannt dem Meisterschaftskampf zuschauen und vielleicht,wie auch immer dies aussieht,ein Zünglein an der Waage sein.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei Onkel D. für die tadellose Berichterstattung,sehr gerne bei einem reinen klaren Wodka würde ich auch mit Dir anstossen und dem Rest der Liga eine fairen letzten Meister-ZAT, ein frohes Weihnachtsfest und ein gesundes coronafreies Jahr 2022.
Bleibt der russischen Liga treu,denn die ist einfach nur geil...ansonsten wäre ich nicht schon so lange hier.
Sportliche Grüße aus Perm vom Liga-Opa Netsrac !!!
P.S-: ...oder ist jemand älter ?
Herzschlagfinale
Wie sich am Ende der Saison herausstellt, hatte GerryG über die gesamte Saison recht behalten. Die russische Saison steuert auf ein echtes Herzschlagfinale zu. Und wie vorhergesagt, ist es durchaus möglich, dass die Anzahl der Auswärtsspiele am Ende der Saison entscheidend wird.
Aus diesem Grund wählte GerryG am letzten ZAT völlig unerwartet eine äußerst defensive Taktik gegen die beiden direkten Konkurrenten - und lag damit mutmaßlich genau richtig. Bei der 5:0 Niederlage in Barnaul zog man gar noch eine furiose Schlussoffensive in Betracht, die diverse Aufholjagden in den Schatten gestellt hätte. Dem gegenüber zog man gegen Jekatarinburg einen ernsthaften Angriff nie in Betracht - zu Recht, wie die peinliche 0:7 Niederlage offenbarte. Das einzige Heimspiel wurde gegen einen gewohnt harmlosen KI-Gegner souverän gewonnen. Ein bisschen ärgert man sich sogar, dass kein Team in der Rückrunde, ob menschlich oder nicht, einmal einen kleinen Auswärtsangriff in Moskau gestartet hätte. Dieser wäre zwar selbstverständlich fruchtlos gewesen, aber dann würde die Tabelle und vor allen Dingen die Ausgangssituation vor dem letzten ZAT anders aussehen.
Um das Torverhältnis braucht man sich nun in Moskau keine Gedanken mehr zu machen (eine kleine Abweichung vom Plan); mehr Gedanken macht eventuell noch das 0:0 in der Hinrunde zu Hause gegen sf5078. Dass dieses Spiel GerryG doch nochmal auf die Füße fallen könnte, kommt tatsächlich eher unerwartet für die Hauptstädter.
Zu den beiden üblichen Verdächtigen sf5078 und Iceman haben sich vor dem letzten ZAT zwei weitere überraschende Konkurrenten um das Podest in Stellung gebracht: Völlig unerwartet haben sich Dynamo Moskau und Zenit St. Petersburg nach vorne geschlichen. Viktor zeichnete sich dabei als Underdog und großer Kämpfer aus, dafür gebührt ihm großer Respekt. Einzig im Pokal hätte man sich in der Hauptstadt mehr Kampfgeist aus der sonst so mächtigen Zarenstadt gewünscht. Wie dagegen der England-Legionär Topse mit seinem dynamischen Hauptstadtteam so weit nach oben klettern konnte, ist ein kleines Rätsel. Doch es gilt, mit den gesparten Reserven am vorletzten ZAT die beiden Emporkömmlinge in die Schranken zu weisen.
Freilich - ob dies reichen wird, ist fraglich. Spielt man neben den beiden Auswärtsspielen das letzte verbliebene Heimspiel gegen den offensiven Zuffi. Es wäre schon eine sehr bittere Ironie des Schicksals, in diesem Moment die volle Breitseite der KI zu spüren zu bekommen.
Favoriten sind und bleiben andere - auch wenn Gerüchten zufolge bereits Schweizer Bankkonten geplündert werden, um auf einen Moskauer Club setzen zu können. sf5078 wird sich am letzten ZAT ziemlich sicher neun Punkte schnappen und dann wird es schwer, ihn aufzuhalten. Im Falle von zwei Siegen und einem Unentschieden von ZSKA wären die Mannen aus dem Altai aufgrund des wesentlich besseren Torverhältnisses vor den Hauptstädtern. Dann wäre es tatsächlich das 0:0 aus der Hinrunde, das mutmaßlich die Meisterschaft entscheiden würde. Doch auch für alle anderen Trainer geht es um nichts weniger als die Meisterschaft. Sogar Perm kann sich noch - zugegebermaßen eher geringe - Chancen ausrechnen. Doch ein Sieg gegen den oder die richtigen Gegner könnte am letzten ZAT jedes Team nach vorne katapultieren.
ZSKA Moskau hat in diesem Herzschlagfinale die Pole Position verloren; holt aber mit vollen Reserven zum Rundumschlag aus. Für was das am Ende reichen wird, wird sich am Mittwochabend zeigen.
Geh aufs Ganze
Die Show mit Jörg Draeger fand vor Weihnachten ein Revival. Im Sinne der Spielshow und deren Motto wird Trainer sf5078 seine Mannschaft für die letzten drei Spiele der Saison vorbereiten. Keine Taktik Spielchen mehr, kein Zögern und auch kein Hadern. Zu viel steht auf dem Spiel. Auch wenn Dynamo Barnaul sicherlich nicht der große Favorit auf den Titel ist, liegt dieser im Bereich des Möglichen. Mit drei Siegen aus den verbliebenen Partien kann die Mannschaft Druck aufbauen auf die Konkurrenz an der Spitze. Die Lage ist verzwickt, denn direkte Duelle gegen die Favoriten aus Moskau gibt es nicht mehr. Doch auch Viktor, bekanntlich Übungsleiter bei Zenit Sankt Petersburg, hat noch ein Wörtchen um die Meisterschaft mitzureden. Dieses Duell muss also gewonnen werden. Bleiben doch die beiden Partien gegen Perm und Lokomotive. Amkar weiß wie es sich anfühlt an der Spitze zu stehen. Auch wenn ihre Saison bisher noch nicht nach Plan verläuft könnten sie versuchen Barnaul mit einem Sieg den CL-Platz abzuluxen. Außerdem steht noch das Spiel gegen Lok Moskau auf dem Programm. Die Mannschaft steckt mitten im Abstiegskampf, es gilt zu befürchten, dass sie alles in die Waagschale werfen werden, was im Bereich ihrer Möglichkeiten steht.
Bleibt der Blick zurück, der Blick auf den schärfsten Konkurrenten. Zwar konnte ZSKA Moskau vergangenes Wochenende deutlich deklassiert werden, doch der Armeeklub hat es weiterhin selbst in der Hand die Meisterschaft einzutüten. Die Augen richten sich gespannt auf den Mann aus der Hauptstadt. So könnte für unser Dynamo am Ende der ungeliebte Zonk übrig bleiben.
Ein Dank an alle
An dieser Stelle möchte ich mich bei euch Mitstreitern für die spannende Saison bedanken. Ihr habt es mir wahrlich nicht leicht gemacht. Ebenso muss an dieser Stelle die Presselandschaft unseres Landes erwähnt werden, viele Artikel machen einfach Spaß hier am Ball zu sein.
Ein weiterer Dank geht an unseren LL Dimitry. Er und seine Sippe sorgen doch fast Woche für Woche für unterhaltsame Texte und Analysen, zum Glück liegt der Onkel immer weit von der Realität entfernt.
Bleibt mir Ade zu sagen. Meine Mission in Rossiya ist erfüllt. Ihr habt es mir Jahr für Jahr schwerer gemacht. Ausgerechnet in diesem Jahr hatte ich nicht mit dem Titel gerechnet, immerhin ging es von 9 auf 1 hoch. Schweren Herzens verlasse ich meinen Verein im Altai, welcher übrigens nicht im Westen oder Osten des Landes liegt, sondern relativ zentral südlich. Mein Nachfolger darf gerne die geographischen Erkenntnisse für euch erörtern. Vielleicht holt er/sie ja gar die Champions League, dann wäre die Vitrine komplett.
Zu guter letzt die Aufklärung des Namens, damit der Onkel sich nicht zuviel Wodka einverleibt und euch auch 2022-1 zufriedenstellend betreuen kann. Mit sf5078 beschreibt sich einer meiner größten Hits
G.I. Blues (LP, Album, Stereo,
1st Fully Laminated). Denn der "King of Pop is alive".
Frust
Das wird zwar kein schöner Artikel, aber der muss trotzdem raus:
Zunächst Glückwünsche an den verdienten Meister, der eine nahezu perfekte Saison gespielt hat.
An die zwei Konsorten, gegen die ich gespielt habe: In gewisser Hinsicht kann ich eure Setzung nachvollziehen, insbesondere die aus der Zarenstadt - wenn man aber die gesamte Saison nichts schreibt und dann - dazu noch kurz vor knapp - einen Artikel schreibt, um nur in einem einzigen Spiel alles rauszuballern, fehlt mir das Verständnis für solche Aktionen. Zudem vollkommen klar war, dass man so nichts gewinnen wird. Das wird - insofern ich in Russland bleibe - Konsequenzen haben - und ja, da bin ich stinksauer. Ich spiele, um zu gewinnen - was so aber unmöglich ist.
Über die vier Auswärtsspiele am Ende werde ich mich lange ärgern, aber klar: Die Punkte hätte ich vorher holen können, trotz des Wettbewerbsnachteils.
Zum Abschluss noch einige versöhnliche Worte: Es war jemand besser als ich - derjenige hat auch (offenbar von den anderen Spielern unbemerkt) eine meiner Meinung nach nahezu fehlerfreie Saison gespielt. Das gebührt Lob und Anerkennung und es ist - und das fällt mir tatsächlich nicht schwer - der logische und verdiente Meister, den man auch erwartet hat (Bewerbungen für Lotto und Berater sind raus!)