Nach der Vizemeisterschaft ist vor der Meisterschaft?
So könnte man die Saisonpläne formulieren. Startrainer Andi von Hideta war eigentlich auf dem richtigen Weg in der vergangenen Saison. Die Taktik war perfekt. Zu Hause alles wegballern und nichts anbrennen lassen. Einfach schön jedes Heimspiel gewinnen und dann noch ein paar Siege auswärts holen. Die am besten zu kalkulierenden Kandidaten waren da die trainerlosen Teams. Da geht es nur um pure Mathematik und einfache Wahrscheinlichkeiten. Aber gerade das hat letztendlich den entscheidenden Nachteil für die Mannschaft von Startrainer Andi von Hideta bedeutet. Während der verhätschelte Meister Krasnodar vom "Zuffi" mit mageren 19 Gegentoren bedacht worden ist, mussten die Moskauer vom Armeesportklub davon ganze 27 hinnehmen. Das man da mal einen Punkt weniger macht als der Meister, ist wohl nachzuvollziehen. Diese Willkür ist reine Wettbewerbsverzerrung und gehört gehörig abgewatscht. Im Sinne eines fairen Wettbewerbs sollte man darüber nachdenken, am System zu rütteln. Was wäre, wenn trainerlose Teams zu Hause 3 Tore und auswärts deren 2 erzielen? Für jeden wäre es fair. Jeder kann sich entscheiden, ob er investiert oder nicht. Aber all das Gejammer nützt nunmal nichts. Es muss neuer Anlauf genommen werden in der russischen Hauptstadt. Und das tut Startrainer Andi von Hideta auch. Die Saison wird zeigen, ob der Zufall wieder über Meisterschaften entscheidet.
+++Der Urknall: Fuchur geht, McLover kommt+++Junger Luxemburger wechselt aus Polens 2.Liga in die Champions League+++
Es war ein verschneiter Dezembertag in Krasnodar, alles war wie immer in der 5Millionen-Stadt! Bis um 12:00 Ortszeit: Startrainer Fuchur tritt vor die Presse und verkündet seinen Rücktritt! Das kam aus dem Nichts! 5mal in den letzten 9 Saisons hiess der russische Meister FK Krasnodar, dazu kommen 6 Pokalerfolge, die meisten mit Fuchur und last but not least der Champions League Triumpf in der Saison 2017-1 gegen den Ligaleiter Russlands, Dimitry Utschkovs Legia Warschau. Die Verantwortlichen waren eingeweiht, die Presse aber nicht und während diese mit allmöglichen Namen um sich warf, stand Fuchurs "Thronfolger" bereits fest.
Dieser ist zumindest in Insiderkreiser oder Liebhabern der polnischen Ekstraklasa nicht unbekannt. Es handelt sich hierbei um den 28jährigen Luxemburger McLover der mit Jagiellonia Bialystok einen Meistertitel (2018-1) und einen Pokalsieg (2018-2) holen konnte. Der heissblütige Luxemburger ist in Polen desöfteren mit Trainerkollegen aneinandergeraten, ist bekannt kein Blatt vor den Mund zu nehmen und hat die Höhen und Tiefen des Traingeschäfts nur zu gut kennengelernt. Böse taktische Schnitzer verhinderten dass bereits 2017-3 die Meistertrophäe nach Bialystok wanderte, danach Meister und Polens Nationalteam bis ins WM-Achtelfinale geführt und auf der anderen Seite von der Champions League in die 2.Liga. Bereits kurz vor Saisonende stand McLovers Abschied aus Bialystok fest.
Nun hat er die heikle Aufgabe den Fans vom FK Krasnodar weiterhin Titel zu bescheren, denn ein 2.Platz ist in Südrussland ungefähr soviel wert wie ein Sieg bei FIFA im "Amateur"-Modus. Doch Fuchur hat die Zeichen der Zeit relativ gut erkannt, 6 Spieler aus der Meisterelf sind entweder etwas weiter gen Osten Richtung China gewechselt, andere gaben ihr Karriereende bekannt. Diese Lücken wurde mit Jugenspielern gefüllt doch diese brauchen Zeit aber wenn die erfolgsverwöhnten Fans des Klubs eines nicht besitzen dann ist es eben diese Tugend. McLover kann daher nur verlieren, an Fuchur kommt er wohl nie ran und die Presse lechzt angriffslustig nach Ausrutschern! Die Testspiele waren ordentlich doch auch da fand man immer wieder was zum meckern. Beim 5:2 Testspielsieg gegen Zweitligist Tom Tomsk wurden die 2 Gegentore, laut der Presse, doch relativ amateurhaft zugelassen und beim 1:1 gegen Amkar Perm befand man dass zu wenig Bewegung im Spiel der Mannen von McLover war. McLover lässt sich diese Presselawinen sicherlich gut bezahlen, in Russland müssen sich Spieler und Verantwortliche selten nur mit Wasser und Brot zufrieden geben, Gerüchten zufolge soll das Jahresgehalt des Luxemburger bei stolzen 5,6 Millionen liegen. Dieser äusserte sich gestern zum Abschluss des Trainingslagers auf Teneriffa derweil folgendermaasen:
"Ich bin mit der Vorbereitung sowie mit den Rahmenbedingungen, die mir der Club bietet, sehr zufrieden. Die Fusstapfen von Fuchur sind gross aber Fans und Spieler müssen einsehen dass das nun alles der Vergangenheit angehört, einen Titel zu holen wird diese Saison schwer. Wir werden in allen 3 Wettbewerben alles raushauen aber ich sehe uns nirgends vorne...noch nicht. Ich schätze zumal in Russland ZSKA Moskau und den Rubin Kazan stärker ein aber auch Chimki hat eine starke Mannschaft. Die übrigen Teams, Perm, Torpedo Moskau und den Aufsteiger Spartak Moskau sehe ich auch im Kampf um die internationalen Plätze. Ich hoffe die 3 Interimstrainer finden noch Übungsleister, ansonsten droht einer der ihren der Abstieg."
Der amtierende Titelträger konnte nach langen Verhandlungen zudem Topstürmer Ari halten der letzte Saison mit 22 Treffern maasgeblichen Anteil daran hatte dass Krasnodar ZSKA Moskau den Titel noch auf den Zielgeraden wegschnappte, damals sprach man wie so oft vom "Fuchur-Effekt", doch das ist jetzt Vergangenheit, jetzt wollen die Fans den "McLover-Effekt"...
So oder so
Da hats ja mal wieder gescheppert im Kasten der Moskauer. Vergangene Saison war Startrainer Andi von Hidete ganz gut gestartet und war praktisch von Anfang an oben dabei. Grund hierfür war einzig und allein die starke Heimspielbilanz der Hauptstädter. Jetzt findet man sich am Tabellenende wieder. Dort hat Startrainer Andi von Hideta einst auch angefangen mit dem ZSKA und die Mannschaft dann zu Ruhm und Ehre geführt. Doch die Meisterschaft blieb vergangene Saison verwehrt dank einer unberechenbaren Verhätschelung des Vereins aus Krasnodar. Doch wie hätte man sonst den Trainerposten wieder besetzen können? Ein Meistertitel ist da natürlich ein ganz anderes Zugpferd udn Lockmittel. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Doch was soll das Gequatsche in der Zeitung? Am Ende fangen wir uns noch ein paar Watschen ein. Aprospros Watschen. Immer wieder erreichen die Zentrale der Moskauer um Startrainer Andi von Hideta ominöse Drohungen von Besuchen von Sascha und Alexej aus der Ukraine. Sie wollen klingeln. Doch das kümmert uns wenig. Zunächst mal sind wir immer am Start und verpassen so gut wie nichts. Zum anderen haben wir gar keine Klingel an unserer Tür. Startrainer Andi von Hideta hofft, dass führt nicht zu großem Verdruß bei Alexej und Sascha.
Und zum Thema Derby: Spartak kann sich schon mal warm anziehen. Es scheppert nämlich ordentlich im Moskauer Kasten.
Gelungener Saisonauftakt
Für den Aufsteiger
Spartak Moskau hat am letzten Mittwoch das
Abenteuer Premjer Liga begonnen. Viele haben sich Fragen gestellt
ob Spartak die nötige Klasse hat um in der 1. Liga mitzumischen, inklusive der Trainer
redlion selbst:
"Es ist immer schwer einzuschätzen, wo man steht. Wir haben letzte Saison einen relativ souveränen Aufstieg gefeiert, allerdings war die Konkurrenz auch nicht auf dem gleichen Niveau, wie die, die uns jetzt gegenüber steht. Am Ende ist man einfach nur erleichtert, wenn es endlich losgeht und man herausfindet, ob
die harte Arbeit sich ausgezahlt hat.
"
Und wie die harte Arbeit sich ausgezahlt hat. 9 Punkte in den ersten 3 Spielen, darunter ein hart umkämpfter
5-4 Sieg auswärts gegen den Pokalsieger der letzten 3. Saisons Rubin Kasan.
Redlion bremst jedoch die Euphorie:
"Man soll die Resultate von letzter Woche nicht überbewerten, die Saison ist noch lang. Das Ziel bleibt der Klassenerhalt mit einer kleinen Hoffnung aufs internationale Geschäft."
Zu den Gegnern von dieser Woche meinte
Spartaks Trainer:
"Wir bekommen es diese Woche nicht leicht. Zuerst müssen wir auswärts gegen den amtierenden Meister ran, der unter neuer Leitung nur mit 3 Punkten in die Saison gestartet ist und jetzt natürlich mit einer Portion Wut im Bauch auftreten wird. Das 2. Spiel ist dann das stets umkämpfte Derby zu Hause gegen den Vize-Meister ZSKA Moskau die in einer ähnlichen Situation sind. Das 3. Spiel ist dann wieder auswärts gegen die heimstarke und unberechenbare Mannschaft aus Jekaterinburg. Ich wäre mit 3 Punkten aus diesen Spielen schon zufrieden."
+++Financial Fairplay, Schlägereien und Trash-Talk+++2 Luxemburger für FKK: Jans und Thill kommen+++
Der FK Krasnodar ist mit 3 Punkten aus 3 Spielen in die neue Saison gestartet, der komplette Fehlstart wurde demnach vermieden was als aktueller Meister nicht selbstverständlich ist. Kräfte wird man beim Tanz auf 3 Hochzeiten noch genug brauchen. Das Sportliche rückte aber ohnehin in den Hintergrund an diesem Spieltag, es waren viel mehr die negativen Schlagzeilen die diesen ZAT aus Krasnodar-Sicht bestimmten. Doch alles auf Anfang:
Am 1.Spieltag war Krasnodar chancenlos gegen Amkar Perm, die Verteidiger standen überall nur nicht da wo der Ball sein Unwesen treibte. Und auch im Sturm war Ari völlig auf sich alleine gestellt. Das gefiel Milliardär und Klubbesitzer Sergei Galizki gar nicht und so nahm er mal eben 40 Millionen in die Hand um den russichen Nationalspieler Dennis Cheryshev (26) vom FC Villareal loszueisen. Am 2.Spieltag musste das Heimspiel gegen den FK Chimki in der 70.Minute beim Stand von 1:0 für kurz unterbrochen werden weil die berüchtigten Ultragruppe "Green Boys" den Block von Chimki stürmte und sich wilde Schlägereien mit den Auswärtsfans lieferte, die wenig zimperliche russische Polizei hatte beide Einheiten aber schnell getrennt. Denis Cheryshev avancierte mit 2 Toren zum Matchwinner in diesem Spiel doch die Freude über den Sieg hielt nicht lange denn kurz darauf gab es Post aus Nyon...von der UEFA.
Anklagepunkt: Financial Fairplay. Klubbesitzer Sergei Galizki hat sich die letzten Meisterschaften rund 400 Millionen kosten lassen, Einnahmen: eher wenig bis gar keine. Nun muss Krasnodar schleunigst schauen übergewichtiges Boardpersonal von der "Titanic" zu kriegen was dann auch schleunigst getan wurde, Ruslan Rotan und Malin Biliskov wurden für rund 80 Millionen nach Amerika zu L.A. Galaxy verschifft. Doch der Kader wurde, neben Dennis Cheryshev, doch nochmal nachgebessert: Es sind 2 Luxemburger die den FK Krasnodar verstärken werden. Kurz vor Transferfensterschluss kam vom FC Metz der Rechtsverteidiger Laurent Jans (26) und vom russichen Zweitligisten FK Ufa der Mittelfeldspieler Olivier Thill (22).
"Olivier kennt den russichen Fussball bereits sehr gut und hat beim FK Ufa schnell eine Führerrolle übernommen, das erwarten wir hier auch von ihm. Laurent spielt seit Jahren sehr souverän auf auch wenn er beim FC Metz leider selten Stammspieler war," so McLover.
Beide werden gegen den Tabellenführer Spartak Moskau spielberechtigt sein und somit auch mit grosser Wahrscheinlichkeit zum Einsatz kommen. Eine Verpflichtung von Weltmeister Steve N'Zonzi zerschlug sich durch das Financial Fairplay. Am 3.Spieltag ging es dann zu Zenit St.Petersburg und dort fiel der Co-Trainer von Krasnodar Roman Poliakoskov negativ auf, er verpasste dem 4.Unparteiischen in der 66.Minute eine Ohrfeige und muss mit einer langen Sperre rechnen. Dazu passt dass Sergei Galizki sich nach diesem Spiel auch noch über den Kleidungsstil von McLover beschwerte (dieser steht mit Jogginghose und Kapuzenpulli am Spielfeldrand):
"Ich bin gewohnt dass sich Männer in meiner Umgebung etwas nobler kleiden." McLover konterte: "Ich glaube ich werde fürs Trainieren bezahlt und nicht fürs Modeln."
Der FK Krasnodar liefert direkt Schlagzeilen, nicht sportlich und auch ansonsten keine positiven aber die Presse freuts...Ein Wort noch zu der aktuellen Situation von McLover?
"Spartak ist der erwartet starke Aufsteiger, es wird richtig hart sie bei uns zuhause in Schach zu halten, in Kazan ist es immer hart zu spielen und Torpedo Moskau hat auswärts bei Spartak klasse dagegengehalten. Es wird ein bockschwerer ZAT. ...Roman? Er hat die Nerven verloren, das ist menschlich."
Derbies, Krawalle und mehr
Diese Woche ist es nicht ganz so überragend gut gelaufen bei Spartak Moskau und doch waren überall zufriedene Gesichter zu sehen, immerhin hat man 6 Punkte aus 3 Spielen geholt und dabei den amtierenden Meister und den Vize-Meister geschlagen. Wir haben redlion wieder ein paar Fragen zu den Spielen dieser Woche gestellt:
Direkt im ersten Spiel musste Spartak gegen Krasnodar ran. Wie verlief die Begegnung?
"Aus unserer Sicht verlief das Spiel optimal, einen auswärts Sieg gegen den Rekordmeister nimmt man gerne mit."
In Krasnodars Zeitung war zu lesen, dass man unter den Zuschauern schon den Rücktritt des neuen Trainers verlangt. Ist das überaschend für sie?
"Nein überraschend ist das nicht wirklich, in Krasnodar wurden die Zuschauer in den letzten Saisons richtig verwöhnt. Ein neuer Trainer ist nicht nur für die Spieler eine Umstellung die Zeit brauchen wird. Allerdings möchte ich noch was anderes klarstellen, Krasnodars Zeitung spricht immer von Spartaks Zaubertrank: mit Doping haben wir nichts am Hut, der einzige Zaubertrank den meine Spieler zu sich nehmen ist eine gute Flasche Vodka vor dem Spiel und eine in der Halbzeit."
Danach gabs ein eheres nüchternes und langweiliges 1-0 im Derby gegen ZSKA, da haben sich glaube ich doch viele mehr erwartet?
"Nüchternes und langweiliges 1-0? Manchmal habe ich den Eindruck als ob die Journalisten sich nur das Endresultat anschauen um ihre Artikel zu schreiben. Es war ein tolles Spiel mit ständigem hin und her. Der einzige Grund warum es am Ende nur 1-0 und nicht 4-4 stand war die Weltklasse Leistung beider Torhüter. Und wem das Spiel alleine nicht unterhaltsam genug war, ist auf den Tribünen sicherlich auf seine Kosten gekommen, die Ordnungshüter haben sich jedenfalls nicht gelangweilt."
Sie sprechen die Krawalle auf der Tribüne an, glauben sie, dass die Ansage von ZSKA Trainer Andi von Hideta, dass es ordentlich im Kasten scheppern würde, dazu beigetragen hat?
"Nein, das glaube ich nicht, ich glaube eher dass man hier in Moskau im Winter generell etwa hitzköpfiger ist, da man für die kalten Temperaturen kompensieren muss. Ausserdem wäre ein Derby kein richtiges Derby ohne eine Portion freundliches Trashtalk vorher, davon lebt der Fussball und die Liga."
Im letzten Spiel gab es dann eine 4-0 Klatsche gegen Jekaterinburg.
"Ja, man kann halt nicht jedes Spiel gewinnen. Die Mannschaft war nach den 2 Spielen gegen Krasnodar und ZSKA ziemlich erschöpft und das hat man dann auch am Resultat in Jekaterinburg gesehen."
Nächste Woche geht es für Spartak gegen Amkar Perm, den FK Chimki und die erstaunlich starke Truppe aus Sankt Petersburg. Man darf gespannt sein, ob es weiterhin so gut weierlaufen wird.
+++Schmerzhafte Heimniederlage gegen Spartak Moskau+++Erste "McLover-Raus" Rufe in der Krasnodar Arena+++
Was hat sich der FK Krasnodar da nur für einen Trainer geangelt? 6 Spieltage sind um und es ist kein Anzeichen von taktischer Raffinesse oder Spielwitz zu sehen. Von einer bitteren Heimniederlage bis hin zu einem erneut blutleeren Auswärtsauftritt war alles dabei, nur nichts für die Galerie. Die 3 Spiele des 2.ZATs im Rückblick:
In der Krasnodar Arena empfing der FK Krasnodar am 4.Spieltag den starken Aufsteiger Spartak Moskau. Dieser hatte am 1.ZAT, angetrieben vom Zaubertrank des "Miraculix", alles niedergerannt was sich ihm in den Weg stellte. Zum Leidwesen des FKK war die Wirkung dessen auch zum Anpfiff noch nicht verflogen und so war relativ schnell klar dass die "Grünen" hier die 3 Punkte nicht auf dem Silbertablett serviert bekommen würden. In der 34.Minute gingen die Gäste dann auch in Führung und konnten diese in der 40.Minute sogar noch erhöhen allerdings ging dem 0:2 ein klares Foulspiel im Mittelfeld an Pawel Mamayev vorraus und so wusste McLover dann zur Pause auch nicht ob er sich bei Fortuna, dem Schiedsrichter oder dem Kneipenwirt für die ungesalzene Pommes beschweren sollte oder wie wärs mal mit der eigenen Mannschaft? Die Standpauke in der Halbzeit hatte dann aber sichtlich Wirkung gezeigt bei der Mannschaft und so stürzte die Mannschaft um McLover sogleich mit ICE-Geschwindigkeit in die Hälfte der "Spartaker". Doch Spartaks Keeper Artyom Rebrov, der gegen Kazan noch drei Gegentore verschuldet hatte, hatte sich sein "Spiel des Lebens" für die Partie in Krasnodar aufgehoben. Unfassbar was die "Krake aus der Hauptstadt" alles abwehrte, Krasnodar konnte nur noch auf 1:2 verkürzen, das durch einen Freistoss von Oli Thill (86.). Nach dem Spiel kippte die Stimmung und die Fans forderten lautstark dass McLover sich zurück nach Luxemburg scheren sollte. (Es fielen selbstverständlich andere Wörter)
Besser wurde die Stimmung auch nach der Auswärtspartie gegen Kazan nicht, dort betraten die 11 Krasnodarer geschlossen das Spielfeld. Leider Gottes folgte, genau wie in den 2 Auswärtspartien zuvor, keine sonstige aktive Handlung auf dem Spielfeld und so war das Endresultat sehr nackt und sehr klar: 3:0 für Rubin Kazan. Das Heimspiel gegen Torpedo Moskau wurde vom Präsidenten Sergei Galizki dann schon zum "Alles-oder-Nichts-Spiel" für McLover proklamiert. Obendrein versagten die zuletzt titelverwöhnten Zuschauer der Mannschaft auch die Unterstützung. Es regnete und neben dem Wetter sprach auch sonst alles gegen McLover, denn er schien die Mannschaft in keinster Form zu erreichen. Es hatte sich auf der Tribüne hoher Besuch eingefunden. Ex-Nationalspieler Lothar Matthäus war unter den Zuschauern, ob auf der Suche nach schönem Fussball oder nach einer jungen Russin ist nicht überliefert. Wer die Lebensgeschichte des "Loddar" kennt weiss ersteres ist möglich, zweiteres wahrscheinlicher. Bekommen hat er am Ende wohl beides nicht.
Denn die 22 Akteure gaben sich redlich Mühe die 30.000 Zuschauer so schnell wie möglich aus dem Stadion zu scheuchen. Die Entlassung von McLover stand schon fest da meldete Torpedos Abwehrspieler Sergey Shustikov in der 86.Minute Ansprüche auf einen Titelkampf in der UFC an in dem er mit einem herrlichen griechisch-römischen Würgegriff Ari zu Boden riss, dummerweise für ihn befand sich der "Ring" im eigenen Strafraum. Das verständnislose Kopfschütteln des Unparteiischen in Richtung des Verteidigers durfte eher als Elfmeterpfiff gewertet werden und so war es dann auch. Denis Cheryshev verwandelte und der Sieg schien eingetütet doch Krasnodars Innenverteidiger Cristian Ramirez hatte seinerseits wohl keine Lust mehr auf McLover und so haute er Torpedos Pavel Solomatin im Strafraum um und der Schiedsrichter entschied in der 91.Minute auf Elfmeter. Konstantin Kertanov wähnte sich, wenige Minuten nach einem harten Zusammenprall mit dem bulgarischen "Bulldozer" Angelov, aber wohl beim American Football und haute den Ball übers Tor in die Krasnodarer Innenstadt. In der NFL gibt es dafür 3 Punkte, im Fussball jede Menge Klicks auf Youtube.
McLovers Job war gerettet - vorerst - denn am nächsten ZAT muss die Mannschaft von McLover entgültig loslegen. Dieser hingegen scheint den Ernst der Lage noch nicht kapiert zu haben und legte sich sogleich mit dem Präsidenten an:
"Die Mannschaft braucht Zeit, in Bialystok ging auch nicht alles von heute auf morgen und danach haben wir 2 Titel gefeiert. Der Hampelmann in der VIP-Loge soll mir einen Gefallen machen und mich meine Arbeit tun lassen. Von Fussball hat der nämlich so viel Ahnung wie Sergio Ramos von Fairplay, am nächsten ZAT holen wir 9 Punkte."
Spartak noch immer Tabellenführer
Auch nach dem 3. ZAT, ehm tut mir Leid, 9. Spieltag darf sich Spartak weiterhin über die Tabellenführung freuen. Ein 4-2 Sieg über Amkar Perm, eine 0-4 Niederlage in Chimki und ein 3-1 Sieg gegen Zenit Sankt Petersburg machten dies möglich. Wie gewohnt, die Reaktionen des Spartak Trainers redlion nach jedem Spiel:
Wie fühlt man sich nach so einem torreichen 4-2 Sieg gegen eine defensiv sehr starke Mannschaft aus Perm?
"Exzellent natürlich, ich hab in meiner Jugend die historischen Belagerungen von Bollwerken studiert und da ist natürlich einiges hängen geblieben wie man solche Festungen überwindet. Jede noch so starke Verteidigung hat seine Schwäche und bei Perm war dies halt der Torwart. Nachdem wir uns die Videos der vorherigen Spielen angesehen haben, haben wir festgestellt, dass der Torhüter von Perm sich angewöhnt hat auf dem Smartphone Tetris zu spielen, da die Verteidigung onehin keine Torschussmöglichkeit zugelassen hat. Deshalb hab ich meinen Spielern gesagt einfach von der Mittellinie drauf zuhalten, und da stand es schon 3-0 bevor Perm überhaupt mitgekriegt hat was passiert."
Aus unerklärlichen Gründen war weder der Trainer noch einer der Spieler nach der Klatsche gegen Chimki für ein Interview auffindbar. Zu dem Spiel gegen Zenit hatte Spartaks Trainer jedoch folgendes zu sagen:
"Na gut, Zenit ist dann doch sehr schwach auswärts, ich hab mir ehrlich gesagt nicht erwartet, dass wir heute verlieren würden."
Nächste Woche geht es dann gegen Rostow, Rubin Kasan und Torpedo Moskau, wird ihre Mannschaft danach weiterhin Tabellenführer sein?
"Schwer zu sagen, ich bin überzeugt dass meine Jungs jeden schlagen könne, jedoch könnte es passieren, dass nächste Woche die erste 0 Punkte Woche kommt. Kann allerdings auch sein dass wir 9 Punkte holen. Gott sei dank spielen wir nicht gegen Krasnodar, die wie Phönix aus der Asche plötzlich Tabellenzweiter sind, nachdem sie an den ersten 2 Spieltagen noch am Tabellenende rumgedödelt sind."
++3 Siege: Krasnodar räumt das Feld von hinten auf!+++Episches Spiel in Moskau+++
Der Job war gerettet! Und wie, denkbar knapp setzte sich der FK Krasnodar am 6.Spieltag zuhause mit 1:0 gegen Torpedo Moskau durch. Die Gäste vergaben in der Nachspielzeit einen Elfmeter! McLover durfte als Trainer bleiben! 3 Spieltag später...der FK Krasnodar grüsst von Platz 2 mit 15 Punkten, 9 mehr als einen ZAT zuvor. Vor sich nur hat man nur noch den Aufsteiger Spartak Moskau dessen Kondition noch intakt ist aber Experten sind sich einig, für Spartak kommt die Meisterschaft eine Saison zu früh. Hinten lauert wesentlich gefährlicheres Personal, doch der FK Krasnodar hat in den vergangenen 3 Spielen eindrucksvoll gezeigt dass man die Attribute aus der letzten Meistersaison noch immer in sich hat, doch was war genau vor diesem ZAT geschehen?
Unmittelbar nach dem gruseligen Kick gegen Torpedo Moskau ging es in ein Kurztrainingslager nach Sotchi, laut Angaben des Klubs denn der Aufenthaltsort wurde der Presse verschwiegen. Daraufhin kamen wilde Spekulationen auf, von einer Schweinefarm bis hin zu Sibirien wurde diverse mögliche "Trainingslager" genannt. Den Fans wars egal, man hätte auch bei Tante Olga im Hinterhof trainieren können, hauptsache das Team würde endlich an die Leistung des Vorjahres anknüpfen. Und McLover könnte man ja gleich da lassen. Am 10.Spieltag sollte es gegen den FK Rostow also mit neuer Identität auf zu neuen Ufern gehen. Zuerst einmal mussten die weiblichen Fans mit Entsetzen feststellen dass Cristian Ramirez das Trainingslager nicht nur zum Trainieren sondern auch zu einem Frisörbesuch genutzt hatte und so präsentierte sich der schwarzhaarige Kolumbier nun mit platinblonden Haaren beim Anpfiff, schade dass er diese Brillanz nicht an einem einzigen Spiel dieses ZATs auf das Spielfeld übertragen konnte, er sollte aber der einzige Spieler unter Normalfall bleiben. Der FK Rostow wurde durch Tore vom Brasilianer Wanderson und vom Schweden Kristoffer Olsson mit 2:0 nachhause geschickt. Der 2.Sieg in Folge! Jetzt sollte es zum Duell Vizemeister vs Meister in Moskau kommen...
"Ja hallo junger Mann, wer sind Sie denn? Mein Name ist Magomed-Shapi Kamilyevich Suleymanov." Nein, hier ist nicht von einer russischen Kindersserie für Arme die Rede und wir sind auch nicht in die Dreharbeiten eines billigen Abklatsches von Alfred Jodukus Quack reingeplatzt. Der ganze Sturm meldete sich ausgerechnet vor dem Topspiel mit Grippeninfekt krank, in Russland spekuliert man da oft auf eine "lange Nacht" doch es half ja alles nichts. Ohne Cheryshev und Ari dafür aber mit mit dem talentierten Jugendspieler "Suley" (letzterer tat allen einen Gefallen und kürzte seinen Namen ab) ging es also auf nach Moskau. Viele Schlachten hatten sich Fuchur und Andi von Hideta in den letzten Saison geliefert, diese hier wird allen in Erinnerung bleiben. Und "Suley" sollte dabei eine tragende Rolle spielen. Auf gehts auf die Achterbahn.
7 Minuten gespielt: Pass von Wanderson auf Suley - 0:1 Krasnodar. 5 Minuten später: Cleverer Pass von Ramirez zum einzig freien Spieler, dummerweise handelte es sich dabei um ZSKA-Stürmer Alan Dzagoev, der stürmte Richtung FFK-Tor, Ramirez mit der Geschwindigkeit eines Mähdreschers hinterher - 1:1. 25.Minute: Flanke in den FKK-Strafraum, Ramirez bückt sich noch rechtzeitig vor dem heranfliegenden unbekannten Objekt weg - 2:1 ZSKA. 42.Minute Volleytor Suley - 2:2. 45.Minute: Ballverlust Mario Fernandes, Flanke Thill auf Suley, Kopfball - 2:3 Krasnodar. Ein "Hattrick" in seinem ersten Profispiel. So aber jetzt mal durchschnaufen, aber nicht zu lange. Anpfiff 2.Halbzeit, es dauerte 30 Sekunden da lag der Ball schon wieder im Netz von Krasnodar und es war ausnahmsweise nicht Ramirez Schuld. Es ging hin und her, ZSKA gewann nach und nach an Übergewicht. 70.Minute Dimitry Yefremow mit einem Steilpass Richtung 16er von Krasnodar, Ramirez (der war ohne Scherz nicht in der Pause ausgewechselt worden) mit der Orientierung einer Hirschkuh im Amazonas-Dschungel, Alan Dzagoev - 4:3 ZSKA. In der 76.Minute drehte das Spiel: ZSKAs Nikita Chernov sieht nach einer Rudelbildung die rote Karte. Andi von Hideta konnte nicht mehr im Abwehrzentrum nachbessern denn er hatte bereits dreimal gewechselt. FKK kam, ein Angriff nach dem anderen wurde gestartet, es war dann eine Standardsituation die zum Ausgleich führte, Oli Thill verwandelt seinen 2.direkten Freistoss in dieser Saison - 4:4 in der 82.Minute. Der Wahnsinn dann in der 88.Minute, Oli Thill mit seiner 3.Torbeteiligung, Pass auf Suley, der grätscht das Ding rein, Viererpack, unvergesslich - 4:5 Krasnodar. ZSKA war k.o. wie nach einem Boxschlag von Ivan Drago ("Rocky Balboa"), im Block der mitgereisten Krasnodar-Fans boxte höchstens der Papst denn da ging die Post nun ab. Was für ein krankes Spiel!
12.Spieltag: Ural Jekaterinburg war zu Besuch und da auch diese mit 2:1 besiegt wurden grüsst der FKK nun eben von Platz 2. Sergei Galizki kam aus dem Schwärmen überhaupt nicht mehr raus, eine Entlassung von McLover stand angeblich nie zur Debatte. An das "Alles-oder-Nichts-Spiel" für McLover konnte sich der russiche Milliardär ganz plötzlich nicht mehr erinnern. Fakt ist: Der FK Krasnodar hat die Muskeln spielen lassen und die Konkurrenz gewarnt. Nachlegen im nächsten ZAT - gerne erwünscht. "Das Kurztrainingslager hat die erwünschten Ergebnisse gebracht auch wenn ich mir niemals 9 Punkte erwartet hatte. In Moskau hat Russland die aktuell 2 spielstärksten Mannschaften in der Premjer-Liga gesehen. ZSKA Moskau wird in der Tabelle noch früh genug Plätze gutmachen, sie haben uns alles abverlangt und waren ein ebenbürtiger Gegner. Es war aber auch wichtig die beiden Heimspiele erfolgreich zu gestalten, wir stehen nun in der Liga und im Pokal sehr gut da aber wir dürfen jetzt nicht aufhören hart zu arbeiten. Die Spieler und ich haben jetzt Blut geleckt," so McLover auf der anschliessenden PK nach dem Spiel gegen Jekaterinburg.
Im Osten nichts neues
Eine neue Woche, andere Gegner, aber die Situation ist nach wie vor die Gleiche: Tabellenplatz 1 für Spartak und 6 Punkte dahinter lauert der FK Krasnodar, der dann am Mittwoch nach Moskau kommen wird. Redlion's Aussage zu dieser anstehenden Hammerpartie: "Ich mach mir über dieses Spiel generell keine Sorgen, Krasnodar hat zwar 2 starke Wochen hinter sich, aber ich glaube das war eher ein Panikeffekt, weil sie am Anfang Tabellenletzter waren. Ich glaube sie werden es in den nächsten Wochen wieder gemütlicher angehen lassen." Ein anderes heisses Thema in der Liga sind neuerdings auch die Zuschauerzahlen. Krasnodar und Spartak haben immer ausverkaufte oder fast ausverkaufte Stadien und bei anderen Clubs sind sie nur halb gefüllt und das auch nur mit Spartak/Krasnodar Fans wenn sie gegen Spartak/Krasnodar antreten. Woran liegt das? "Naja, schwer zu sagen, aber ich denke daran ist deren Presseabteilung Schuld, wie sollen denn die Zuschauer wissen wann ein Heimspiel ist wenn ständig totale Funkstille seitens ihrer Presse herrscht? Man glaubt fast die hätten Angst vom KGB eingelocht zu werden wenn sie was falsches schreiben".
+++"Guardiola Luxemburgs" bodenständig aber kampflustig+++Krasnodar bleibt Zweiter, gelingt am nächsten ZAT die Tabellenführung?+++
"Krasnodar spielt den besten Fussball", "Wie von einem anderen Stern", "Spartaks Tage an der Spitze gezählt!" Russlands Sportzeitungen überschlagen sich in Lobeshymnen für Russlands Meister, den FK Krasnodar. In der Tat hat das Team von McLover nach dem 6.Spieltag einen spektakulären Aufwärtstrend, sowohl punktemässig als auch spielerisch, hingelegt. Man verteidigt den 2.Tabellenrang und bleibt in "Riechnähe" zum Aufsteiger Spartak. In seinem Heimatland Luxemburg wird McLover derweil als "Guardiola Luxemburgs" bezeichnet. Letzterer gibt sich nach dem 2.tollen ZAT in Folge aber bodenständig. "Ich war nicht verzweifelt als es nicht lief und ich werde jetzt sicher nicht euphorisch nur weil wir jetzt 2 gute ZATs haben. Die Saison ist noch sehr lang und sie wird für uns noch sehr anstrengend werden. Ich finde es darüber hinaus ziemlich respektlos gegenüber Spartak dass man diesen schon die Pole Position so halb aberkennt denn sie haben sich diese zurzeit redlich verdient. Aber ich habe doch eine Botschaft an sie. Wir sind nicht Andi von Hideta und auch nicht ZSKA Moskau, gegen uns werden sie dieses Mal einen erbitterten Kampf führen müssen. Wir
sind nicht mehr das Krasnodar von Spieltag 4. Die Rädchen greifen immer besser ineinander."
Zudem läuft auch die Kaderplanung für die CL auf Hochtouren. Es ist nämlich so dass keine weiteren Neuigkeiten von der UEFA in Sachen Financial Fairplay in Südrussland ankamen. Ob die Sache nun entgültig bereinigt ist oder ob die Herren aus Nyon einfach die korrekte Adresse der Trainingszentrale vom FK Krasnodar versoffen haben, interessiert beim aktuellen Tabellenzweiten
nun wirklich überhaupt keinen solange es nicht erneut verspätete
Neujahrsgrüsse aus der Schweiz gibt. Wurde am letzten ZAT noch die "Piste" Thomas Rincon gross aufgebauscht, so ist es nun Hakan Calhanoglu(25) vom AC Milan (aktueller Marktwert laut transfermarkt.de liegt bei bezahlbaren 22 Millionen für Sergei Galizki) der das Interesse der FKK-Oberen geweckt zu haben scheint.
Auch mit dem Champions League-erfahrenen Innenverteidiger Jakub Brabec (26) von Viktoria Pilsen sollen die Verhandlungen sehr fortgeschritten sein. Er soll Cristian Ramirez ersetzen, der am vorletzten ZAT für ordentlich Gefahr sorgte - vor dem eigenen Gehäuse wohlgemerkt. An diesem ZAT wurde er geschont, Uros Spahic (26) macht es allerdings nicht wesentlich besser so dass dies die Problemzone vom FK Krasnodar bleibt und die CL
und auch die immer stärker werdende russiche Liga (Zenit St.Petersburg hat unter der Woche einen neuen Trainer vorgestellt) verzeihen solche Schwachstellen nicht über eine ganze Saison.
Einen kurzen Blick auf den letzten ZAT geworfen: Gegen Amkar Perm wollte man sich zuhause für die 4:0 Klatsche im Hinspiel revanchieren. Anders als am 1.Spieltag sahen die 34.000 Zuschauer (tja, sogar mittlerweil wieder fast ausverkauft bei einer Stadionkapazität von 35.059) ein packendes
Spiel mit 2 Teams auf Augenhöhe. Cheryshev sorgte in der 86.Minute mit einem tollen Volleyschuss für den 3:2 Endstand. In Chimki musste man dann aber feststellen dass der Meistertitel bei aller Schönspielerei wohl noch eine Saison zu früh kommt. Anders wieder zuhause, Zenit St.Petersburg wurde unaufgeregt mit 2:0 besiegt, hier zeigte dann auch ausnahmsweise die Defensive dass man sehr wohl hinten Beton anrühren kann.
Am nächsten ZAT kommt es dann wie oben angesprochen
zum Knüller in Moskau, gegen Spartak. Ob Spartaks Keeper, die "Krake von Moskau", sich erneut als quasi unüberwindbar zeigt? Zuhause gegen Rubin Kazan könnte die Krasnodar-Arena zum ersten Mal seit der Meistersaison wieder ausverkauft sein. Das Auswärtsspiel bei Torpedo Moskau ist ein typisches "Ausrutsch"-Spiel. Aufjedenfall gilt festzuhalten, McLover hat die Fans in Rekordzeit auf seine Seite gezogen. Spielt die Mannschaft
so weiter, obwohl diese Saison Titel ausbleiben, wird dies auch so
bleiben!
+++Mit Rückenwind schnurstracks auf Rang 1+++Wettbewerbsübergreifend 12 Siege aus den letzten 13 Spielen+++
Der FK Krasnodar reiht den 3.erfolgreichen ZAT aneinander! Es gibt bereits den 2. "perfekten ZAT" in dieser Saison. Zudem hat man aus den letzten Liga- und PokalZATSs 12 Siege aus den letzten 13 (!) Spielen geholt. Es sind Zahlen die manchen Fans den Kopf verdrehen, bei anderen für blanke Euphorie sorgen, es sind Zahlen die es sogar unter Fuchur nur sehr selten gab. Klar ist aber auch, gewonnen ist noch gar nichts und die Champions League wird in den nächsten Wochen für wildes Trampolingestrampel sorgen. Doch was zum Geier ist plötzlich mit dem FK Krasnodar los? Wird es McLover schaffen die Mannschaft mit den Füssen auf dem Boden zu halten?
Der ZAT ging direkt mit einem Topspiel los: Es ging zu Spartak in den Hexenkessel Otkrytije Arena. Die 42.000 Zuschauer fassende Arena war bis auf den letzten Staubkern ausverkauft. Im Hinspiel hatte sich die Truppe von redlion noch knapp mit 2:1 in Krasnodar durchsetzen können. Fakt war aber dass sie nun auf eine anderen Krasnodarer Mannschaft treffen würde doch das Spiel begann erstmal genau so wie im Hinspiel, Spartak attackierte sofort und ging in der 12.Minute durch Luiz Adriano in Führung. Kurze Zeit darauf musste der Schlussmann von Krasnodar, Stanislav Kritsyuk, sein ganzes Können gegen Ze Luis aufbringen um das 2:0 zu verhindern. Krasnodar kam nach und nach besser ins Spiel und nachdem sich in der 42.Minute niemand für Laurent Jans verantwortlich fühlte zeigte die Anzeigetafel zur Pause auf 1:1. So blieb es bis zur 87.Minute ehe Olivier Thill genau wie im Hinspiel einen Freistoss in den Winckel schweisste. Der Sieg gegen den Tabellenführer war perfekt, nächstes Rendez-vous im Pokal.
Gegen Rubin Kazan war die Krasnodar Arena erstmals in dieser Saison ausverkauft, durch ein Kopfballtor von Abwehrrecke Martynovich und dank einer konzentrierten Abwehrleistung konnte man sich hier genau wie im Pokal mit 1:0 durchsetzen. Nach diesem Spiel war die Wachablösung an der Tabellenspitze dann auch perfekt, Krasnodar hatte die Tabellenspitze erobert! Zum Abschluss dieses ZATs stand das Auswärtsspiel bei Torpedo Moskau an, welcher sich als der erwartet harte Gegner erwiesen. Suley brachte FKK zweimal in Front, Torpedo konnte jeweils ausgleichen doch am Ende war es wieder...ja genau Olivier Thill mit einem Freistoss aus 30 Meter der den verdienten Sieg für die Mannschaft von McLover perfekt machte. Dieser tanzte an der Seitenlinie vor Freude über diesen Sieg den Moonwalk.
"Ich werde verrückt, der zweite perfekte ZAT in dieser noch jungen Saison. Doch genau weil die Saison noch so jung ist, wäre abheben nun völlig bescheuert. Wir haben Spartak überholt aber sie bleiben gefährlich, dann gibt es da noch Chimki, Rubin Kazan und nicht zu vergessen Andi von Hideta und den ZSKA Moskau. Der nächste ZAT wird richtig schwierig mit 2 Auswärtsspielen bei Interimsmannschaften, zudem geht es gegen ZSKA. Ich glaube mehr als 3 Punkte sind nicht drin und damit wären wir die Tabellenspitze dann auch wieder los. Unser Ziel ist aber sowieso Platz 3," so McLover.
Ein Blick ins Ausland zu einigen anderen Luxemburger Trainern sorgt für ein wahres Grinsen: El Sansi spielt in Norwegen mit Lyn Oslo oben mit, Wikinger 1988 ist in Frankreich mit Lyon gar in der Top 3 vorzufinden und Hueweler steht als Zweitligist mit 1860 München im Pokalachtelfinale. Weiter so Jungs!
+++Halbzeitinterview mit McLover+++Fjoluson, Stotskiy und Marin kommen+++
Die Hinrunde der Saison 2019-1 ist vorbei und der FK Krasnodar steht nach 18 Spieltagen auf dem 3.Rang, demnach ist man bislang auf Kurs. McLovers Start als Trainer beim aktuellen russischen Meister hätte jedoch nicht schlechter ausfallen können. 3 Punkte und gerade mal 3 Tore nach 5 Spieltagen...die Zuschauer forderten den Rauswurf des Luxemburgers doch dann ging es zügig nach oben, in der Liga konnten 9 der anschliessenden 13 Spiele siegreich gestaltet werden. Darunter waren auch Herzinfarktspiele wie der 4:5 Sieg beim Armeeklub ZSKA Moskau am 8.Spieltag. Im Pokal stehen die Zeichen für ein Weiterkommen ebenfalls nicht schlecht, 3 Spieltage vor Schluss steht man auf Rang 2 und man hat den direkten Konkurrenten Spartak Moskau noch zu Besuch. Auch auf dem Transfermarkt hat man sich mit Blick auf die Champions League, die bald beginnt, noch einiges getan. Folgende Neuzugänge, die McLover bereits am nächsten LigaZAT zur Verfügung stehen werden, sind zu vermelden:
Jon Gudni Fjoluson (IV/IFK Norrköping/5 Mio.)
Dmitry Stotskiy (RM/FK Ufa/2,6 Mio.)
Marko Marin (OM/Roter Stern Belgrad/4,5 Mio.)
Folgende Spieler wurden in der Winterpause verkauft oder verliehen:
Vyacheslav Podberezkin (OM/Rubin Kazan/2 Mio./verkauft)
Andreas Granqvist (IV/Helsingsborg/20 Mio./verkauft)
Ricardo Laborde (Anorthosis/verliehen bis zum Ende der Saison)
Wir sprachen mit McLover im Halbzeitinterview über die Hinrunde und warfen gleichzeitig gemeinsam einen Blick nach vorne:
Jornal Gorbatschowskaya: McLover, wie würden Sie persönlich auf einer Skala von 1-10 die Hinrunde des FKK bewerten?
McLover: 8. Mit Blick auf den Start sogar vielleicht eine 9. Ich muss schon zugeben dass man sich mit 3 Punkten nach 5 Spieltagen Fragen stellt aber die Mannschaft hat in dieser schweren Phase einen super Charakter bewiesen. Zudem haben sich auch unsere Neuzugänge immer besser eingefunden.
J.G.: Ist das Abrutschen von Rang 1 auf 3 an diesem ZAT tragisch?
McLover: Nein, unser Ziel vor der Saison war Platz 3. Ich will aber nicht verneinen dass unsere Chancen auf den Meistertitel ungewöhnlich gut stehen denn zurzeit sehe ich keine Mannschaft in Russland die spielerisch an uns rankommt oder über unsere Breite des Kaders verfügt. Allerdings sind Hinrunde und Rückrunde 2 Paar Schuhe, deshalb ist der Meistertitel diese Saison noch kein Muss.
J.G.: Welche Mannschaften werden denn neben dem FKK um die Meisterschaft mitspielen?
McLover: FK Chimki, die sich zum Abschluss der Hinrunde auf Rang 1 gehievt haben, Rubin Kazan, denn wer den Pokal 3mal in Folge gewinnen kann, der ist auch in der Liga immer ein heisser Konkurrent, sowie natürlich der Vizemeister ZSKA Moskau. Spartak hat es bislang sehr gut gemacht aber ich denke dass sie nun einige Plätze abrutschen werden was aber völlig normal wäre.
J.G.: Eine andere Sache ist natürlich nun die Dreifachbelastung...
McLover: Klar wird das nicht einfach sich die Kräfte gut einzuteilen aber auch andere russische Mannschaften tanzen noch auf 3 Hochzeiten.
+++Spannender Dreikampf um die Spitze+++Trampolinspringen auf 3 Hochzeiten+++
"Würde die Stelle beim AC Mailand frei werden, würde ich alles stehen und liegen lassen."
Das waren die Worte von McLover in einem Interview mit der "Gazetta dello Sport" und diese haben doch für ein wenig Empörung in Südrussland gesorgt. McLover hat dafür keinerlei Verständnis:
"Ich habe nie einen Hehl drausgemacht dass ich ein Fan des AC Mailand bin aber es ist auch so dass ich hier einen Vertrag bis zur Saison 2019-3 habe und den habe ich vor zu erfüllen, danach sehen wir weiter," so der Luxemburger.
Der FK Krasnodar hat nach einem sparsamen 6.ZAT wieder die Muskeln spielen lassen. Zumindest in 2 der 3 Begegnungen, die Partien gegen ZSKA schenkt man mittlerweil mehr oder weniger ab, erstens um bei Andi von Hideta diese Saison wenigstens ein bisschen Glückseligkeit zuzulassen zweitens bringen "Game of Thrones"-Schlachten generell zuviele Tote hervor. Wie die Moskauer letzte Saison Vizemeister werden konnten ist uns jedenfalls schleierhaft. Das Duell gegen Spartak ging man da schon mit mehr Seriosität ran. Im Kubok Rossii hatte man sich ideenlos mit 3:1 besiegen lassen, diese Partie stand aber in keinem Vergleich zu der im Pokal. Marin, Cheryshev und Ari sorgten für eine 0:3 Führung in der Pause, Spartak verkürzte auf 1:3 ehe Oli Thill gegen seinen Lieblingsgegner wieder einen Freistoss einnetzte.
Das letzte Spiel des ZATs war zuhause gegen Amkar Perm, eine Mannschaft die unserer Meinung etwas unter Wert zurzeit im Mittelfeld steht, die Mannschaft von Netsrac weiss jedenfalls tollen Fussball zu zeigen. Gegen den FKK reichte es wegen Kleinigkeiten nicht zu einem Punktgewinn, die Mannschaft von McLover war in den entscheidenen Momenten etwas cleverer. Man steht nun nach 21 Spieltagen auf Rang 3, die ersten 3 sind dabei nur einen Punkt voneinander getrennt. Am nächsten ZAT muss man nun zu Zenit St.Petersburg, die man zum ersten Mal mit ihrem neuen Trainer Osim, der aus Portugal kam, herausfordert. Dann geht es zuhause gegen den Tabellenletzten Torpedo Moskau, die zurzeit eine Seuchensaison durchleben: Ausscheiden in der Europa League sowie drohendes Vorrundenaus im Pokal. Den Abschluss bildet ein echter Knaller: ein Geheimfavorit auf den Meistertitel FK Chimki (1.) wartet.
Viele Fans träumen derweil von einer erfolgreichen Titelverteidigung, McLover tritt auf die Euphoriebremse:
"Ich warne davor zu früh zu viel haben zu wollen. Die Champions League wird der Mannschaft zusätzlich Kraft und mir zusätzlich Nerven abverlangen (lach). Ich denke das Saisonziel Top 3 ist aber erreicht, das ist nicht selbstverständlich denn ich hatte keinen blassen Schimmer von der Premjer-Liga. Die Eingewöhnung ist schneller gelungen als erwartet".
In der Tat ist nun Trampolinspringen auf 3 Hochzeiten angesagt, oder Seilspringen je wie man es nimmt, es gilt jetzt nicht auf die Schnauze zu fliegen. Jetzt wirds ernst.
+++Saisonziel Top 3 in Gefahr+++12 Gegentore in 3 Spielen+++
0 Punkte in der Champions League, 0 Punkte im Pokal und 2 in der Liga: der FK Krasnodar legt den schlechtesten ZAT seit Saisonbeginn und seit der Amtsübernahme von McLover hin. Grund dafür ist die dilenttantische Abwehrschwäche in allen 3 Wettbewerben: 4 Gegentore in 2 Spielen in der Champions League sind noch akzeptabel, 5 Gegentore gegen ZSKA Moskau im Pokal und 12 Gegentore in 3 Spielen in der Premjer-Liga sind dann aber doch nicht zu entschuldigen. Die ersten beiden LigaZATs gaben Grund zur Sorge aber es blieb ja noch ausreichend Zeit für eine Kurskorrektur, nun aber ist der Bazar ordentlich am rattern denn die Saison neigt sich dem Ende zu und der FK Krasnodar hat sich den denkbar schlechtesten Moment für eine Auszeit ausgesucht.
Der Sturm ist nicht das Problem, ja für den neutralen Zuschauer sind die Spiele des FK Krasnodar gar das pure Vergnügen. McLovers Alter dagegen ist in den letzten Spielen auf geschätzte 75 Lenzen gestiegen. "Ich tue jetzt nicht als würde ich aus allen Wolken fallen, ich bin lange genug bei torrausch dabei um zu wissen dass du an jedem ZAT abstürzen kannst, vielleicht war das jetzt eben DER ZAT wo gar nichts zusammen lief. Wichtig ist es nun die richtigen Lehren daraus zu ziehen und nicht blindlings wieder vollanzugreifen, wir sind zwar auf Platz 4 abgerutscht aber es bestehen immer noch alle Möglichkeit in die Top 3 vorzudringen und vielleicht sogar Platz 2 zu erobern um sich erneut für die Champions League zu qualifizieren, die Meisterschaft kommt für uns eine Saison zu früh", so der luxemburgische Trainer.
Am nächsten ZAT kommt es zu einem weiteren Aufeinandertreffen mit einem Meisterschaftsfavoriten, Rubin Kazan. Danach spielt man gegen Teams die von Interimstrainern betreut werden, alles andere als eine Situation um direkt zurückzuschlagen aber das will McLover ja auch gar nicht. Positiv zu beobachten ist dass die Fans trotz den aktuell schweren Wochen hinter der Mannschaft stehen, denn McLovers Handschrift ist erkennbar und auf kurz und lang wird man nach diesem Umbruch wieder Titel in Krasnodar bejubeln dürfen.
+++Letztes Saisonviertel bricht an+++Angriff auf Top 3: FK Krasnodar bereit für die heisse Phase+++
Noch 9 Spieltage bleiben in der Premjer-Liga zu absolvieren, es bricht die Phase an in der der FK Krasnodar in den letzten Jahren wie eine giftige Cobra zuschnappte. Die Phase in der sich Startrainer Fuchur unsterblich machte und die Phase in der McLover jetzt mit seiner Mannschaft liefern muss. Letzter kündigte vollmündig an: Wir hatten in den letzten LigaZATs etwas Probleme doch unseren Gegnern sei gesagt, wir haben noch jede Menge Kondition und werden diese versuchen zu 100 % gewinnbringend einsetzen."
Der FK Krasnodar geht zudem mit mächtig Rückenwind in den 10.ZAT: in dem epischten Spiel der Vereinsgeschichte fügte man Spartak Moskau im Kubok Rossii eine unfassbare 7:6 Niederlage in letzter Minute zu und schaffte doch noch den nicht mehr für möglich gehaltenen Sprung ins Pokalhalbfinale. Das erste Saisonziel ist demnach erreicht! In der Champions League sind die Leistungen ebenfalls ansprechend, leider ist die Punktzahl nach 4 Spielen überschaubar und man muss schauen wenigstens noch in die Europa League-Finalrunde zu kommen.
Die Gegner an diesem ZAT sind ZSKA Moskau (A), Spartak Moskau (H) und Amkar Perm (A). Man muss demnach kein Prophet sein um zu wissen dass lediglich 2 Siege drin sind oder versucht man doch etwas gegen ZSKA Moskau? "Vielleicht wittert Andi von Hideta die Möglichkeit gegen uns einen billigen Sieg mitzunehmen, das wollen wir natürlich verhindern, Spartak wird auf erbitterte Rache aus sein, wir müssen auf der Hut sein und Amkar Perm will in Sachen Europa League auch noch ein Wörtchen mitreden, unser Plan steht und wir werden uns, unabhängig von den Resultaten, keinen Vorwurf machen müssen. Wenn die Mannschaften gegen uns 200 % geben, können wir nicht überrall an der Front gleich gut aufgestellt sein," so McLovers Vorschau auf den nächsten LiagZAT.
Liga, Pokal, Champions League und vielleicht Europa League: viele Spiele hat die Mannschaft von McLover schon in den Knochen doch jetzt heisst es nochmal den Alarm für Cobra 11-Stunt rauszuholen, der Weg zu ewigem Ruhm führt nur über Blut, Schweiss und eisernen Kampf. AUF GEHTS, FÜR KRASNODAR!!!
Der Club aus Kasan
Der Traum von der Meisterschaft lebt in Kasan und deshalb haben sie es mal wieder in die Zeitung geschafft, leider ist die Aufmerksamkeit hier in Kasan sehr gering für die Fußballer. Das Stadion ist meistens nur halbvoll und die Unterstützung der Stadt sehr Verbesserungsbedürftig.
Für die Fußballer ist es egal, denn damit können sie sich in aller Ruhe auf den Fußball konzentrieren.
Die Kasaner liegen sehr gut in der Meisterschaft und führen die Tabelle mit 4 Punkten Vorsprung an.
Auf den 2. Platz liegt Chimki auf den 3. Platz Spartak Moskau, auf den 4. Platz Zenit Sankt Petersburg und auch der 5. Platz den Krasnodar belegt hat noch Chancen auf den Meistertitel.
Die nächsten Spiele sind in Jekaterinburg und bei Spartak Moskau und zu Hause gegen ZSKA Moskau.
+++Spartak 3:0 und Perm 5:1 bezwungen: FK Krasnodar bereitet Überholmanöver vor+++Fünferkampf um die Meisterschaft+++
McLover hatte letzte Woche von einer guten Taktik, die man sich zurecht gelegt hatte, gesprochen und (Achtung ein Reim!) er hat nicht zuviel versprochen denn die Spiele gegen die Konkurrenten um Platz 3, gewann man durchweg souverän. Gegen Spartak setzte man sich trotz eines verschossenen Elfmeters (Cheryshev in der 6.Minute) souverän mit 3:0 durch, Amkar Perm wurde in deren Stadion mit 1:5 asphaltiert. Der FK Krasnodar grüsst weiterhin von Rang 5 doch man bereitet ein Überholmanöver à la FUCHUR vor. Der einstite Meistertrainer war bekannt dafür mit dem FKK erst in den entscheidenen Momenten der Saison eiskalt zuzuschnappen.
Am nächsten ZAT warten nun weitere Topduelle, zuerst gehts zuhause gegen den Tabellenzweiten Zenit St.Petersburg, auf die man ja bekanntlich auch im Pokalhalbfinale trifft, dann wartet ein unberechenbarer Gegner mit strickus und Torpedo Moskau denn die Mannschaft ist bereits so gut wie abgestiegen und kann befreit aufspielen. Den Abschluss bildet das Meeting mit dem aktuellen Tabellendritten FK Chimki, im letzten Aufeinandertreffen neutralisierten sich beide Mannschaften in einem gefühlten Eishockeyspiel mit 5:5. "Mir bereitet es Sorgen dass viele von euch (die Medien) nur über die Heimspiele gegen Zenit und Chimki sprechen, das gefährlichste Spiel ist für mich gegen den Tabellenletzten, das 3:3 am 8.ZAT hat für mich ganz klar gezeigt dass Torpedo Moskau Fussball spielen kann, " so McLover.
Der Tanz auf den 3 Hochzeiten geht indes weiter, Krasnodar ist zwar aus der CL ausgeschieden doch die Reise geht in der EL weiter, dies gegen die Bulgarier von Levski Sofia. Alle 32 Kaderspieler sind zurzeit gefragt, was immerhin für eine tolle Stimmung in der Mannschaft sorgt. Ist dies womöglich der entscheidene Faktor in der Liga und im Pokal?
Der Club aus Kasan
In Kasan träumt man wieder von den Meistertitel. Das wird aber noch ein verdammt hartes Stück Arbeit.
Die anderen Manschaften liegen auf der Lauer.
Und wieder eine Saison vorbei
Da hat man sich ja schön blamiert. Die Stars von Startrainer Andi von Hideta konnten ihrer Favoritenrollen nicht im Ansatz gerecht werden. Zu tief saß der Stachel, der dem Team in der vorangegangene Saison beigebracht wurde. Moskau wurde seinerzeit um den verdienten Lohn gebracht und Krasnodar praktisch als Abschiedsgeschenk für den scheidenden "Supertrainer" die Meisterschaft zugeschanzt. Gleichzeit noch ein willkommenes Begrüßungszückerli für den neuen hochgelobten Trainer, der jetzt bei Krasnodar das Zepter schwingt. So zog sich die Mannschaft zurück und spielte fortan nur noch Käse. Gegen die Teams, die praktisch selbst planlos agierten aber in der Saison davor quasi die Meisterschaft entschieden grenzte das Auftreten der Stars von Startrainer Andi von Hideta praktisch an Arbeitsverweigerung. Bei den ZSKA-Armeesportlern wohl besser als Befehlsverweigerung zu bezeichnen. Drastische Strafen folgten indessen nicht. Doch hat sich die Mannschaft so natürlich auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert und in eine Lage gebracht, die keiner hier in der Hauptstadt so sehen wollte. Kommende Saison muss man in Moskau wohl kleinere Brötchen backen. Schließlich hat man mit Europa nichts zu tun. Aber es kommen vielleicht auch wieder bessere Zeiten.
+++Die Titelschlacht an der Wolga+++FK Krasnodar plötzlich Zweiter und mittendrin statt nur dabei+++
Russlands Premjer-Liga erlebt die brutalste Schlacht seit Stalingrads Zeiten! Übertrieben ausgedrückt, könnte man von einem Fünferkampf um die Meisterschaft am letzten ZAT sprechen doch es beschränkt sich wohl "nur" auf einen Viererkampf denn auch Spartak Moskau hält weiterhin sensationell Schritt mit der Top 3. Der FK Krasnodar grüsste nach 10 Heimtoren und 2 Siegen gegen direkte Gegner von Rang 2 und hat den ersten Platz im Verfolgerfeld inne doch für die Mannschaft von McLover besteht auch weiterhin die Gefahr eines Abrutschens auf Rang 4 und das wäre gleichbedeutend mit dem Verfehlen des Saisonziels wenngleich bei einem Pokalsieg die finale Ligaposition etwas "egaler" wäre. Im Finale des fantastischen Kubok Rossii trifft man nämlich auf den Gewinner der vergangenen 3 Pokalsaisons, Rubin Kazan.
Gleichzeitig bleibt die Truppe von cerafino der ärgste Wiedersacher um den Titel, somit geht es am letzten ZAT auch um die spektakuläre Konstellation: Gibt es diese Saison etwa einen Doublesieger? Sind wir ehrlich, McLover hatte man das nicht wirklich zugetraut aber cerafino auch nicht unbedingt. Zenit St.Petersburg zeigte sowohl im Pokal als auch in der Liga tolle und herzzereissende Spiele und in der Liga ist für die Truppe von osim auch durchaus noch der Meistertitel drin. Das wichtigste wollen wir allerdings nicht unterschlagen: am 34.Spieltag kommt es zum direkten Duell FK Krasnodar vs Rubin Kazan und dieses Spiel muss man gewinnen WENN man denn Meisterschaftsambitionen hat...Olivier Thill jedenfalls nimmt kein Blatt vor den Mund: "Wir sind jetzt so nah dran dann müssen wir die Chance auch nutzen, wir brauchen 3 Siege und ich glaube die holen wir auch, wir haben es in der eigenen Hand, das ist doch geil." Sein Trainer McLover peilt eher das Absichern der Top3 an: "Ganz ehrlich, nächste Saison haben wir nicht mehr den Nachteil dass ich die Liga nicht kenne daher sind wir von Anfang weg konkurrenzfähig, wir können noch auf Rang 4 fallen und wir haben einen offensiven Interimstrainer auswärts zu bewältigen, wir müssen die 2 Heimspiele gewinnen, nicht anderes als Siege gegen Kazan und Rostow zählen, ich weiss die Fans sind titelhungrig aber wir werden versuchen ihnen den Pokal zu schenken, Platz 2 zu verteidigen wäre natürlich auch schön, dann wären wir wieder in der CL."
Die Niederlage gegen Torpedo Moskau kommt natürlich in die Kategorie "total unnötig", wie man sich in der Hauptstadt vom Absteiger bei der 4:3 Niederlage phasenweise vorführen liess, grenzt schon etwas an Blamage. Die Mannschaft kaufte sich gott sei Dank aber beim 5:0 zuhause gegen den FK Chimki umgehend zurück, das erste Spiel des letzten ZATs gewann man mit 5:3 gegen Zenit, unmittelbar nach dem Pokalfinaleinzug gegen...Zenit. Osim wird die Namen McLover und FK Krasnodar demnach wohl in nächster Zeit nicht mehr so gerne hören, ausser man schnappt den "Grünhosen" den Titel vor der Nase weg...der ja aber anscheinend nicht das Ziel von McLover ist. Einerseits ist dies aufgrund der Tabellensituation glaubhaft, andererseits auch wieder nicht.
Info der Redaktion: Seit der Saison 2017-3 (!!!) gingen alle Titel entweder nach Kazan oder Krasnodar!
Umbruch steht bevor
Da der FK Chimki es auf der Zielgeraden mal wieder verpasst hat, auf den ersten drei Plätzen zu stehen, hat sich der Vorstand entschieden, das Arbeitsverhältnis zwischen Chimki und Toto aufzulösen. Es müsse neuer Wind kommen. Toto zieht es nun hoffentlich in die zweite deutsche Liga.
Ich möchte mich bei unserem Spielleiter für die Arbeit und für die tollen Startseitenberichte bedanken.
Auch bei allen anderen Teams möchte ich Danke sagen. Es waren immer schöne, umkämpfte Spieltage. Ich hoffe, die Lücke in der russischen Liga wird möglichst schnell gefüllt.
Viel Erfolg weiterhin!
+++Umbruch gelungen: Krasnodar feiert seine Vizemeister und Pokalsieger+++Enttäuschung und Stolz zugleich+++
Gemischte Gefühle in Krasnodar direkt nach Abpfiff der Saison. Der
Meistertitel wurde um Haaresbreite verpasst, das nachdem man 3 ZATs vor
Schluss schon abgeschrieben war doch das Weiterkommen im Pokal belebte
die zwischenzeitlich wie gelähmt wirkende Mannschaft von McLover.
Zwischen dem vorletzten und letzten Spieltag der Premjer-Liga sicherten
sich die Südrussen mit dem Gewinn des Kubok Rossii gegen Rubin Kazan den
ersten und am Ende auch einzigen Titel der Saison. In einem
hochklassigen Pokalfinale trafen beide Mannschaften nach 90 Minuten je
einmal, es ging in die Verlängerung wo sich beide Teams
neutralisierten...Im Elfmeterschiessen boten beide ihr ganzes Können
auf, die ersten 7 Elfmeter wurden allesamt locker verwandelt doch dann
scheiterte Kazans Poloz an Kransnodars Safanov der damit zusammen mit
dem Schützen des entscheidenen Elfmeters, dem Schweden Viktor Claesson,
zum Helden des Abends avancierte.
Das 3:3 zuhause gegen
Ural Jekaterinburg zerstörte anschliessend aber die mehr oder weniger
zarten Hoffnungen auf das 3.Double der Vereinsgeschichte nach 2017-3
(Trainer Fuchur) und 2016-1 (Trainer da_masta), bis zur 89.Minute war
man dennoch Meister doch dann schoss Rubin Kazan tatsächlich noch 2 Tore
gegen Rubin Kazan und stiess die Südrussen doch noch vum Thron.
Unmittelbar nach Abpfiff gab es dann verwirrende Szenen, es gab
Zuschauer die weinten, welche die das Ganze noch nicht realisiert hatten
und wiederrum andere feierte ihre Mannschaft, eine Mannschaft auf die
man durchaus stolz sein kann. Es stand nach dem Abgang von
Erfolgstrainer Fuchur und mehreren Leistungsträger ein Umbruch an doch
dieser ging, anders als erwartet, sehr flüssig vonstatten. Zwar waren
die Erwartungen der Fans am Anfang der Saison nicht unbedingt kompatibel
mit dem was die Mannschaft geben konnte und auch dem neuen Trainer
McLover, der ja doch von einem polnischen Absteiger kam, schlug einige
Skepsis entgegen.
Doch die Fans sahen ab dem 3.ZAT eine
klare Handschrift beim Luxemburger, müssig zu fragen wie die Saison der
Südrussen gelaufen wäre, hätte Milliardär und Klubbesitzer Sergei
Galizki nach dem 5.Spieltag wirklich die Entlassung des 28Jährigen
beantragt. Viel besser als McLover konnte man es jedenfalls nicht
machen, er motivierte auch die anfangs übrig gebliebenen satten Spieler
die schon viele Titel unter Fuchur gesammelt hatten und blieb so immer
in Blickkontakt mit der Spitze. Dieser versprach unmittelbar nach
Saisonende: "Es war nicht unser letzter Titel gemeinsam, nächste
Saison werden wir den Meistertitel als offizielles Ziel ausgeben. Den
Pokal wollen wir auch verteidigen."
Für McLover selber
war der Pokalsieg bereits der 3.Titel in seiner 6.Saison bei torrausch,
allesamt gewonnen in den letzten 4 Saisons. Der Luxemburger hat seinen
Ruf nach der verkorksten Saison 2018-3 wieder reingewaschen.
Wir
wollen an dieser Stelle noch Rubin Kazan und cerafino zu einem völlig
verdienten Meistertitel gratulieren, mit so wenigen Reserven vor dem
letzten ZAT dann doch noch Meister zu werden erfordert Respekt.