Endspurt für die Ewigkeit
Kurz vor dem Weihnachtsfest ist es vollbracht, die Premjer Liga schließt pünktlich ihre Pforten und hofft, sämtliche Übungsleiter in einigen Wochen wieder zu einer neuen Saison im kalten Russland begrüßen zu dürfen. Allen Trainern sei an dieser Stelle ein Frohes Fest und ein reibungsloser und böllerfreier Übergang in ein hoffentlich erfreuliches und gesundes Jahr 2022 gewünscht. Danke für die ausgebliebenen NMR und die Bewahrung einer lebhaften Presselandschaft, obwohl uns ja mit Marco1985 (FK Krasnodar) ein fleißiger Schreiberling gen England verlassen hatte. Schön wäre es natürlich, wenn wir noch den ein oder anderen Neuzugang in Rossiya begrüßen könnten.
Bevor Irrlicht Onkel Dimitry den traditionellen Saisonabschluss übernimmt, sei darauf hingewiesen, dass dieser diesmal etwas anders gestaltet wird. Die klassischen Zeugnisse entfallen, stattdessen liegt der Fokus auf dem Herzschlagfinale in der Liga, das wirklich epische Züge angenommen hat. Soviel sei vorab verraten: Wer vor diesem ZAT die Top 5 in der richtigen Reihenfolge vorhergesagt hätte, würde vermutlich sofort als Afghanistan-Berater der neuen Bundesregierung eingestellt oder erhielte bei Tipico lebenslanges Hausverbot. Insofern robben wir uns Stück für Stück an eine letzte Spielrunde heran, an die man sich in Russland noch lange (positiv wie negativ) erinnern wird.
Der Pokal, der Pokal, der hat immer Recht:
Beginnen die Onkel ausnahmsweise mit fabelhaftes Kubok Rossii, wobei leider passiert kleineres Malheur auf die Anreise. Hat gedacht Dimitry, dass würde sein besonders schlau, wenn man direkt würde kommen zu Elfmeterschießen. Das bedeuten große Vorteil, weil nix Verkehrschaos in Stadt, sondern ganz lässig erreichen Stadion mit Bonanzarad ohne müssen umfahren blöde Blechlawine. Bei kurzes Stärkung an Glühweinstand dann bisschen gewundert, weshalb schon Feuerwerk über Luzhniki und warum viel Zuschauer mit eingerolltes Fahnen geschlichen weg von Gelände. Daher schnell noch gekauft Bratwurst und fix rein nach Innenraum. Und da dann standen an Anzeigetafel in großes Lettern: Ural Jekaterinburg vs ZSKA Moskau 2:1. Keine Ahnung, wie passiert! Jedenfalls Titel wandern an Iceman_1990, die bezwingen Titelverteidiger und sacken ein Silberware. Dickes Glückwunsch an das Mannschaft aus Jekaterinburg zu zweite Triumph in wunderbar Kubok Rossii. Von Spieler von ZSKA und GerryG zu diesem Zeitpunkt schon nix mehr auf Spielfeld zu sehen.
Doppelkorn - Der Moskovskaja-Fussball-Stammtisch:
Muss sich Chronist in dieses Woche entschuldigen bei Trainer von Amkar Perm und Rubin Kasan. Denn wir uns konzentrieren auf Meisterschaftskampf von fünf Titelanwärter, deshalb Netsrac und Grimson 84 kommen etwas kürzer als eigentlich verdient. Beides Vereine aber beenden Spielzeit mit ordentliches Schlussrunde und sich qualifizieren souverän für Europa League, wobei für Rubin beginnen Wettbewerb früh. An Tabellenende gehen Scheinwerfer aus für freundliches Lokomotive, die nicht mehr schaffen Sensation und bleiben zurück hinter Spartak und FK Krasnodar. Doch nun richten wir Flutlicht auf Meisterschaftsentscheidung. Vor Aufregung Onkel schon schwitzige Hände!
Ausgangssituation: Vor letztes ZAT an Spitze von Liga sich befinden Zenit und Dynamo Moskau mit jeweils 60 Punkte. Dahinter lauern ZSKA Moskau mit 59 Zählers und dickes TK-Konto, noch in unmittelbares Reichweite außerdem Dynamo Barnaul und Ural Jekaterinburg (je 57 Punkte).
36. Spieltag: ZSKA und GerryG erringen lässiges Pflichtsieg gegen chancenlose Krasnodar (4:2). Auch Ural Jekaterinburg und Coach Iceman_1990 sich halten schadlos gegen trainerlose Spartak und holen fettes Auswärtssieg. Dies gelingen ebenfalls Dynamo Barnaul bei Amkar Perm, so dass sf5078 verbleiben in Lauerstellung. In direktes Duell treffen aufeinander Viktor und Sir Topse, die beide schon mit arg strapazierte Kraftreserve. Zenit gewinnen Gurkenkick mit 1:0 und behalten die Tabellenführung. Barnaul und Jekaterinburg schließen auf zu Dynamo Moskau, dazwischen ZSKA mit nur eine Zähler Rückstand auf Team aus Leningrad.
37. Spieltag: Ural Jekaterinburg mit machbares Aufgabe gegen Rubin Kasan, die lösen ganz ohne Schwierigkeiten. Dynamo Barnaul gewinnen dazu wenig überraschend gegen schwächelnde Zenit, während Dynamo Moskau entfachen ultraheißes Lokalderby gegen ZSKA. Nach wahre Torfestival gewinnen Heimteam mit 7:5, während Armeeclub konsterniert fahren zurück nach Kaserne.
Ausgangssituation: Vor letzte Spieltag vier Mannschaften (Zenit, Ural, Barnaul, Dynamo Moskau) mit 63 Punkte, dahinter folgen ZSKA mit nur eine winzige Zähler Abstand.
38. Spieltag: Früh sich zeichnen ab, dass Ural Jekaterinburg nichts mehr zuzusetzen, in Perm war für die Eismann (außer Platz in Champions League) nix zu holen. Auch Dynamo Moskau gewesen völlig platt nach episch Match gegen ZSKA, so dass gehen unter bei Spartak. Die Horror dagegen gehen weiter für demoralisiertes Armeeclub, die von die seit Wochen auf letzte Rille fahrende Zenit düpiert (4:3) und nicht einmal qualifizieren für Königsklasse! In Leningrad aber Freude riesengroß über fabelhafte Ressourcenmanagement und unerwartetes Vizemeisterschaft. Ein bisschen Glück gehören manchmal bei Spielplangestaltung dazu. Locker sich sichern mit 4:1 gegen Eisenbahner Dynamo Barnaul die perfekte ZAT und als Folge die allererste Titel in Premjer Liga! Pozdravleniye an sf5078, der nach Pokalsieg und Europa League erstmals erringen der russische Meisterschaft!
Wildfremdes Menschen liegen sich in Barnaul jubelnd in die viel zu dickes Armen. Ein langes und rauschendes Nacht stehen das Altai wohl bevor. Wahrscheinlich sf5078 niemals werden müssen mehr bezahlen Stutenmilch an lokales Imbissstand. Das sein schon beneidenswert. Dagegen man anderenorts heute werden müssen wohl trocknen große Marmeladeglas voll mit Tränen. Trotzdem gehen große Lob ebenfalls an starkes Rivalen, die haben gesorgt für unvergessliche Saisonfinale.
Fuchs der Saison:
Es kann nur Einen geben, haben schon behauptet das kernige Highlander. Und bei rückständiges Region in gebirgige Hinterland man müssen in Rossiya sofort denken an die unterprivilegierte Altai, wo Stromversorgung so zuverlässig wie Impfpass von Markus Anfang. Jedenfalls zu erste Mal man sich dort können freuen über russisch Fußballmeisterschaft. Verantwortlich dafür sein Erfolgscoach sf5078, der aufgestiegen wie Phönix aus die Asche nach ziemlich mieses Vorsaison. Das sollte die anderen Übungsleiter motivieren, dass sich Wind immer können drehen richtig schnell. Die einzige wahre Fuchs von abgelaufenes Saison sein allerdings die Trainer von Dynamo Barnaul.
Eimer der Saison:
Neuzugang mit Maserati machen Sache ziemlich leicht. Natürlich kann geben mit markus nur eine verdiente Sieger, denn kurze Übernahme von Amtsgeschäfte bei Lokomotive gewesen nur rostiges Sargnagel für Traditionsverein. Während Übungsleiter wahrscheinlich Tantiemen von 80er-Hits auf Baleareninsel verhuren und versaufen, Eisenbahner müssen treten an wieder einmal bitteres Gang in Zweitklassigkeit. An Stelle von markus ich in Zukunft immer würde gucken an Bahnübergang, ob Schranke nicht möglicherweise gelassen oben aus Rache. Sein nur kleine Tipp von die Onkel.
Dmitri-Wassiljew-Medaille (in Bronze):
Die Medaillensatz sein komplett. Nach Pokalsieg und Triumph in kompliziertes Europa League sich haben endlich geholt russisches Meistertitel sf5078. Somit Coach sein überreif, um einzugehen in langes und ruhmreiches Geschichte und Analen von Rossiya und bekommen sonniges Plätzchen auf Ehrentafel von Liga. Onkel Dimitry und Dmitri Wassiljew gratulieren Coach aus Altai. Müssen in nächste Saison gewinnen Champions League, dann vielleicht sogar geben Silbermedaille. Bleiben nur offenes Frage, was zur Hölle eigentlich bedeuten sf5078? Vorschläge von die Konkurrenz sind in diese Kontext stets herzlich willkommen. Die Onkel mag da gar nicht spekulieren.
Alexander-Pushkin-Award (für Literatur):
Gewesen furchtbares und total verkorkstes Saisonende für ZSKA. Dennoch bekommen zumindest kleine Trostpreis Coach GerryG, der haben bereichert Prawda mit ausführliches und gut lesbares Berichte zu sportliches Geschehen bei Armeeclub und zu Liga im allgemeinen. Somit verleihen an die langjährige Übungsleiter von ZSKA das nur höchst selten vergebene Award für unterhaltsames Texte mit besondere Esprit und Witz. Möge diese Preis eine Ansporn sein, um in Zukunft weiterhin spannendes Berichte zu verfassen und vielleicht demnächst anderes Trophäen zu gewinnen. Nach 2019-1 finden Alexander Pushkin endlich wieder würdige Nachfolger, denn GerryG sich nun dürfen rühmen als einzige aktive Preisträger in die Premjer Liga. Das sein nix schlechte Omen, kann man sehen an Karriere von McLover. Das nun sein Benchmark für Coach von ZSKA. Mindestens.
Saisonbilanz (2021-3):
Meister: Dynamo Barnaul (sf5078), erster Meistertitel für Trainer und für Verein
Pokalsieger: Ural Jekaterinburg (Iceman_1990), zweiter Pokalsieg für Gespann
Vizemeister: Zenit Sankt Petersburg (Viktor), direkte Teilnahme an der Champions League
Dritter Platz: Ural Jekaterinburg (Iceman_1990), Teilnahme an Qualifikation Champions League
Vierter Platz: Dynamo Moskau (Sir Topse), Teilnahme Qualifikation für Champions League
Europa League Play-Offs: ZSKA Moskau (GerryG), Amkar Perm (Netsrac)
Europa League Qualifikation: Rubin Kasan (Grimson 84)
Fuchs der Saison: sf5078 (Dynamo Barnaul)
Ewige Ehrentafel (Hall of Fame):
Dmitri-Wassiljew-Medaille (für besondere Verdienste, goldene Ausführung):
Netsrac (Amkar Perm): für großartige Erfolgsbilanz, Vereinstreue und Kontinuität bei Torrausch
Dmitri-Wassiljew-Medaille (für besondere Verdienste, silberne Ausführung):
Fuchur (FK Krasnodar): für vielfältige Triumphe in der Liga und im internationalen Wettbewerb
Dmitri-Wassiljew-Medaille (für besondere Verdienste, bronzene Ausführung):
McLover (FK Krasnodar): für Erfolge in der Liga und fabelhaften Gewinn der Europa League
Viktor (Zenit Sankt Petersburg): für Mehrfachtriumphe in Liga und Pokal sowie Kontinuität in Liga
sf5078 (Dynamo Barnaul): für das Triple aus Meisterschaft, Pokal und der Europa League
Alexander-Pushkin-Award (für Literatur):
McLover (FK Krasnodar): für regelmäßige und ausführliche Schilderungen zu Spielen und Verein
GerryG (ZSKA Moskau): für lebhafte und geistreiche Berichte aus dem Innenleben von ZSKA