Neue Saison, neuer Verein
Iceman wechselt wieder nach Russland! Angetan hat ihm Ural Jekaterinburg, der Verein an der europäisch-asiatischen Grenze. Wieso Ural?
Nun, der Trainer war letztes Jahr an der Weltmeisterschaft in Russland und durfte auch das neu gebaute Stadion in Jekaterinburg besuchen. Daneben durfte man auch einige gute Leute kennen lernen und durfte die Stadt danach mehr als nur einmal besuchen. Somit sah man das echte Ural Jekaterinburg mehr als nur einmal spielen."Der Verein hat ein enormes Potential und ein sehr gutes Stadion. Darauf kann man aufbauen", sagte Iceman.
Ist man dem Druck gewachsen? Schliesslich kommen die meisten Fans aus dem Uralmash-Viertel, denen auch noch heute Verbindungen zur Mafia nachgesagt werden. "Ural muss seit Jahren untendurch und ich bin überzeugt, dass ich die Ergebnisse des Zuffis übertreffen kann. Druck spürt man nicht, sondern eher Zuversicht", meinte Iceman.
Was hält der Trainer denn von der Stadt selbst? "Es ist eine sehr unterschätzte Stadt in Russland mit enorm viel Historie. Dies fängt schon an mit dem Exil und der anschliessenden Ermordung der letzten Zarenfamilie und damit dem Beginn des Kommunismus. Dies Stadt selbst ist heute meist das östliche Sprungbrett für junge Leute, um nach Moskau oder St. Petersburg zu gehen. Zumindest fussballtechnisch möchte ich diese Entwicklung aufhalten."
Der Tanz auf drei Hochzeiten
Und wieder beginnt eine neue Saison. Und wieder tanzt der ZSKA Moskau mit Startrainer Andi von Hideta auf drei Hochzeiten. Nach den bescheidenen Ergebnissen in der Meisterschaft in der vergangenen Saison soll jedoch dort das diesjährige Hauptaugenmerk liegen. In alt bewährter Weise will sich Startrainer Andi von Hidet mit seinem Team um einen Platz in der Champions League bemühen. Um dennoch dem Dreifachdruck standhalten zu können, hat sich die Mannschaft personell verstärkt. Es gabe keine Abgänge zu verbuchen, indessen aber in allen Bereichen der Mannschaft mindestens einen Zugang. So verstärkt das kubanische Torwarttalent Hernando Javez die Mannschaft. Der erst 17-jährige ist schon mit 5 A-Nationalmannschaftseinsätzen aufgefallen und hat sich dort ganz gut angestellt. Startrainer Andi von Hideta sieht in ihm Starpotential. In der Abwehr wird der Mongole Siwan Khan Genisem auf der wieder auflebenden Vorstopperposition zum Einsatz kommen. Mit seiner hünenhaften Gestalt und einer Körpergröße von 2,13 m soll der vermeintliche Nachfahre von Dschingis Khan jedem gegnerischen Stürmer dem Zutritt zum Moskauer Strafraum verwehren. Der Dribbelkünstler Pax Peng aus China zieht künftig im Mittelfeld mit die Fäden. Im Angriff sorgt Igor Bolzanov für Tore. Berüchtigt ist er für seine harten Schüsse, die angeblich bis zu 217 km/h schnell sein sollen. Die Mannschaft ist also gewappnet für die kommenden Spiele.
Wiedereröffnung der Spartak Presseabteilung und Saisonanfang
Gute Neuigkeiten aus Moskau. Die Renovierungsarbeiten in Spartaks Medienzentrum sind abgeschlossen und Spartaks Presseabteilung ist fortan, nach über einer Saison Zwangspause, wieder geöffnet. Damit dies auch künftig so bleibt und nicht wieder alles wie beim letzten Mal von ZSKAs Hooligans vandalisiert wird, haben wir ein paar Leute eingestellt die für wenig Geld noch weniger Fragen stellen. Nun zur Aktualität: Die Saison hat noch gar nicht angefangen und es gibt schon einiges zu berichten. Absteiger Chimki wird von Krylja Sowetow Samara ersetzt. Der amtierende Meister Krasnodar, Zenit, Amkar Perm, Rostow, Pokalsieger ZSKA und Lokomotive Moskau befinden sich weiter in bewährten Händen. Eine große Überraschung gab es jedoch in Jekaterinburg. Der Klub-Präsident hat auf die ständige Kritik, Jekaterinburg würde einen langsamen und langweiligen Fußball spielen, reagiert und hat sich Kimi Räikkönen als Trainer geschnappt. Mehr Tempo ist also vorprogrammiert. Und sollte es nicht so gut laufen dürfte der Trainer wenigstens schnell genug sein um den wütenden Fans aus dem Weg zu gehen. Zu hoffen bleibt nur, dass Jekaterinburg nicht vor dem Ende der Saison der Sprit ausgeht.Eine weitere Überraschung gab es in Kazan. Trotz guter Resultate wurde Trainer cerafino entlassen. Wir haben bei Spartak Trainer redlion nachgefragt ob er vielleicht etwas Näheres über die Gründe dieser Entlassung gehört hat:"Also rein als Trainer kann man cerafino nichts vorwerfen, taktisch und spielerisch war Rubin Kasan immer auf der Höhe. 3 Pokalsiege und 2 Meistertitel in den letzten 5 Saisons, solche Zahlen lügen nicht. Wie ich gehört habe sieht man das bei Kasan genauso. Was mir allerdings auch zu Ohren gekommen ist, ist, dass der Trainer privat etwas freizügiger war und etwas mit mehreren Spielerfrauen gleichzeitig gehabt haben soll und das Beste ist, dass es den Frauen egal war. Na ja, den Spielern war es jedenfalls nicht egal als sie es mitbekommen haben und der Klub stand vor der Entscheidung mehrere neue Spieler suchen zu müssen oder einen neuen Trainer und da hat man sich halt entschieden den Trainer gehen zu lassen. Bis jetzt hat man jedoch noch keinen Ersatz gefunden. Ich muss aber sagen, dass cerafinos Verhalten mich doch sehr überrascht hat."Wieso?"Na als Trainer hat man es aus beruflichen Gründen nicht ganz gerne wenn einem jemand zu nahe rückt, deshalb hasse ich auch den Saisonanfang. 10 Teams mit Punktgleichstand auf einem Haufen und einer der Trainer heißt auch noch McLover.Da läuft es mir kalt den Rücken runter wenn ich nur dran denke." Zum Zeitpunkt des Interviews hatte Trainer redlion Recht dass Kasan noch keinen neuen Trainer gefunden hatte. Mittlerweile ist man jedoch fündig geworden: Viktor, der vor ein paar Saisons noch Spartak Moskau geleitet und danach von der Bildfläche verschwunden war, feiert sein Comeback. Abzuwarten bleibt ob er an frühere Glanztaten wie der zweifache Meistertitel mit Zenit St. Petersburg anknüpfen kann.
+++Nach Pokalsieg und Meisterschaft: FK Krasnodar will CL aufmischen+++Nationale Ziele: Pokalsieg und Top 3 in der Liga
28/08/2019: Kapitän Aleksandr Martynovich reckt die Meistertrophäe gen Krasnodarer Himmel! Minuten zuvor haben die "Grünen" , mit einem 5:0 Sieg gegen den FK Rostow, die Meisterschaft in der Saison 2019-2 perfekt gemacht. Eine Meisterschaft die völlig verdient ist, eine Meisterschaft in der es bereits nach 3/4 der Saison keinen anderen Titelträger geben konnte. Nach 2 furiosen ZATs folgten 2 schwache ZATs und das Abrutschen ins Mittelfeld doch ab diesem Zeitpunkt ging es für FK Krasnodar nur noch in eine Richtung, nach oben. Am 9.ZAT eroberte man die Tabellenspitze zurück und gab diese fortan auch nicht mehr ab. Somit wurde das Saisonziel erreicht! Nach 2 McLover-Saisons,mit 2 Titeln spricht quasi keiner mehr von Fuchur, ausser wenn es um internationale Lorbeeren geht, dieser Schritt soll diese Saison folgen, das internationale Geschäft geniesst 2019-3 Priorität...!
Krasnodar (Trainingsplatz Vladimir Prochinov) - Bei angenehmen 20 Grad an einem Mittwoch vormittag heisst es Intervaltraining, gefolgt von Ausdauertraining mit Medizinbällen (Quälix lässt grüssen): der FK Krasnodar hat wieder mal grosse Ziele für die neue Saison, und dieses Mal sind diese nicht unbedingt nationaler Natur. Obwohl...den Pokalsieg will man nach dem bitteren letztjährigen Pokalaus in der Vorrunde (1 Tor fehlte zum Halbfinale) dann doch wieder in der prallgefüllten Trophäensammlung stehen haben, national wird man sich diese Saison auch mit einem 3.Platz begnügen, DENN das grosse Ziel heisst diese Saison: Champions League. Nach dem Aus in der Vorrunde (2019-1) sowie dem Aus in der 2.Qualifikationsrunde (2019-2) will sich der CL-Sieger von 2017-1 in diesem Wettbewerb entgültig wieder zurückkämpfen. Dafür hat man nach den zusätzlichen Einnahmen durch den Meistertitel keine Kosten und Mühen gescheut und mit Kurt Zouma (24/Innenverteidiger) von Chelsea sowie Thomas Lemar (23/Linksaussen) von Atletico Madrid vor Tagen nochmal hochbegabtes Materiel verpflichtet. Rechtsverteidiger Marvin Martins (Innenverteidigung) sowie Angreifer Marcus Berg standen bereits vor Ende der Saison 2019-2 als Neuzugänge fest. Zudem kehren Laurent Jans (Rechtsverteidger), Daniil Utkin (zentrales Mittelfeld) sowie Ivan Ignatjev (Stürmer) von ihrer einjährigen Leihe von 1860 München sowie Rémy Cabella (defensives Mittelfeld), Toni Vilhena (zentrales Mittelfeld) und Younes Namli (offensives Mittelfeld) von ihrer zweijährigen Leihe aus St.Etienne zurück. Nicht mehr zum Aufgebot gehören: Cueva, Andre Ivan, Pereyra, Kaboré, Shishkin, Gritsaenko, Golubev, Markov, Mamaev und Strandberg. Franck Ribéry und Arjen Robben gehen in ihre letzte Saison bei FK Krasnodar.
"Unser Fokus liegt diese Saison ganz klar auf internationalem Parkett, die letzten 2 Saisons waren da sehr enttäuschend. Trotzdem schenken wir national natürlich nichts ab, es wird sehr schwer den Spagat zu schaffen aber mit unseren Neuzugängen und den Leihspielern die reifer zurückgekommen sind, bin ich optimistisch dass wir das Bestmögliche rausholen werden", so der Luxemburger McLover. Der Kader wirkt äusserlich sehr aufgebläht doch gerade im Sturm wird sich, trotz grossem Aufgebot, wohl kaum einer über mangels Spielpraxis beschweren. 3 Wettbewerbe bieten für Cheryshev, Ari, Ignatjev, "Sully" Suleymanov, Wanderson und Marcus Berg ausreichend Gelegenheit sich zu zeigen. Auch gibt es keinen Grund das erprobte 4-3-3 aus den letzten Saisons in Frage zu stellen, zumal mit Kurt Zouma die fällige Baustelle in der Innenverteidung geschlossen sein sollte.
Doch auch die Konkurrenz hat nicht geschlafen: Spartak und ZSKA Moskau haben sich ebenfalls gut verstärkt und blasen zum Angriff nach oben, Rubin Kazan dagegen musste den Verlust ihres Trainers cerafino sowie etlichen Stammspielern hinnehmen und dürfte diese Saison wohl keine Rolle im Kampf um den Meistertitel spielen. Das gilt aber nicht für Zenit St.Petersburg, in den letzten 2 Saison klopfte man jeweils oben an doch zum grossen Wurf reichte es unter osim nie, diese Saison ist wieder mit ihnen zu rechnen. Und dann wären da noch Ural Jekaterinburg sowie Lokomotive Moskau und Amkar Perm: es handelt sich hierbei um die grossen Unbekannten. Jekaterinburg hat mit Iceman1990 (Ex-Trainer von ZSKA Moskau) einen neuen Trainer und wird sich wohl kaum mehr nur mit dem Klassenerhalt zufrieden geben. Um diesen werden aber der FK Rostow sowie der Aufsteiger Samara fighten müssen.
Gegen eines dieser beiden Teams, nämlich den FK Rostow, startet FK Krasnodar in die Saison, danach folgt das erste Heimspiel gegen Zenit St.Petersburg ehe man gegen Rubin Kazan den ersten ZAT abschliesst. Das Ziel dürften hier ganz klar 6 Punkte sein.
Aufgebot FK Krasnodar (2019-3/Transfermarkt bis zum 2.ZAT geöffnet):
Torwart:
Matvey Savonov
Stanislav Krytshiuk
Andrey Sinitskin
Abwehr:
Uros Spahic
Aleksandr Martynovich
John Gudni Fjoluson
Marvin Martins
Laurent Jans
Kurt Zouma
Cristian Ramirez
Dmitrti Skopintsev
Sergey Petrov
Mittelfeld:
Olivier Thill
Thomas Lemar
Marko Marin
Kaio
Ruslan Kambulov
Toni Vilhena
Kristoffer Olsson
Daniil Utkin
Remy Cabella
Manuel Fernandes
Younes Namli
Viktor Claesson
Arjen Robben
Franck Ribéry
Stürmer:
Dennis Cheryshev
Wanderson
Magomed-Shapi "Sully" Suleymanov
Ivan Ignatjev
Ari
Marcus Berg
Bolzanov mit 2 Doppelpacks
Startrainer Andi von Hideta hatte ein gutes Händchen beim Einkauf der neuen Stars für den ZSKA. Und Stürmerstar Bolzanov hat auch gleich bewiesen, dass er am richtigen Platz ist und zu Recht aufgestellt wurde. In beiden Heimspielen gegen Amkar Perm und Sowetow Samara gelang ihm jeweils ein Doppelpack. Die Tore waren der Schlüssel zu den beiden Erfolgen. So steht der ZSKA nun gleich mal im oberen Tabellenfeld. Auf Rang 2 ist man gut gestartet, aber auch so wie es erwartet wurde. Dabei hatte es vor der Saison noch nicht festgestanden, wie die Zukunft von Startrainer Andi von Hideta aussieht. Neben dem sicheren Verlängerungsangebot vom ZSKA lagen ihm auch zahlreichen Anfragen europäischer Klubs vor. So auch zum Beispiel vom deutschen Traditionsverein BSG Chemie Leipzig, der wohl noch immer auf Trainersuche ist. Auch aus Italien, Spanien und England lagen Angebote vor. Doch Startrainer Andi von Hideta steht natürlich zu seinem Wort, das er Ende letzter Saison gegeben hat und blieb in Moskau. Mit dem ZSKA gilt es ja zum einen den Pokal zu verteidigen und zum anderen, in der Meisterschaft oben mitzuspielen.
Ural Jekaterinburg mit dem perfektem Start
Das war doch mal ein interessanter erster Spieltag. Während dem Spartak, ZSKA, Rubin, Krasnodar und Amkar Perm mit 6 Punkten ihren Soll erfüllt haben, haben sich Ural Jekaterinburg ganz geschickt 9 Punkte ergattert. Dabei haben sie vor allem gegen die 2 Interimstrainer das große Los gezogen und sich auswärts knapp mit 3-2 durchgesetzt. Da stehen bei den Ural Fans jetzt schon die Erwartungen sehr hoch. Man träumt bereits vom Meistertitel. Abzuwarten bleibt ob der neue Trainer diesem Druck standhält.Weniger gut lief es beim vorjahreszweiten Zenit, die eine bittere 2-1 Heimniederlage gegen Amkar Perm einstecken mussten,und deshalb im Moment nur 3 Punkte zu verzeichnen haben. Jedoch dürfte der Trainer mit einer 3 Punkte Ausbeute mit 2 Toren durchaus noch ruhig schlafen können. Ähnlich erging es Lokomotive Moskau, die sich zu Hause mit 4-2 im Derby gegen Spartak geschlagen geben mussten. Aber auch hier kann man, mit nur 4 gesetzten Toren, nicht wirklich von einem Fehlstart reden.
Hoffnungen
Die ersten drei Spieltage in der russischen Liga sind Geschichte und in Jekaterinburg schürt man schon Hoffnungen. Ein bekanntes Phänomen. Das Stadion ist ausverkauft bis das Team das erste Spiel verliert und man schon gedanklich mit dem Abstieg frohlockt.
Ein glücklicher und knapper Start stand an für Ural. Zwei Mal musste man auswärts gegen Zuffis ran. Sowohl gegen Rostov, als auch Samara gab es zwei knappe 3:2 Siege. Auch zuhause gewann man gegen das grosse ZSKA mit 1:0. Es scheint, als würde Iceman seinem übernamen gerecht und schnell an der Tabelle vorbei ziehen. Doch der Trainer selbst sieht sich gelassen und mahnt zur Vorsicht. Man erinnert sich an die erste Saison mit dem FC Wohlen in der Schweiz, als man bis 3 ZATs vor Schluss mit 21 Punkten führte und dann doch nur Vizemeister wurde.
Nächste Woche trifft man zuhause auf Zenit und Lokomotiv. Auswärts geht es gegen Rubin Kasan.
+++Meister lässt sich nicht beirren: 2 Siege zum Auftakt+++Nur Rubin Kazan erweist sich als zu stark+++
Als amtierender Meister eine neue Saison anzugehen ist selten eine einfache Sache, diese Erfahrung mussten McLover und der FK Krasnodar nicht zuletzt in der Saison 2019-1 machen als man einen grottenschlechten Start hinlegte. Damals standen 6 Punkte nach 6 Spielen zu Buche, soviele also wie der FKK nun nach 2 Spieltagen aufzuweisen hatte. Lediglich Rubin Kazan erwies sich am 3.Spieltag unter ihrem neuen Trainer Victor als eine zu hohe Hürde. Ansonsten ist dieser Start als mehr als nur solide zu bezeichnen, zudem trifft Denis Cheryshev weiter wie verrückt: 5 der 6 Tore gingen auf sein Konto, das andere Tor steuerte Olivier Thill bei.
"Es war uns wichtig, den Start gut zu gestalten und das ist uns mit 2 Siegen gelungen. Nun haben wir 2 ZATs an denen jeweils 2 Heimspielen anstehen, diese Gelegenheit müssen wir nun nutzen und uns oben festsetzen denn die russische Liga ist stark und Fehler werden rasant bestraft. Da schadet es nicht wenn man einige "Joker" auf der Habenseite hat," so der Trainer der Krasnodarer McLover. Und Co-Trainer Sergei Galizki ergänzte: "Das erste Auswärtsspiel bei Rostock ... eh Rostow war "tricky", dass wir das erfolgreich gestaltet haben, kann einen positiv stimmen. Das zweite Auswärtsspiel bei Kazan offenbarte aber auch noch einige Mängel".
Der 2:4 Erfolg im Hexenkessel von Rostow war der erwartete "Gang durch die Hölle", 2mal konnten die Hausherren ausgleichen doch in der 2.Halbzeit sorgte Cheryshev mit 2 Toren für den perfekten Start für seine Krasnodarer. Das 1:0 gegen Zenit St.Petersburg war eine von Taktik geprägte Angelegenheit. Das 3:0 bei Kazan verlief logischerweise nicht wie geplant, dennoch war Krasnodar auch hier auf Augenhöhe. Am nächsten ZAT geht es zuerst zuhause gegen 2 der 3 Moskauer Klubs, nämlich Lokomotive und Spartak. Abgeschlossen wird der ZAT dann in Perm, wo man definitiv versuchen möchte anders als in Kazan aufzutreten. "Wir schauen von ZAT zu ZAT, der Start war gut doch jetzt zählt das nicht mehr. Jetzt müssen wir voll konzentriert auf den 2.ZAT hinarbeiten, die 2 Moskauer Klubs sind schwer zu bespielen, doch wir müssen alles versuchen um unsere Heimspiele zu gewinnen. Da dürfen wir uns keine Ausrutscher erlauben", so Franck Ribéry.
Ural Jekaterinburg startete derweil unter ihrem neuen Trainer Kimi Raikönen eh...Iceman1990 mit sage und schreibe 9 Punkten in die neue Saison!! Die beiden Interimstems, Rostow sowie Samara, fristen mit 0 Punkten ein trauriges Dasein am Tabellenende. Ein Blick auf unsere Luxemburger im Ausland geworfen: YsTl startet mit Betis Sevilla mit 12 Punkten aus 6 Spielen in die neue Saison. Hueweler hat leider nach genau sovielen Spielen nur die Hälfte an Punkten vorzuweisen doch es ist ja noch massig Zeit. Alle anderen luxemburgischen Trainer befinden sich mit ihren jeweiligen Teams noch in der Sommerpause. Allen Luxis gutes Glück gewünscht!!!
Zu Hause federn gelassen
Trotz einer starken Offensivleistung musste die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta zu Hause erstmals Federn lassen. Gegen Zenit St. Petersburg gab es im letzten Heimspiel nur ein 4:4 Unentschieden. Das Spiel hat viel Kraft gekostet und nicht so viel Zählbares gebracht, wie sich Startrainer Andi von Hidet zuvor erhofft hatte. Doch die Saison ist noch lang und damit muss man eben nun umgehen. Der Plan muss dennoch weiter aufrechterhalten werden. Die Mannschaft konzentriert sich nun auf die kommenden Spiele. Zu Hause geht es im nächsten Derby gegen Lok Moskau. Da muss ein Sieg her. Auswärts warten gleich zwei schwere Aufgaben. Mit Rubin Kasan und FK Krasnodar muss man bei den Großen antreten. Da wird es nicht viel zu holen geben. Hier werden wohl eher junge Spieler mal eine Chance bekommen. Startrainer Andi von Hideta möchte wohl dieses Saison besser mit den Kräften haushalten. Schließlich kommt noch die Dreifachbelastung auf das Team zu.
Ein Blick zurück in die Geschichte
Überraschend steht weiterhin Ural an der Spitze der Liga und fordert damit das seit Jahren dominierende Überteam FK Krasnodar heraus. Aber ausgerechnet Ural? Ausgerechnet Jekaterinburg? Ein Blick in die blutige Historie der Stadt zeigt, dass Erfahrung besteht, mit dem Niedergang einer Dynastie.
Wir schreiben das Jahr 1917. Man zog sich aus dem ersten Weltkrieg zurück und innerhalb des Landes brodelt es. Dem Volk waren die sozialen Reformen des amtierenden Zaren nicht mehr genug und befeuert wurde die Stimmung durch hohe Kriegsausgaben und Hungersnöte. Die Oktoberrevolution fand statt und die Zarenfamilie wurde im Zuge dessen entmachtet und von St. Petersburg nach Jekaterinburg "verbannt" unter dem Schutze ausländischer Soldaten. Zu heiss war das Thema für die Einheimischen, von denen viele glaubten, dass man ihren Gott verbannte.
Es war die Geburtsstunde der Sowjetunion, die auch nach 1917 viele Regierungswechsel zur Folge hatte. Weiterhin brodelte es im Land zwischen den Anhängern der weissen Armee, die die Zaren unterstütze und den Bolschewiken, auch rote Armee genannt. Ein Bürgerkrieg im Frühjahr 1918 war die Folge in der es zu einem Wettrennen der Weissen Armee vom Süden her und der Bolschewiken im Westen nach Jekaterinburg gab. Das Ziel der weissen Armee: Die Befreiung der Zarenfamilie und die Wiederherstellung der alten Verhältnisse.
Doch die Bolschewiken waren schneller. Sie zerrten, die gesamte Familie des unter Hausarrest stehenden Zaren in den Keller. Im Wissen, dass wenn nur ein Mitglied der Familie übrig gelassen wird, dieser wiederum rechtmässiger Nachfolger auf den Thron wäre, wurden allesamt - auch die 5 Kinder - erschossen. Der Sage nach mussten sehr viele Schüsse abgegeben werden, da sie - aus Angst des Verlustes - so viel ihres eigenen Schmuckes unter ihren Kleidern trugen, die dadurch wie eine Weste fungierte.
Die Bolschewiken wollten verhindern, dass die letzte Villa des Zaren als Wallfahrtsort der Monarchisten wurde. Sie verscharten die Leichen an einem Grab ohne Namen und liessen demnach das gesamte Stadtviertel niederwalzen und neu aufbauen - natürlich ohne Villa. Damit wurde der Erhalt der Sowjetunion - vorerst - gesichert.
Knapp 85 Jahre später, nach dem Zusammenbruch eben dieser Sowjetunion, errichtete man die "Kathedrale auf dem Blut" auf dem vermuteten Ort der Villa, der der Zarenfamilie gedenken soll und dem inzwischen heilig gesprochenen Zar Nikolaus dem II.
Nach der kurzen Geschichtsstunde zurück zum Fussball. Was hat all das mit der russischen Liga zu tun? Langsam fragt man sich hier , ob Jekaterinburg wieder zum Ort der Ende eine Dynastie werden kann. Es ist keinesfalls schön, je nach Blickwinkel, aber vielleicht wurde das Schicksal dieser Stadt historisch schon in die Wiege gelegt. Es wird blutig, es wird tränen geben. Wir laden damit Krasnodar und auch alle anderen Teams auf das Wettrennen mit und nach Jekaterinburg ein.
+++Meister wird gefordert+++Umjubelter Punktgewinn gegen Spartak, Lehrstunde in Perm+++
Nachdem der Meister FK Krasnodar mit 6 Punkten solide in die neue Saison gestartet war, konnte man gespannt sein ob es an einem ZAT mit 2 Heimspielen ähnlich gut laufen würde. Die Vorraussetzungen schienen ja zumindest nicht so schlecht. Es lief allerdings nicht so gut auch wenn es super losging: gegen Lokomotive Moskau brannte man am 7.Spieltag zuhause ein regelrechtes Feuwerk ab, Krasnodar lag durch Tore von Suleymanov (11.) und Cheryshev (23.) zur Pause total verdient mit 2:0 in Front. Arjen Robben sorgte 2 Minuten nach seiner Einwechslung für die Entscheidung (64.), daran änderte auch das 3:1 von Lokomotive nichts mehr (77.) denn Ari (83.) machte wenig später definitiv den Deckel drauf. Eine richtig geile Leistung der Südrussen! Der nächste Gegner am 8.Spieltag hiess Spartak Moskau mit redlion...
10 Mal trafen beide Trainer bisher aufeinander und nie ging es unentschieden aus, bis zu diesem Moment. Ein aus Krasnodarer Sicht allerdings höchst schmeichelhaftes Unentschieden aber alles von vorne: redlion hatte sich die Partie gegen Lokomotive sehr genau angeschaut und schnell bemerkt dass man die beiden Aussenverteidiger durch Zustellen auf beiden Seiten an ihren Vorstössen hindern musste. Zudem hatte man nach dem 5:0 Sieg im Stadtduell über ZSKA mächtig Selbstvertrauen. Die Südrussen gingen zunächst in Front, lagen aber zur Pause bereits 1:2 zurück und das völlig verdient. Der Ausgleich unmittelbar nach dem Pausentee wurde umgehend von redlion's Mannen gekontert. Ab der 80.Minute folgte dann die beste Phase der Südrussen, Spartak wirkte platt und machte hinten viele Konzentrationsfehler, trotzdem wollte der Ausgleich nicht fallen bis zur 94.Minute: die Nachspielzeit von 4 Minuten war angesichts des frühen Zeitspiels von Spartak zwar gerechtfertigt allerdings hätte die Partie nach dem letzten Klärungsversuch von Spartak abgepfiffen werden können denn die Stadionuhr zeigte 94:11 an...doch Schiedsrichter Bekanyov entschloss sich die Flanke von Thomas Lemar noch zuzulassen und es kam wie es kommen musste, Ignatjev war mit dem Kopf zur Stelle. Anschliessend feierte Krasnodar dieses Unentschieden wie einen Sieg während die Spieler von Spartak ungläubig auf dem Boden lagen.
Krasnodars Spieler zogen allerdings die falschen Schlüsse aus dieser moralischen Leistung denn in Perm dachte man wohl auch man könnte einfach wieder so aufdrehen wenns ernst wird, dem war aber nicht so und Krasnodar musste eine krachende 4:0 Niederlage hinnehmen bei einer Mannschaft die vielleicht diese Saison doch oben mitspielen kann. Netsrac's Mannen wissen jedenfalls auch spielerisch zu überzeugen.
McLover äusserte sich nach dem ZAT wie folgt: "Eigentlich haben wir nur ein Spiel überzeugt aber ich bin mit der Punkteausbeute dennoch zufrieden, denn gegen Spartak hätten wir eigentlich verlieren müssen. Da haben wir gegen einen Konkurrenten um die Top 3 Plätze nicht gut ausgesehen. Dass wir dann auch noch gegen Perm vorgeführt werden, kann schon für Sorgesfalten auf meiner Stirn sorgen doch ich habe Vertrauen in die Mannschaft dass wir am nächsten ZAT eine Reaktion zeigen werden."
An dem (Anm.der Red.: 3.ZAT) wartet mit Ural Jekaterinburg der Tabellenführer und mit ZSKA eine Mannschaft, mit der es in den vergangenen Saisons epische Schlachten gab. Auswärts trifft man zudem auf den Aufsteiger Samara. "6 Punkten sind das Ziel", so Kapitän Yuri Martynovich.
+++FK Krasnodar: Man ist da, man ist dran, 7 Punkte an ZAT 3+++Wichtige Siege über Ural und ZSKA+++
FK Krasnodar war das Topthema in der russichen Presselandschaft nach dem 2.ZAT, dies wegen der (hauptsächlich für Journalisten) mauen Ausbeute von nur 4 Punkten. Es wurde jedoch alles ehrlich gesagt etwas schlimmer dargestellt als es in Wirklichkeit war doch als Meister bietet man halt imer Stoff um die Boulevards zu füllen. Die "Grünhosen" gaben die Antwort aufjedenfall auf dem Platz, es wurden wichtige Siege gegen den Tabellenführer Ural Jekaterinburg sowie ZSKA Moskau eingefahren. Das 3:3 bei Aufsteiger Samara war nicht das gewünschte Ergebnis, jedoch angesichts der 2 Heimsiege eben auch nicht besonders dramatisch. Auf die beiden Heimspiele wird es auch am nächsten ZAT ankommen: gegen Rostow und Kazan sind 6 Punkte festeingeplant, beim Auswärtsspiel in St.Petersburg rechnet man sich eher wenig aus. Wir hatten die Gelegenheit während der Trainingseinheit heute nachmittag etwas mit dem Coach der Krasnodarer, McLover, zu reden:
Mister McLover, wie fällt ihr Fazit nach 1/4 der Saison aus?
Nun, wir sind als amtierender Meister sehr gut in die Saison gestartet würde ich sagen. Man muss als Titelverteidiger an jedem ZAT mit einem harschen Angriff rechnen, diese sind dann auch nicht ausgeblieben doch gegen Spartak Moskau oder gegen Ural Jekaterinburg haben wir sehr gut reagiert und 4 Punkte geholt. Ich denke dass uns der Respekt aller russichen Teams gewiss ist.
Ihre Mannschaft hat am nächsten ZAT bereits zum 3.Mal in Folge 2 Heimspiele, in wiefern kann man da einen Lauf aufbauen?
Der Spielplan kommt uns in der Hinrunde eigentlich sehr zugute doch man muss sich immer bewusst sein dass man früher oder später die gleiche Anzahl an Auswärtsspielen hat wie alle anderen Mannschaften auch, von daher ja können wir nun zwar einen Lauf aufbauen, an ZAT 5 oder 6 müssen wir aber auch mit grösseren Punkteeinbussen leben.
Sie hatten in der Liga als Saisonziel Platz 3 ausgegeben, eine vage Vorgabe wenn man bedenkt dass es in Russland fast jede Saison einen Fünferkampf um die Meisterschaft gibt...
Also erstmal sagen wir nicht nein, wenn wir bis zum Schluss im Meisterschaftskampf mit dabei sind. Und klar bringt diese Zielsetzung mit sich dass man auch Platz 5 immer im Auge behalten muss, da eine Schwächephase das direkte Abrutschen aus den EC-Plätzen bedeuten kann, das wäre der Super-GAU.
Den Pokal will man gewinnen, in der CL "sehr weit" kommen, ist Ihr Trainerstuhl da nicht schon "per force" angesägt?
Als Trainer muss man sich immer am Erreichten aber auch an seinen Zielen messen lassen. Wieso sollte ich als Saisonziel Platz 6 in der Liga und den 3.Platz in der CL-Gruppe ausgeben? Ich bin der Meinung dass man nur Grosses erreichen kann wenn man sich grosse Ziel vornimmt. In der letzten Saison haben wir das Ziel Meistertitel ausgegeben und wir sind Meister geworden, ich habe kein Problem damit in der Schusslinie zu stehen solange die Kritik an mir und der Mannschaft rational ist. Am Ende gibt es immer Gründe warum es nicht geklappt hat und damit meine ich nicht Ausreden. Das Erreichen eines Ziels ist aber immer von vielen Faktoren abhängig, wenn wir 10 Verletzte bekommen können wir unmöglich unsere Ziele erreichen.
Was wird im Wintertransferfenster alles passieren? Laut mehreren Medien soll man versuchen Mason Mount nach Krasnodar zu lotsen?
Mason Mount ist ein "Golden Boy" aber das Finanzielle muss man immer im Auge behalten, gerade wenn man wie wir eine Financial Fairplay Untersuchung überstanden hat.
Sie äusseren sich bekanntlich nicht gerne über andere Mannschaften, doch erlauben Sie die Frage was man noch alles von Jekaterinburg, Perm und Konsorten erwarten kann.
Nun Ural Jekaterinburg wird wohl kaum um die Meisterschaft mitspielen, das ist kein Kritikpunkt. Iceman1990 wird diese Mannschaft zu einer intakten Einheit formen und uns spätestens in den nächsten 3-4 Saisons ordentlich auf die Füsse spucken. Spartak fehlte es in den letzten Saisons an Konstanz doch nun fürchte ich sind sie bereit für Grösseres genau wie Amkar Perm. ZSKA, Kazan und Zenit sind logischerweise auch immer Anwärter auf einen Titel, sei es in der Meisterschaft oder im Pokal.
Und eine Einschätzung zu Ihren luxemburgischen Kollegen ausserhalb von Russland?
Ich habe nicht immer Zeit die aktuelle Situation meiner Freunde zu beobachten aber was ich so mitbekomme wird da ausgezeichnete Arbeit verrichtet. Wikinger1988 hat in Giannina eine wahre Euphorie entfacht, YsTl hat sich in der Primera Division ebenfalls zu einem unangenehmen Gegner und EC-Kandidaten entwickelt, elSansi ist in Norwegen Vizemeister geworden und Hueweler hat ja sofort in seiner ersten Saison einen Titel geholt.
Erschöpfung
Der russische Winter naht (es ist jetzt schon manchmal 0 Grad), die Gasheizungen werden aufgedreht und die letzten Borschtsch des Jahres aufgewärmt. In Jekaterinburg macht sich Erschöpfung breit. Eine Wintererschöpfung, die bereits einige Soldaten in den letzten beiden Jahrhunderten erfasst hatte. Auch Ural bleibt nicht davon befreit und dementsprechend tief sind die Reserven.
Zwar grüsst man noch von der Tabellenspitze aus, aber es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis sich dies ändern wird. Kasan, Perm und Krasnodar rollen an, wie die russische Eisenbahn durch Stock und Stein, ewig langen Wäldern und mehr Funklöchern als man überhaupt eine Handyverbindung hat. Bald ist Endstation... Die Zugschaffnerin klopft und "bittet" uns das Bettzeug abzugeben und informiert uns, dass das Loch, welches eigentlich eine Toilette sein sollte, geschlossen wird. Hastiges Zusammenpacken und man sieht mehr und mehr die Zivilisation im Zugfenster an sich vorbei ziehen.
Endstation - keine Gefangenen werden gemacht und jeder steigt scheinbar über seinen Frontmann um möglichst schnell aus diesem Zug zu kommen. Als ob die paar Sekunden jetzt einen Unterschied machen, nach 2 Tagen im Zug. Die Erschöpfung macht sich breit.
Nur zwei haben sich anscheinend versehentlich in dem "Loch", welches die Toilette zu sein scheint, eingeschlossen. Leise hört man die Namen Samara und Rostov aus diesem "Loch" ertönen. Doch fast wichtiger: wer kommt am Schluss zuerst aus dem Zug raus? Kasan, Perm, Krasnodar oder doch Ural?
Nur Platz 7
Startrainer Andi von Hideta steht mit seinem ZSKA Moskau derzeit nur auf Rang 7 in der Tabelle. Doch es ist alles noch sehr eng da oben. Die Abwehr ist derzeit das Problem der Hauptstädter. Während mit 27 Toren die Sturmreihen gut funktionieren, hagelte es ebenso viele Gegentore. Das ist mehr als erwartet. Genau das ist auch der Grund dafür, dass man nur auf Rang 7 steht. Doch noch sind einige Spiele zu spielen in der Hinrunde. Indessen konnte Moskaus Trainer Startrainer Andi von Hideta eine sensationelle Neuverpflichtung präsentieren der in ganz Europa bekannte Inder Zat Rem spielt ab der Rückrunde im Trikot des ZSKA. Der Inder Zat Rem ist schon viel rumgekommen in Europa. In jeder Liga kennt man ihn und auch international ist er kein unbeschriebenes Blatt. Schon manchem Team hat er zum Sieg und bisweilen sogar zur Meisterschaft verholfen. Ohne den Inder Zat Rem hätte es schon bei so manchem Team Niederlagen gegeben, die alles verdorben hätten. Ein Hoch auf den Inder Zat Rem. Vielleicht verhilft er auch Moskau zu Meisterschaft.
Die Sache mit den Heimspielen
Zuhause ist es doch immer am schönsten. Das dachte sich wohl auch Ural und hatte das dritte Mal in Folge einen "Heim-ZAT" mit jeweils zwei Heimspielen. Während Grossmutter Ulana in der Teamküche das Essen zubereitet und die Spieler damit stärkt, bereitete man sich akribisch auf die Heimspiele vor. Der Sieg war bisher immer Gewiss und so kletterte man wie ein russischer Soldat in der Ausbildungsphase die Leiter hoch. Dennoch ist die Leiter noch nicht repräsentativ.
Nun stehen zum Hinrundenabschluss zwei Auswärts-ZATs an und man macht sich auf zum Sprung über die Mauer und dem Fall auf dem harten Boden der Realität. Wird man im Matsch stecken bleiben, wie so manch ein feindlicher Soldat auf russischen Boden? Niederlagen sind gewiss und man hofft auf einen trotzdem guten Endspurt in der Hinrunde.
+++23 Punkte nach 12 Spielen aber Ural verrückt!!+++2 schwere ZATs stehen an+++
6 Punkte konnte der FK Krasnodar am 4.ZAT sammeln, die kleine Pause in der Liga hat also nicht zu einem Qualitätsabbau geführt. Etwas was nicht selbstverständlich ist, die Truppe von McLover hatte in der Ligapause hauptsächlich das Augenmerk aufs Konditionstraining gelegt denn Kondition ist das Stichwort: mit der Premjer-Liga, dem in den Startlöchern stehenden Kubok Rossii (den man bekanntlich diese Saison wieder gewinnen will) und der CL werden die Südrussen noch genug mit ihren Kräften haushalten müssen. Doch erstmal stehen nach 12 Spieltagen satte 23 Punkte zu Buche, fast 2 Punkte pro Spiel. Dies ist besser als 2019-1 (21 Punkte) sowie in der Meistersaison 2019-2 (19 Punkte), nur einmal war McLover mit einem Team nach 12 Spieltagen besser bestückt: es war mit Jagiellonia Bialystok in der Saison 2018-1 (24 Punkte), es war die Saison in der er Bialystok mit dem errungenen Meistertitel auf die polnische Fussballlandkarte setzte.
Dies fällt einem allerdings nicht weiter auf denn der FK Krasnodar steht mit dieser Bilanz nicht etwa auf dem ersten Platz sondern auf dem dritten Tabellenrang, freilich trotzdem eine gute Zwischenaufnahme denn die Top 3 ist diese Saison das erklärte Ziel. Dass man "nur" rechts auf dem Podium steht, liegt unter anderem an dem furiosen Auftreten von Ural Jekaterinburg, die nach Jahren in der Versenkung von Rückkehrer Iceman1990 wachgeküsst wurden aber auch an Oldie Netsrac: der hat nämlich bei Amkar Perm scheinbar wieder die richtige Mischung zwischen Jung und Alt gefunden. Denn Perm war in den letzten Saisons nicht wirklich das Nonplusultra. Gegen eben diese beiden Teams wird es an den nächsten beiden ZATs gehen, gegen Perm am nächsten ZAT zuhause, dann am übernächsten ZAT auswärts gegen Jekaterinburg. Beide Spiele will man (notfalls) mit hohem Kraftaufwand gewinnen denn so Zitat McLover: "Auch wenn das Saisonziel Platz 3 ist, so liegt es in der DNA von FK Krasnodar immer möglichst lange oben mitzuhalten. Wir wollen keine dieser beiden Teams davon ziehen lassen."
Dass es an den nächsten beiden ZATs auch noch auswärts gegen Spartak und ZSKA geht, lässt allerdings darauf hindeuten dass der FK Krasnodar es gar nicht so einfach bekommen wird seine aktuelle Position zu verbesseren, ja sogar zu halten. "Wir müssen unsere Kräfte wie jede andere Mannschaft auch einteilen, wir kochen auch nur mit Wasser. Manchmal muss man sich auch mal an einem ZAT mit 3 Punkten zufrieden geben, zumal wir nun nur 2 Heimspiele von den nächsten 6 Begegnungen haben," so McLover weiter. Doch die Südrussen haben in den letzten Saisons bewiesen dass sie immer mit Rückschlägen zurecht gekommen sind und nie kleinzukriegen waren, in der Saison 2019-1 spielte man nach einem historisch schlechten Start und 2 5:5 und 3:3 Unentschieden am 8.ZAT bis zum Schluss um den Titel mit. 2019-2 brachte auch eine 5:7 Niederlage gegen ZSKA nicht das Abkommen vom Kurs, am Ende wurde der Titel gefeiert. Ein solcher Rückschlag blieb bislang aus, aber er wird wie jede Saison kommen, vielleicht schon am nächsten ZAT?
Desweiteren will man Spartak Moskau zum klasse Start in der EL-Quali gratulieren aber auch Zenit St.Petersburg machte seine Sache in der CL-Quali (4 Punkten) sehr gut. Der letztjährige Höhenflug kann sich durchaus fortsetzen. Da kann man nur sagen "Make Rossyia Great Again".
Mir wurde das Heim genommen
Ural verliert erstmals in dieser Saison zuhause. Kasan schaffte es und besiegte Uralmash im neuen Zentralstadion mit 4:1. Dieser Enttäuschung kann man auch nicht mit den beiden Auswärtssiegen entgegenwirken.
Es scheint als müsste die Taktik der verbrannten Erde hinhalten. Eine weit bekannte in Russland, welche man beim Napoleonfeldzug in Russland einsetzte. Im Prinzip heisst das, wir lassen dem Gegner nichts übrig von dem Erfolg den sie haben. Im kriegerischen Sinn bedeutete dies, verbrenne soviel der Nahrung und Gebäude wie möglich um den Gegner soweit wie möglich zu schwächen. In Torrauschrussland dagegen möchte man den Gegnern den Sieg so teuer wie möglich machen um sie anschliessend schwächen zu können.
Gegen die Franzosen reichte es damals. Nach der berühmt berüchtigten Niederlage in der Schlacht von Borodino (Zentralrussland) entschloss sich die russische Armee sich zurückzuziehen. Beinahe mühelos marschierten die Franzosen nach Moskau, wobei man auf ihrem Weg in Russland nichts als Asche vorfand. Den Russen war nichts zu teuer, so liess man es denn Franzosen für einen Monat in eine fast leeren Moskau gut gehen - sofern man dies sagen kann ohne Menschen und Nahrung. Die Franzosen erwarteten Friedensgespräche der Russen, doch so klein bei gab sich die Zarenarmee nicht. Die Russen setzten im Gegenzug ihre eigene Stadt in Brand. Den Franzosen - geschwächt, hungrig und müde - blieb nichts anderes übrig als den Rückweg nach Frankreich anzutreten. Es war damals ein Wendepunkt in den napoleonischen Kriegen und es könnte auch einer für Ural sein.
+++Etwas der Wurm drin doch die Premjer-Liga bleibt spannend+++Erster von 3 AuswärtsZATs gut überstanden+++
Da warens nur noch 2, gemeint ist die Anzahl der AuswärtsZATs (2 von 3 Spielen sind Auswärtsspiele) in Folge in der russichen Premjer-Liga. Beim Meister FK Krasnodar ist man sich bewusst dass es in dieser Periode lediglich darum geht nicht zuviel Kraft zu verschwenden und doch möglichst viele Punkt zu holen. Am besten noch die Konkurrenz sich etwas auspoweren lassen, ehe man dann zumindest versucht die Top 3 zu festigen aber auch noch versuchen wird etwas ganz oben mitzureden. Dies hat am 5.ZAT summasummarum mittelmässig geklappt: los ging der ZAT allerdings mit einer Enttäuschung, bei Lok Moskau wirkte man unfassbar lethargisch, kassierte in der 47.Minute einen selten dämlichen Elfmeter (nach dem Motto: auf der Fluch erschossen) und musste sich mit 1:0 geschlagen geben. Im Pokal gelang wenige Tage später aber die Revanche (siehe Pokalzeitung).
Dann kam es zum 12.Aufeinandertreffen zwischen redlion und McLover, Spartak Moskau vs FK Krasnodar: das Hinspiel hatte bereits für massig Schlagzeilen und höher schlagende Fussballherzen gesorgt. Nicht selten waren diese Duelle hart umkämpft und von Dramatik geprägt: nun anders als im Derby Schalke 04 vs. Dortmund legten beide Teams doch tatsächlich noch eine Schippe drauf, wer sich am Ende als Sieger bezeichnen kann dürfte schwierig zu bestimmen sein. Unserer Meinung nach: die neutralen Fussballfans! FK Krasnodar lag in Moskau (in dieser Stadt hielt man sich nun bereits fast 3 Wochen auf) bereits mit 2:0 in Rückstand ehe man wieder seine berühmt berüchtigen Moralqualitäten auspackte. Von der 21.bis zur 75.Minute drehte man das Spiel in ein 2:4 um, die Krasnodarer Fans waren mit den Gedanken bereits bei der Auswahl der Vodka-Shots als die Truppe von redlion zum Gegenschlag ausholte. Durch Tore in der 81.und 90.Minute konnte man tatsächlich noch ausgleichen, ob dieses 4:4 nun einer Mannschaft allerdings wirklich etwas bringt, ist mit einem Blick auf die Tabelle eher mit einem "Nein" zu beantworten. McLover konnte seine Gedanken nach diesem Spiel noch nicht klar ordnen: "Da ist man hin und hergerissen, offensiv war es ein Spektakel, defensiv eine Blamage und ein Offenbarungseid. So werden wir auch gegen Samara im Pokal (Anm. der Red.: man gewann dieses Spiel mit 3:2) schwitzen. Andererseits können wir sie natürlich auch aus dem Stadion ballern. Verrückt das hier alles!"
Nun musste aber auch mal ein Sieg her doch ausgerechnet gegen den Tabellen2. Amkar Perm? Es sollte gelingen: in der 4.Minute ging man zügig in Führung durch Dennis Cheryshev, danach entwickelte sich zwar eine ausgeglichene Partie doch FK Krasnodar war vor dem Gehäuse des Gegners effektiver: das 2:0 durch Thomas Lemar in der 43.Minute, zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt. Perm war nach der Pause konsterniert und wusste nicht zu reagieren doch das will im Fussball auch nicht das Ende bedeuten. Nach einer Ecke stand es urplötzlich nur noch 2:1 (66.), sollte der FK Krasnodar nun doch noch zittern müssen? Ein wenig doch Cheryshev machte in der 81.Minute alles klar. Perm rutschte von 2 auf 3, Krasnodar von 3 auf 4 ab, Rubin Kazan als "Team der Stunde" springt auf von 4 auf 2. Am nächsten ZAT geht es dann zum Anfang zum Tabellenführer Ural Jekaterinburg, man will dem Gegner da sicherlich auch einiges an Kraftreserven abverlangen. Zuhause gegen Samara macht man es hoffentlich dieses Mal etwas weniger spannend als noch im Kubok Rossii. Zum Abschluss wartet dann ZSKA Moskau, ein Team welches den Krasnodarern in der Tabelle eng am Arsch klebt.
Zat Rem (Inder) trumpft auf beim ZSKA
Der Neuzugang des ZSKA Moskau Zat Rem (Inder) zeigt all sein Können in der russischen Hauptstadt und führt die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta langsam nach oben. Seine Verpflichtung ist quasi Gold wert. Man kann es beinahe nicht in Worte fassen Wert ein Spieler der Qualität von Zat Rem (Inder) hat. Beklagt und beneidet wird er von den Fleißigen seiner Zunft. Die machen sich Tag für Tag Mühe und Arbeit im Training und der Spielanalyse. Und dann kommt er, Zat Rem (Inder). Hat keinen Handschlag im Training gemacht und auch sonst sich nicht viel blicken lassen. Aber wenn es darauf ankommt, dann ist er zur Stelle. Er ist einer von der Sorte Spieler, die man über 90 Minuten beinahe nicht sieht. Dann stehen sie zweimal am richtigen Platz und machen daraus 3 Tore. Die Stars der Branche beineiden seine Fähigkeiten. Doch er spielt nur für den ZSKA Moskau, wo er auch von einem Startrainer betreut werden kann.
+++2 Punkte an ZAT 6: Krasnodar hängt im Niemandsland der Tabelle fest+++DOCH: Kampflustig nach Kurztrainingslager+++
18.Spieltag, Ort: Moskau. Keiner wollte mehr etwas sagen und wahrscheinlich wusste sowieso auch keiner was er denn da in die Mikrofone sagen sollte. Wortlos verkrochen sich die Spieler des FK Krasnodar nach der 4:1 Packung bei ZSKA Moskau in die Kabine, 7 Tage zuvor hatte es ein 3:3 zuhause gegen Samara gegeben. Die mitgereisten Fans beschimpften ihre Spieler wie nicht mehr gesehen seit dem 2.ZAT der Saison 2019-1, dem historischen Fehlstart mit 3 Punkte aus 5 Spielen. Dieser Moment in dem McLover nach wenigen Wochen bereits kurz vor der Entlassung stand. So schlimm ist es dieses Mal nicht, zu gross sind seine Meriten in der Post-Fuchur-Ära, zu gross die Wertschätzung beim Vorstand und Klubeigentümer Sergei Galizki dass dieser junge luxemburgische Trainer 2 Titel in 2 Saisons in einer völlig fremden Liga gewonnen hat, der allen gezeigt hat was man mit einer grossen Klappe und einer stoisch genauen Spielidee realiseren kann. Aber beim FK Krasnodar zählen nur Titel, so war es immer und so wird es immer sein. Deshalb muss/musste sich was ändern...
09/11/2019, Ort: Obergurgl (Österreich). 4 Tage ist es nun her, dass die Südrussen in ein spontan einberufenes Kurztrainingslager nach Österrich gereist sind, keine Handys waren erlaubt und obligatorisches Schlafengehen um 21h, morgens um 5h auslaufen bei Minusgraden. Die Sinne sollten geschärft werden und die Mannschaft zurück auf den Boden der Tatsachen geholt werden, den Fokus wieder erlangen der in den letzten 6 Spielen (nur ein Sieg) verloren gegangen schien. Der Blick, der durch ein glückliches 1:1 gegen den Spitzeenreiter Jekaterinburg grotesk gegen den Spielverlauf, verzerrt wurde. Krasnodar meinte sich in dieser Saison oft besser als man war...UND sieht sich fortan wieder gestärkt! McLover präsentierte sich heute morgen selbstbewusst vor den Kameras: "Wir haben einen klaren Plan vor Auge, dieser Plan umfasst nicht den nächsten ZAT sondern die nächsten 6. Wir haben alles genau analysiert, unsere Partien für den Angriff ausgewählt und obendrein gesehen dass unsere Chancen auf eine Top 3 Platzierung weiterhin intakt sind. Wir haben zurzeit 29 Punkte, holen wir aus den restlichen 18 Spielen wo 54 Punkte möglich sind weitere 36 können wir Meister werden, holen wir deren 32 kommen wir auf 61 Punkte und damit stehen unsere Chancen sehr gut 3.zu werden, das erklärte Saisonziel. Von daher spüre ich keinen Druck, doch der Mannschaft musste ich nach einer kleinen Schwächephase klar machen dass noch alles drin ist, aber sie auch auf den Boden der Tatsachen zurückholen."
Der nächste ZAT birgt wie immer jede Menge taktische Möglichkeiten, Krasnodar wird, so McLover weiter, aber den Teufel tun und jetzt schon aufs Ganze gehen. Sehr vorrauschauend, zumal am nächsten ZAT eins von den 2 Interimsteams wartet und mit denen und speziell Samara man in dieser Saison bisher so gar nichts zu lachen hat: zweimal gab es bereits ein 3:3 Unentschieden, allerdings sieht die Bilanz gegen den Gegner am 19.Spieltag, Rostow, mit 2 Siegen in 2 Spielen schon freundlicher aus. Anschliessend trifft man mit Spartak Moskau, auf ein weiteres Team bei dem es nicht so läuft wie geplant. Und bei dem sich neutrale Fussballfans schon jetzt die Hände reiben können: in den bisherigen 2 Aufeinandertreffen gab es jeweils ein 4:4 sowie ein 3:3. Und auch der 7:6 Sieg der Krasnodar im Kubok Rossii ist noch nicht all zu lange her, 2019-1 war es. Zum Abschluss gastiert man in der kältesten Grosstadt Europas, in St.Petersburg beiZenit. Zumal hier muss man sich von einer ganz anderen Seite zeigen, will man was mitnehmen nach Krasnodar, dort wo die Wogen auch mit Trainingslager weiterhin noch zu glätten sind...
Verzerrung der Realität?
Bei Ural musste man sich einige Male die Augen reiben, als man die Tabelle sah. Satte 6 Punkte Vorsprung gab es nach diesem ZAT auf Platz 2. Dies dank eher glückhaft erkauften 5 Punkten an diesem ZAT. Einem 1:1 zuhause gegen Krasnodar folgte ein 2:2 auswärts gegen Amkar Perm. Erst beim 2:1 auswärts gegen Spartak Moskau fand man zum Siegen.
Man fragt sich, ob das alles ein Traum ist. Ganz nach dem Ballet der Nussknacker von Tschaikowski, welches als einer seiner berühmtesten Werke gilt. Hauptprotagonistin Clara hilft dabei einem Nussknacker, der eine Armee von Spielzeugsoldaten anführt, zum Sieg über die Armee des Mäusekönigs. Der Nussknacker verwandelt sich in einen Prinzen und dieser führt Clara in die Süssigkeitenwelt. Bei einem Schlussfest mit der Zuckerfee (Königin der Süssigkeitenwelt) wacht Clara auf und realisiert, dass dies alles geträumt war. Eine bittersüsse Geschichte, die ziemlich bald wohl auch Uraltrainer iceman einholen wird.
Woche für Woche heimstark
So präsentiert sich die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta. Der ZSKA Moskau ist wieder einmal die beste Heimmannschaft der Liga. Ein sicheres Fundament für eine dauerhaft solide Platzierung. Das ist es, was die Mannschaft um Startrainer Andi von Hidata anstrebt. Und dafür kann man auch mal auswärts ein paar Spiele sausen lassen. Die Heimstärke ist das wichtigste. Doch das braucht man in Moskau nicht zu betonen. Das zeigte sich die ganze Saison über, sodass das wohl jeder wissen sollte. Startrainer Andi von Hideta ist natürlich damit bislang nur im Mittelfeld der Tabelle gelegen. Das liegt an der starken Konkurrenz, die es hier in der stärksten Liga gibt. Doch Konkurrenz belebt das Geschäft. So ist Startrainer Andi von Hideta auch froh, dass man den einen oder anderen guten Spieler zum Armeesportklub lotsen konnte, bevor andere russische Spitzenvereine auf diese aufmerksam wurden.
Badboys
Es scheint als würde Ural seit 3 ZATs mit alten Idealen brechen. Auswärts tritt man stark auf, aber zuhause lässt man die Deckung fallen. So ist die Heimbilanz in den letzten vier Spielen: Zwei Niederlagen, ein Unentschieden und nur ein Sieg. Die leidenschaftlichen Fans aus Uralmash hat dies trotz Tabellenführung schon gereicht um den Heimspielen fern zu bleiben. Man mag es angesichts der aktuell immernoch unträglichen Stadionsituation nicht verdenken.
Als die WM 2018 zugesprochen wurde und Jekaterinburg tatsächlich als einer der WM-Städte ausgewählt wurde, riss man das erst 2011 Neueröffnete Zentralstadion ab und erbaute sich ein neues, aktuelles WM-Stadion. Dieses wurde 2018 - pünktlich zur WM - eröffnet mit einem ungewöhnlichen Konzept: Nämlich zwei ausserhalb des Stadions stehenden Tribünen, die nach der WM zurückgebaut werden sollen, um den Bedürfnissen von Ural entgegenzukommen.
Nun, seit mehr als 1.5 Jahren wurden die Tribünen während den Spielen gesperrt, aber sind immernoch nicht zurückgebaut worden.
Die Unzufriedenheit der Bevölkerung ein neues Stadion abzureissen und für viele Rubel ein Neues zu bauen, sowie ein Versprechen zu brechen schlug sich auch bei den Protesten im Mai dieses Jahres aus.
Anstoss war der Abriss eines Parks und die Errichtung einer russisch orthodoxen Kirche. Insgeheim wohl eher eine guter Geldwäscheanlass für einen Wohlhabenden Russen und dessen Politikerfreund. Nach bizarren Szenen, als Bodybuilder den abgeriegelten Park bewachten und Demonstranten angriffen, auch als die Polizei die Filmaufnahmen in Zahlreichen Festnahmen ummünzten, lenkte die Politik ein. Sie werden die Kirche bauen, allerdings auf der anderen Seite der Isset (Fluss) auf Kosten eines anderen Parks. Die Proteste blieben während dieses intensiven Entscheidungsprozesses und auch danach aus. Heile Welt in Jekaterinburg...
+++Ein typischer McLover-ZAT: Krasnodar zeigt die Zähne+++2 Siege des Willens in Rostow und gegen Spartak+++
1 Sieg aus den letzten 6 Spielen: "die Saison ist noch lang" - hin-oder-her, es musste an diesem 7.ZAT ein klares Statement vom FK Krasnodar her. Es gelang, eben so wie bewiesen wurde dass ein "klares Statement" nicht immer heissen muss draufzuknallen wie die Verrückten, sondern auch mal in der Abwehr Beton anzurühren. Freilich, zu 0 spielte man nur zuhause gegen Spartak Moskau doch als Rostow beim Stand von 2:3 noch einmal alles nach vorne warf, als die Rostow-Arena zu beben begann, da stand die Krasnodarer Abwehr ihren Mann. Und holte sich diesen Sieg der moralisch noch so unheimlich wichtig werden kann. Vor diesem Spiel wechselte McLover völlig überraschend aus dem Nichts das seit Jahren erprobte 4-3-3 und stellte auf das Tannenbaumsystem 4-3-2-1 um. Ja war der Luxemburger denn jetzt mit seinem Latein total am Ende? War das schon die pure Verzweiflung nach 2 schlechten ZATs? Nein, das Spielsystem war nunmehr variabel, mehr auf die Bedürfnisse einzelner Spieler wie Marko Marin oder Olivier Thill angepasst. "Man kann nicht ewig mit der Meistertaktik spielen, die Gegner haben sich irgendwann darauf eingestellt", so McLover in der PK nach dem Spiel.
Nun, das System war sicherlich noch nicht ganz klar zu entziffern dennoch hatte sich redlion mit seinem Staff sicherlich bereits an die Arbeit gemacht um dann schnell festzustellen dass Krasnodar nun in einem 4-1-4-1 auflief, und gegen das fand die Mannschaft von Spartak Moskau 90 Minuten lang aber mal gar keine Lösung. Es war der 2.typische McLover-Sieg, der einmal mehr bewiesen hat dass er bei torrausch nicht stur einem Muster folgt sondern immer wieder neue Sachen ausprobiert, die Gegner oft nächtelang analysiert. "Der ist schon richtig verrückt, im positiven Sinn", so Arjen Robben, "letztens war ich mit dem Hund abends spazieren, da brannte im Büro noch Licht. Man kann aber schon ein bisschen Angst um ihn haben wenn er sich mal wieder überschwänglich über ein Tor freut, ein Muskelfaserriss ist da oft nicht weit weg (lach)".
Die Niederlage am 21.Spieltag gegen St.Petersburg (2:0) trübte die Stimmung bei den Südrussen kaum. Nun hat man 6 Heimspiele an den nächsten 3 ZATs, klar dass nun der Moment gekommen ist nochmal oben anzugreifen. Gegen Samara will man am nächsten ZAT im 3.Anlauf endlich den ersten Sieg gegen diese Mannschaft, beim Spitzenreiter Ural Jekaterinburg wird man selbstverständlich auch auswärts angreifen. In Hut nehmen muss man sich dann am letzten Spiel zuhause vor Lokomotive Moskau, gegen die man in dieser Saison bereits zweimal verloren hat. Geht es nach McLover und seiner Mannschaft, wird es kein drittes Mal geben...
Die Armeesportler sind weiter fit
Die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta hat sich genug Kräfte aufgespart für den Rest der Saison. Der ZSKA Moskau ist allerdings noch lange nicht am Ziel seiner Träume. Dazu müssen noch einige Siege her. Vielleicht kann die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta ja mit einem fulminanten Endspurt für die Überraschung sorgen und die Meisterschaft in der russischen Liga für sich entscheiden. Wichtig hierbei ist jedoch, sich nicht auf das zu verlassen, was der aktuelle Tabellenführer so von sich gibt. Angeblich sei der Zug der Meisterschaft bereits abgefahren. Hahaha. Noch 36 Punkte sind zu vergeben. Da kann noch so einiges passieren. Das weiß jeder in der Liga. Startrainer Andi von Hideta hat ja schon so seinen geheimen Favoriten. Doch dazu wird nichts verraten. Noch sind nicht alle Punkte gezählt und es wird sicherlich wieder ein spannendes Finale geben. Startrainer Andi von Hideta ist jedenfalls bereit, sich dem Kräftemessen zu stellen. Vielleicht reicht es ja, sich für die Champions League zu qualifizieren. Oder es wird doch wieder durch einen Pokalsieg die Europa League.
Weiterer Knick
Momentan ist Ural auf Abstiegskurs bezüglich Heimtabelle. Nur eines der letzten fünf Heimspiele konnte mittlerweile gewonnen werden. Die Heimstärke, die noch zu Anfang der Saison ausnahmslos zu Siegen führte, ist weg.
Auch an diesem ZAT lief es nicht anders. Zuhause trat man zum Spitzenspiel gegen Krasnodar an und im Gegensatz zum Pokal konnte man nicht den Sieg davontragen. Gegentore wurden angesichts der knappen Reserven und aggressiven Spielweise erwartet. Dennoch reichte es nur zu einem 4:4 Unentschieden. Die Zuschauer freuts - dem Team weniger.
Immerhin konnte gegen Zuffi FK Rostov doch noch auswärts einen 3:2 Sieg eingefahren werden. Schon jetzt ist klar, besonders mit diesen Reserven, wird es nicht mehr für die Meisterschaft reichen. Es bleibt nur zu hoffen, dass der EC drinliegt. Wenn auch nur über den Pokal.
+++9 Tore für 7 Punkte: Top 3 rückt näher!+++ZIEL: 24 Punkte aus den letzten 12 Spielen!+++
Das fast besiegelte Pokalaus hat man beim FK Krasnodar durch einen tollen ZAT in der Liga schnell vergessen. Man rückt durch 7 Punkte aus 3 Spielen näher an die Top 3 ran, macht erneut einen Platz in der Tabelle gut und weiss um den Respekt und vielleicht auch die Angst der anderen Teams gegenüber FK Krasnodar. Denn bei den Südrussen weiss man nie genau was als nächster für ein Schachzug kommt, da hilft ansich nur FK Krasnodar abknallen doch auch das ist nur bedingt ein guter Plan, kostet es doch für andere Spiele erheblich an Kraftreserven. Fakt ist aber dass sich auch der FK Krasnodar natürlich warm anziehen muss an einem ZAT wo mit Rubin Kazan und Amkar Perm 2 Teams aus den Top 3 waren, also aus der Region wo der FKK hinwill, sowie mit ZSKA Moskau ein Team welches es momentan auf höchst bravouröse Weise fertig bringt Sprit zu sparen und welches in der Vergangenheit immer für viele Tore gegen Krasnodar gut war. Ist man auf einen solchen Gegner momentan vorbereitet?
Die Darbietungen in der Liga sprechen dafür, die im Pokal dagegen. In der Liga machte man es gegen Rostow zum Schluss hin unnötig spannend als man sich in der 88.Minute noch den 2:1 Anschlusstreffer einfing. Aus dem Duell mit dem Tabellenführer Ural Jekaterinburg ging der FK Krasnodar als moralischer Sieger hervor, sage und schreibe 4:1 lagen die wie auf Drogen aufspielenden Hausherren zur Pause vor, nach dem Pausentee war man dann nur noch für ein kleines Strohfeuer gut. Die Mannen von McLover konnten noch einen Punkt aus Jekaterinburg entführen, freilich wäre zum Schluss sogar noch der Sieg drin gewesen denn es war unübersehbar dass die Mannen von Iceman1990 so langsam aber sicher auf dem Zahnfleisch gehen, zudem wird man auch im Pokal noch mindestens 4 Partien absolvieren was zu einem weiteren Verschleiss von Kräften führen wird. Aber so oder so muss man festhalten dass mit dieser Truppe in den kommenden Saisons zu rechnen ist. Hut ab!!
Das letzte Spiel dieses ZATs absolvierte man zuhause gegen Lokomotive Moskau, neben Jekaterinburg ebenfalls eine Truppe die der Truppe von McLover schon so einige Male auf die Nerven ging in dieser Saison. Diesmal löste man die Aufgabe allerdings unaufgeregt mit 3:1. "Wir lernen als Truppe an jedem ZAT hinzu, man kann immer noch was verbesseren, es läuft zurzeit gut doch wir als Abwehrspieler müssen noch konzentrierter agieren," so der Abwehrspieler Uros Spahic. Und sein Abwehrkollege Kurt Zouma ergänzt: "An den nächsten 3 Spiele gilt es: da müssen wir auf den Punkt da sein." Augen auch auf Spartak Moskau, die sich momentan noch (geschickt gewollt?) im Hintergrund halten doch an jedem ZAT nach vorne preschen können. McLover will sich allerdings gar nicht so sehr auf die anderen Mannschaften konzentrieren: "Wir müssen unser Ding machen, nur das haben wir in der Hand. Holen wir 21-24 Punkte bis zum Saisonende sind wir sicher in den Top 3, ach komm 24 Punkte wollen wir holen. Die Meisterschaft ist für uns zurzeit wie ein exotisches Reiseziel: sehr reizvoll aber verdammt weit weg!"
Guter Start im Endspurt
Die Meisterschaft ist in vollem Gange und die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta ist gut in den Endspurt gestartet. Hoffentlich nicht zu schnell, damit wir genügend Körner haben, um den Endspurt bis zum Ende durchzuhalten. Die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta steht wieder einmal kurz davor, sich in die Meisterschaftsbücher einzutragen. Wie schon so oft. Startrainer Andi von Hideta ist es noch nicht ein einziges Mal gelungen, mit seiner Mannschaft einen Meisterschaft zu gewinnen. Viel zu oft musste man sich mit einem zweiten oder dritten oder vierten Platz zufrieden geben. Wird es dieses Mal auch wieder so kommen? Die nächsten Spiele werden dies zeigen. Es geht noch einmal gegen jedes Team der Liga. Und gleich steht auch ein Spitzenspiel auf dem Programm. Die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta hat den Tabellenführer Ural Jekaterinenburg zu Gast. Ein heißer Tanz.
Besiegt
Ural grüsst auch nach der 9. Woche von der Tabellenspitze aus. Doch die Zeichen stehen auf Absturz. Zu gross war der Widerstand der Liga. Mit satten 57 Gegentoren stellt Ural die drittschlechteste Defensive der Liga und damit ist man das defensive schlechteste trainergesteuerte Team. Der Vorsprung von 2 Punkten wird spätestens am nächsten ZAT passe sein und man wird nur mit viel Glück noch um den EC spielen können.
Alleine am letzten ZAT waren es deren 10 Gegentore und seit 8 spielen wartet man auf die weisse Weste. Immerhin schaffte man es tatsächlich ein heimspiel mit nach Hause zu nehmen. Mit 5:4 siegte man gegen Spartak Moskau. Und jetzt?
In Jekaterinburg folgt man der grossen russischen Tradition und wird den kalten Winter mit einigen Wochen Thailand überbrücken. Die Liga kann ja noch warten...
+++Premjer-Liga jedes Jahr verrückter: Sechserpack um die Meisterschaft+++Krasnodar Unentschieden-Könige in Russland+++
Die heisse Phase in der russischen Premjer-Liga ist DEFINITIV angebrochen und normalerweise würde sich ja jetzt auch die Spreu vom Weizen trennen aber in Russland drehen die Uhren seit jeher anders denn hier rückt das Feld mit der zunehmenden Anzahl an Spieltagen noch enger (!) zusammen. Überspitzt ausgedrückt kann man von einem Sechserpack um die Meisterschaft sprechen, Zenit als Tabellen6. scheint zwar schon etwas an Substanz eingebüsst zu haben doch der Tabellen7. Spartak Moskau ist, laut Experten, noch recht gut in Schuss. Wenn man aber etwas genauer hinschaut dann muss man schon ein Team vom Meisterschaftskampf ausklinken und das ist...(ja verrückt!!!) ausgerechnet DER Tabellenführer. So sensationell die Saison von Ural Jekaterinburg auch bisher ist oder war (je nach Betrachtsweise), die Mannschaft von Iceman1990 wird abrutschen und zwar aller Vorraussicht nach brutal! Daraus soll sich der Ex-Trainer von Wohlen aber nichts machen, der Respekt aller oder zumindest der meisten Trainer in Russland ist ihm gewiss. "Man muss den Hut vor der Leistung von Icy Iceman1990 ziehen, in nur einer Saison Ural sofort wieder auf die russiche Fussballlandkarte zu platzieren, ist eine Riesenleistung", analysiert McLover.
Doch wir werden natürlich nicht dafür bezahlt die anderen Ligakonkurrenten rauf und runter zu analysieren, sondern um die Leistungen des FK Krasnodar zu begutachten. Und die waren an diesem Hammer-ZAT ganz OK: es gab einen Heimsieg mit einer defensiven Meisterleistung, das übliche Unentschieden mit dem die Südrussen nun den höchst zweifelhaften Spitzenplatz in dieser Wertung belegen und eine richtige Klatsche gegen ZSKA. Auch diese war allerdings bereits vorherzusehen, haben sich die Krasnodarer doch in den letzten Spielen gegen diesen Gegner eh nicht mit Ruhm oder mit Vodka bekleckert. Präzisiert ausgedrückt: den Anfang machte ein 1:0 Sieg gegen Rubin Kazan, die Gäste waren von Beginn an nur darauf aus hier einen Punkt zu "ergaunern" und das wäre ihnen auch fast gelungen hätte nicht ihr Schlussmann nach rund einer Stunde Spielzeit einen Ball von Dennis Cheryshev durch die Hosenträger flutschen lassen. Als man dann von Abwehr auf Angriff umschalten wollte, war das so ähnlich wie wenn man bei einem Golf GTI vom 2.sofort in den 6.Gang schalten will. Resultat: es geschah nichts, der Motor ging höchstens noch aus und der Heimsieg für die Mannen von McLover war perfekt.
In Perm ging es erstmal mit dem Tempo eines Ford Ka los: beide Teams spielten in der ersten Viertelstunde eine rekordverdächtige Anzahl an Fehlpässen, so dass sich nicht gerade wenige Zuschauer fragten ob ein Abendbesuch der Oper-Aufführung von Vladimira Wisloskowskulova nicht doch die bessere Wahl gewesen wäre. Es bedurfte eines abgefälschten Freistosstores (17.) von Amkar Perm damit beide Teams und vor allem Krasnodar mal schnell im Gedankenrepertoire nachforschten wie Fussballsspielen eigentlich geht, ab diesem Tor jedenfalls ging es ab: Torschüsse zuhauf, beide Torhüter erwischten einen Sahnetor und doch fielen noch 3 Tore! Krasnodar glich in der 56.Minute durch Suleymanov aus, Perm ging wieder in der 70.Minute in Führung ehe Marko Marin in der 83.Minute den Schlusspunkt setzte unter ein Spiel, in dem beide Teams dann doch zeigten dass sie Meisterschaftsanwärter sind. Zumindest der FK Krasnodar blieb diesen Beweis aber im nachfolgenden Spiel schuldig, gegen den Armeeklub aus Moskau gab es die bereits oben angesprochene Klatsche. Krasnodar machte in diesem Spiel soviel Lärm wie der Hybridmotor eines Toyota Prius, fahrzeugtechnisch war man aber ALLERHÖCHSTENS mit einer Pferdekutsche unterwegs...eine sehr beschämende Leistung, die klar macht dass ein Platz in der Top 3 diese Saison wohl das höchste der Gefühle sein wird.
Dies wäre in einer sehr starken russichen Liga aber natürlich keine Enttäuschung denn ohnehin wird der nächste ZAT (auch wenn dieser erneut 2 Heimspiele beinhaltet) wieder sehr "heiss". Denn es gilt neben dem Fakt die 2 Heimspiele gegen Rostow und St.Petersburg erfolgreich zu gestalten, auch zu verhindern dass mit Spartak Moskau ein Konkurrent auf die Top 3 vorbeiziehen kann. Will die Mannschaft von redlion weiter nach oben, darf sie sich solche Fehltritte wie gegen Ural Jekaterinburg (5:4) nicht mehr erlauben. Beim FKK setzt man demnach auch auf die psychologische Komponente. 15 Tore in bisher 3 Aufeinandertreffen 2019-3 lassen aufjedenfalls ordentlich was versprechen. Sogar Vladimir Putin hat sich für diese Partie angekündigt, Vladimira Wisloskowskulova zur Enttäuschung aller Akteure aber nicht...!
+++Transfer-UPDATES+++
FK Krasnodar will in Zukunft wieder vermehrt auf russiche Akteure setzen, man ist an 2 Russen von Amkar Perm sowie an einem Jugendspieler von Samara dran. Daneben flirtet man relativ intensiv mit dem Innenverteidiger der AS Roma, Chris Smalling (30). Dies wird allerdings nur von vereinzelten russichen Medien berichtet, vonseiten von Krasnodar gab es dazu noch keine Stellungsnahme.
+++Sensationell: YsTl und Betis Sevilla - Angriff auf Europa+++
Dies wollen wir nicht unbeachtet lassen: in nur 2 Saisons formte der luxemburgische Torrausch-Novize YsTl (29) aus einem Aufsteiger aus Andalusien einen Europa-League Aspiranten. Ein ZAT bleibt in Spanien noch zu spielen und auch wenn die "Grünweissen" zurzeit (noch) NICHT auf einem internationalen Startplatz stehen, so hat man doch in den letzten 3 Spielen alle Möglichkeiten dies noch zu schaffen was sicherlich einer kleinen Überraschung gleich käme. McLover: "YsTl ist ein sehr guter Trainer, bereits bei La Coruna hat man dies bemerkt. Ich wünsche ihm alles Gute und denke dass er die EL-Quali schaffen wird."
Finale furioso
Und wieder ist man kurz vor Schluss auf dem Platz an der Sonne. Doch wie lange scheint die Sonne für die Armeesportler von Startrainer Andi von Hideta? Reihenweise versuchen sich andere Teams vor der Rolle des Meisterschaftsanwärters zu drücken und meinen, sich jetzt schon verabschieden zu müssen. Doch die Entscheidung folgt erst am letzen Spieltag. Da ist sich Startrainer Andi von Hideta sicher. Doch zunächst stehen drei wichtige Spiele an. Auswärts geht es zum Stadtrivalen Spartak. Anschließend kommt es zum Spitzenduell in der heimischen Kampfarena gegen Amkar Perm, das sich übrigens als einziges Team noch immer dazu bekannt hat, ernsthafte Ambitionen auf die Meisterschaft zu hegen. Zenit heißt der nächste Gegner dann im Auswärtsspiel. Die Mannschaft aus St. Petersburg hat schon durch manch überraschendes Auftreten den einen oder anderen Punkt gesorgt und die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta schon zweimal in dieser Saison geärgert. Da waren es allerdings Heimspiele. Mal schauen, was jetzt noch alles geht.
Und raus!
Das sagte wohl auch die Internationale Antidopingbehörde gestern nach wiederholten Unregelmässigkeiten bei der russischen Antidopingbehörde (RUSADA) und sperrte den Russland von allen grösseren Wettbewerben in den nächsten 4 Jahren (ausgenommen EURO2020). An dieser Stelle sei die Netflixdoku Ikarus zu empfehlen, welche das Motiv und den Hergang des Skandals von 2014 mithilfe des mittlerweile in die USA geflohenen Laborleiters der RUSADA aufzeigen. Als Oskargewinner im Bereich Dokus und nach dem dritten Mal anschauen kann ich diese Doku sehr empfehlen.
Um auf Ural zurückzukommen: Und raus kann allerdings auch auf das geschundene Ural zutreffen, die nicht nur den ersten Platz aufgegeben haben, sondern wohl auch aus dem EC-Rennen raus sind. Es scheint, als wäre der Dopingdoktor von Ural (Onkel Vassili) spurlos verschwunden. Aber mit dem Finger auf andere zeigen möchte man nach diesem rätselhaften Verschwinden nicht (*hust* Krasnodar *hust*). Wir hoffen auf seine baldige Rückkehr um bald wieder in den Meisterschaftskampf eingreifen zu können (abhängig davon, ob Onkel Vassili den Knoten von seinem Zementblock auf dem Grund der Kuban aufbringen kann).
Was wirds dieses Jahr wohl werden am Ende ?
Die Meisterschaft biegt auf die Zielgerade und Amkar Perm kann Stand
heute mal wieder von einem Titel träumen. Aber gut,alleine der nächste
ZAT hat es in sich, was die Gegner betrifft.Hat man doch in der
Vergangenheit,ob es Meisterschaft oder Pokal war immer zugeschaut,wie
die anderen Teams feiern. Ich denke, dass solche Erlebnisse auch gewisse
Spuren hinterlassen und dies im Meisterschaftsfinale eher ein Rucksack
für die Spieler ist.
Hinzu kommt noch, dass man auf Europas
Fußballbühne als letzter russischer Vertreter Farbe bekennen muss und
die Doppelbelastung nun im Meisterschaftsrennen eher stört, als
behilflich ist.
Trotzdem wollen wir in der EL,auch wenn wir möglicherweise ausscheiden werden, nochmal Punkte sammeln für Russland.
Erschwerend im Restprogramm ist, dass man in den letzten 6 Ligaspielen nur noch 2 Heimspiele und dafür 4 Auswärtsspielehat.
Mmmh...o.k.was solls !!!
+++Geduld gefragt: Sprung in die Top 3 gelingt wieder nicht+++4.guter ZAT in Folge+++
Seit dem 13.Spieltag steht der FK Krasnodar nicht mehr unter den Top 3 und auch nach 30 gespielten Spieltagen ist das noch immer der Fall, eine schlechte Phase zwischen dem 8.und dem 13.Spieltag warf die Truppe um McLover hinter das Peleton zurück, bis zum Ende der Hinrunde waren die Leistungen weiterhin eher dürftig, ein Fortschritt wurde durch unnötig viele Unentschieden verhindert. Doch in der Rückrunde läuft es richtig gut, alle 4 ZATs waren durchweg zufriedenstellend und so gehen Experten und das Umfeld um Krasnodar weiterhin davon aus dass man das Saisonziel Top 3 am Ende erreichen wird: Jekaterinburg ist angeknockt, auch Kazan scheint überholbar. Die Meisterschaft werden ZSKA Moskau und Amkar Perm unter sich ausmachen! Dass die Mannen von McLover immer noch nicht an Ural und Kazan vorbeigezogen sind, zeugt von einer ungeheuren Stärke der Premjer-Liga, nur international schlägt sich diese Stärke leider noch nicht dar doch auch hier ist das Stichwort eben "Geduld".
Krasnodar steht also nach dem 10.ZAT weiterhin auf Rang 5, starten tat man in den ZAT mit einem souveränen 4:1 Sieg über den Tabellenletzten FK Rostow. Hier taten sich vor allem Arjen Robben und Franck Ribéry auf ihrer Abschiedstournee hervor, beide schossen jeweils ein Tor und fügten einen Assist zu den 4 Buden bei. Gegen Spartak Moskau verpennte man den Anfang der Partie und lag nach 15 Minuten bereits mit 2:0 zurück, dann verweigerte zuerst der Schiedsrichter den Krasnodarern einen klaren Elfmeter ehe man dann auch noch zweimal Aluminium innerhalb von 90 Sekunden traf. 65 Sekunden später (55.) traf Spartak zum 3:0, ein gebrauchter Tag...Nun musste natürlich unbedingt ein weiterer Heimsieg her, dies gegen Zenit St.Petersburg, die Mannschaft war gerade aus der Europa League ausgeschieden, dies hemmte die Mannschaft von osim aber nicht. Im Gegenteil: es beflügelte sie! Die Gäste gingen in der 17.Minute in Führung, Krasnodar glich zu einem psychologisch wichtigen Zeitpunkt durch Marcus Berg (45.+2) aus. Pausenstand: 1:1! In der 62.Minute drehte Krasnodar das Spiel durch Dennis Cheryshev, 3 Minuten später parierte Safonov einen Elfmeter. Es ging hin und her, Chancen über Chancen, sogar Karten über Karten. In der 82.Minute gelang den Südrussen die vermeintliche Vorentscheidung durch Marko Marin doch Zenit gab sich einfach nicht auf, Anschlusstreffer in der 89.Minute. Krasnodar rettete den Vorsprung aber über die Zeit.
McLover analysierte den letzten ZAT und die Situation im Allgemeinen sehr sachlich: "Wir müssen Geduld bewahren, wir haben nun 4 gute ZATs hingelegt aber die anderen Mannschaft oben haben halt auch nicht viele Fehler gemacht, deshalb haben wir nun auch eine solche Kluft zwischen dem 5.und dem 6.! Gegen Jekaterinburg werden wir machen was nötig ist um den sicheren Heimsieg zu verbuchen aber das reicht natürlich nicht, mindestens ein Auswärtsspiel müssen wir auch noch gewinnen. Abzuwarten bis zum letzten ZAT um anzugreifen ist für uns keine Option. Bis jetzt sieht es nach einer guten Saison aus da wir auch das CL-Achtelfinale erreicht haben, aber das kann sich alles sehr schnell drehen durch eine Stagnierung in der Liga."
Am nächsten ZAT warten Samara (A), Ural Jekaterinburg (H) und Lokomotive Moskau (A). Der heisse Tanz in Russland hat begonnen!
Wo geht die Reise hin ?
Auf gehts...die sonst so spärlich besetzte Presseabteilung wird am Saosonende aktiv und denkt,dass dies genau die letzten Motivationskörner sind, welche die Mannschaft zum großen Coup bringen.
Naja,die Reserven sind zwar nicht schlecht, aber 2 Auswärtsspiele und starke Gegner zaubern mir nur ein großes Fragezeichen auf die Stirn. Zumal wir in der Vergangenheit immer verkackt haben, wenn es um die Wurst ging. Daher versprüht man in Perm eher den berühmtem verhaltenen Optimismus. Denn versagt man in den letzten 3 Spielen, geht der Fahrstuhl aber auch sowas von nach unten,dass wir den dann neu gekürten Meister nicht mal aus der Ferne sehen.
Ich wünsche an dieser Stelle schon einmal allen Strategen einen fairen Meisterschaftskampf und möge derjenige,der am Ende oben steht auch Meister sein...lach.
Außerdem einen großen Dank an unseren Ligaleiter und Allen ein Frohes Fest !
Gruß Netsrac
Die Ruhe vor dem Sturm
Die Saison neigt sich dem Ende und es könnte kaum spannender sein. Fünf Mannschaften mit nur einem Punkt Unterschied! Das verspricht ein Finale furioso. Und der ZSKA ist mittendrin. In so einer starken russischen Liga kann noch so viel passieren an den letzten Spieltagen. Womöglich entscheidet sich die Meisterschaft erst in der letzten Sekunde des einen oder anderen Spiels. Startrainer Andi von Hideta lässt sich zu keiner eindeutigen Prognose hinreißen. Es ist noch so viel möglich. Doch eines ist sicher. Der ZSKA Moskau will Meister werden. Da gibt es keine Frage. Andere Teams haben allerdings auch sehr gute Chancen. Von wegen Amkar Perm und der ZSKA machen es unter sich aus. Weit gefehlt. Ural Jekaterinenburg hat sicherlich nicht mehr so viel mitzureden. Doch immerhin sind es mit Rubin Kasan und dem FK Krasnodar auch zwei weitere Dauerbrenner, die Meister werden können und auch wollen. Der Trainer von Ural Jekaterinenburg ist indessen beleidigt, weil er im Pokal gegen das übermächtige Team von Startrainer Andi von Hideta ausgeschieden ist. Soll er doch. Wir wollen immer so weit wie möglich kommen und so spielen wir auch.
Slow clap
Die einzige Chance auf den Titel blieb Ural im Pokal. Doch diese Chance konnte man nicht nutzen, da jemand All-In gehen musste, so dass er nun chancenlos im Finale steht. Obwohl eigentlich mehr als nur zu erwarten war, dass Gegner Spartak genügend Reserven hat um dieses Final zu gewinnen. Hauptsache man hat sich das Zusatz-TK für nächste Saison gesichert. Nun ja, was solls, genug der Kritik an den jeweiligen Strategien. Gratulation an Spartak in diesem Falle. Man weiss auch welche Teams man im Meisterschaftsfinale unterstützen wird.
Immerhin gibt es einen Lichtblick in dieser ganzen Sache. Ural spielt nächste Saison mit Sicherheit im EC. Wir können nicht mehr auf Platz 7 abrutschen und dank des kommenden Pokalsiegs Spartaks erbt man den EL-Qualiplatz auf sehr wahrscheinlich Platz 6. Die Chancen auf die Meisterschaft hat man trotz des einen Punkt Rückstands auf die Spitze bereits begraben.
+++Top 3 erneut verfehlt+++McLover schliesst mit der Saison ab+++
Genua - Klitschnass steht McLover im Regen und starrt regungslos in den italienischen Nachthimmel. So eben ist seine Mannschaft im CL-Achtelfinale gegen das lokale Sampdoria rausgeflogen, nach Verlängerung! Nach dem Hinspiel in Krasnodar hatte alles so gut ausgesehen bis sich Dennis Cheryshev in der 67.Minute zu einer Schiedsrichterbeleidigung hinreissen liess. Rote Karte, der FK Krasnodar kassierte noch 2 bittere Gegentreffer, die sich im Rückspiel als Genickbruch herausstellen sollte! In Ligurien rettete man sich zwar bis in die Verlängerung, dort gab es dann aber kein Happy-End für die Südrussen. "Dennis hätte Profi genug sein müssen und den Mund halten müssen, der Schiedsrichter hat eine Fehlentscheidung getroffen, dennoch kann man sich nicht zu solch einer Kurzschlussreaktion hinreissen lassen. Er hat uns im Stich gelassen," murmelte ein sichtlich enttäuschter McLover in die Mikrofone des russischen Fernsehens. Einen Tag nach dem Rückspiel sah die Welt schon wieder ganz anders aus: man hatte sein, in der CL, gestecktes Ziel erreicht und erstmals unter der Leitung von McLover in die K.O. Phase der Königsklasse vordringen können. Demnach flog man sichtlich zufrieden wieder zurück nach Russland, wo man von etlichen Fans am Flughafen freudig empfangen wurde.
Diese gute Laune hielt aber nur einige Tage denn am 31.Spieltag der Premjer-Liga gab es gegen den Abstiegskandidaten FK Rostow eine völlig unnötige 2:0 Pleite. Die restlichen Spiele des 11.ZATs konnten zwar erfolgreich gestaltet werden mit Siegen gegen Ural Jekaterinburg (1:0) sowie Lokomotive Moskau (0:4) doch erstens wurde der Sprung in die Top 3 zum x.ten Mal verpasst zweitens fehlt auch dem Trainer McLover der Glaube an das Erreichen dieses Saisonziels, dies wegen des brutalen Restprogramms mit Rubin Kazan (1.), ZSKA Moskau (2.) sowie Amkar Perm (3.). Schlimmer hätte es ansich gar nicht kommen können um nun noch Punkte zu sammeln. "Unser Plan hatte es vorgesehen dass wir vor dem letzten ZAT in den Top 3 stehen werden, da wir dies bis jetzt nicht geschafft haben, werden wir es auch am 12.ZAT nicht schaffen. Ehrlich gesagt ist es wahrscheinlicher dass wir 6.werden als dass wir 3.werden. Dennoch ziehe ich nach 33 Spielen eine positive Bilanz dieser Saison. Wir haben uns nach einer schwachen Hinrunde, mit viel zu vielen Unentschieden, toll zurückgekauft in einer richtig starken Liga. Zudem haben wir es im 3.Anlauf geschafft in die K.O. Phase der CL vorzudringen. International sind wir nächste Saison sicher, dann wird es halt die EL-Qualifikation. Ob wir nun 5.oder 6.werden macht auch keinen Unterschied mehr. Ich denke dass wir auf die Rückrunde aufbauen können. Zudem ist der FK Krasnodar nun ziemlich wahrscheinlich (extra betont) erstmals seit 2018-2 nicht in den Top 3 vertreten, das sollten uns die Fans und die Experten auch mal zugestehen."
Resignation ist man bei den Südrussen ansich nicht gewohnt, Gier sowie beispielloser Ehrgeiz zeichnet diesen Klub aus. Und so einfach werden solche Tugenden auch nicht beiseite geschaufelt, so Kapitän Yuri Martynovich: "Unser Trainer wollte damit nur eine realistische Analyse abgeben, wir haben das schwierigste Restprogramm der Top 6. Aber wir werden in den 3 Partien natürlich alles reinhauen und schauen möglichst viele Punkte zu holen um unseren Fans vielleicht doch noch einen guten Saisonausklang zu schenken. Wenn nicht, kann sich ganz Russland gewiss sein dass wir 2020-1 wieder voll angreifen werden. In allen Wettbewerben."